Hund kann nicht mehr laufen (Hinterläufe)

7 Antworten

Das kann normal sein bei einem älteren Tier. Weniger Durchblutung, Muskelschwund. Vitamin B kann helfen kurzfristig. Früher haben die Tierärzte Anabolika gespritzt. Ich weiß gar nicht, ob man das noch darf bzw macht. Das hat auf jeden Fall unsere Schäferhund Mischlingsdame damals wieder auf die Beine bekommen. Vorerst. Die guten Phasen werden dann immer kürzer und irgendwann muss man eine Entscheidung treffen. Gerade beim Schäferhund mit seinem überzüchtetem Rücken kann es noch übler sein durch eingeklemmte Nerven etc. Kann auch in Richtung Cauda Equina gehen, dass hatte unser Schäfer. Der musste jetzt mit fast 12 eingeschläfert werden. Er kam gar nicht mehr hoch, wollte aber auch nicht mehr fressen und und :(..

Vllt nochmal einen TA aufsuchen und nach solchen Mitteln fragen? Und nach einer Schmerztherapie, wenn er schon beim Autofahren Schmerzen hat! Aber erwartet nicht zuviel ... :(

Ohne Untersuchung beim TA geht's nicht. Angst vorm Autofahren hin oder her. Da ist ein Röntgenbild nötig, vielleicht auch noch ein CT. Wenn Autofahrt, dann am besten gleich in eine Klinik, die alle Möglichkeiten bietet.

Denkbar ist eine Spondylose. Dabei verknöchern die Strukturen der Wirbelsäule, so daß eine normale Biegsamkeit und Beweglichkeit nicht mehr möglich ist.

Meine Schäferhündin ist 9,5 Jahre alt und zeigt neuerdings Probleme beim Aufstehen. Da die Hüften ganz sicher frei und völlig in Ordnung sind, auf den Röntgenbildern von vor 2 Jahren aber eine beginnende Spondylose zu sehen war, hat es sicherlich damit zu tun. Auch wenn die Bemuskelung der Hinterhand im Alter natürlich nachlässt, sie ist nicht zu schwach. Rennen und springen geht nämlich noch ohne Probleme.

Tu deinem Hund einen Gefallen und fahr mit ihm in eine Klinik. Dein örtlicher TA kann für die Fahrt vielleicht ein Beruhigungsmittel und ein Schmerzmittel verabreichen, so daß der Transport einigermaßen schmerz- und stressfrei geschehen kann.

Alles Gute für deinen alten Mann!

Eine genaue Diagnose wäre hier wichtig - vermutlich mußt du dafür in eine Tierklinik.

Ich kenne große Hunde mit ähnlichen Problemen/Symptomen und in hohem Alter - wie auch dein Schäferhund ist - haben Schmerztabletten bzw. Spritzen geholfen. Das ist natürlich keine Heilung, aber eine Hilfe. Mit 12 Jahren hat dein Schäferhund schon ein hohes Alter erreicht - ich kannte etliche, die viel, viel früher gehen mußten.

Ja, ich habe es mit meinem Riesenschnauzerrüden so erlebt. Dem Schnauzer gibt man ca. 10 Jahre, meiner war fast 13. Sicheres Zeichen, dass es dem Ende entgegen geht. Hattte eine Schäferhündin in meiner Pension, die war 22 (!) Jahre alt und noch relativ fit. Leider hatte ich auch Schäfies, die mit 8 Jahren schon total fertig waren.

Fressen und trinken tun sie bis zum letzten Tag, obwohl sie sich kaum noch normal bewegen können. Der Lebenstrieb ist sehr stark. Hunde können auch besser mit Schmerz umgehen als Menschen, leiden tun sie genau so.

Du selber kannst nur einschätzen ob Dein Hund noch eine Lebensqualität hat. Mein Riesie ist zum Schluss nur noch auf den Ellenbogen hinten gekrochen, was mir bei diesem sonst so agilen Hund unendlich leid tat. Habe ihn mit einem frischen Pferdeapfel in der Gosch erlösen lassen. Warum sollte ein Tier das Martyrium des Alters erleiden, wenn er Schmerzen hat und keine Besserung in Aussicht steht?

Die Teste der TÄ haben bereits Lähmungserscheinung ergeben. Diese kommen aus der Wirbelsäule duch Arthrose und Beinträchtigung der Nerven. Bei einer Hündin von mir hat Futterumstellung, die Gabe von A Dog (Natusat) , Teufelskralle und Meloxicam (gegen Schmerz) den Prozess enorm verzögert. Doch irgendwann ist alles ausgeschöpft und es kommt die unumgängliche Zeit des Abschiednehmens. Höre auf Dein Bauchgefühl, probiere andere Heilmethoden und gebe Deinen Hund erst auf wenn es sein muss.

Update: Bandscheibenvorfall und Kalkeinlagerungen im Rücken. Bekommt Medikamente und ist wieder topfit, quasi.

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