Hat jemand Erfahrung über den Schwerbehindertengrad bei einer Schilddrüsenentfernung?

5 Antworten

Hier scheinen einige den Unterschied zwischen einer SD-Entfernung und SD-Krebs nicht wahrnehmen zu wollen. Krebs ist Krebs und dafür gibt es die Heilungsgewährung. Die hormonelle Einstellung gestaltet sich aber ohnehin auch bei einigen Menschen recht schwierig, so dass die Situation nicht als einfach abgetan werden darf. SD-Krebs mit einer Mandelentfernung gleichzusetzen klingt leider für Betroffene sehr hönisch.

Ich hatte vor 12 Jahren eine Nephretomie re., danach ebenfalls re Entferrnung der SD. Für beides zusammen 70 %, bin aber voll arbeitsfähig, das eine hat mit dem anderen auch nichts zu tun und wieso sollte man sich da lächerlich vorkommen? 5 Tage mehr Urlaub, 980 € Steuerfrei, JEDEN km beim Dienstweg nicht nur die einfache Strecke). Und der Staat wird nicht pleite durch jemanden, der einen Grad der Schwerbehinderung hat!

Eine fehlende Schilddrüse kann durch Hormongaben (1 Tablette pro Tag) problemlos ausgeglichen werden, ist also m.E. kein Grund, sich für "schwerbehindert" zu halten. Meine Kurzsichtigkeit behindert mich im Alltag deutlich mehr als die Tatsache, dass mir vor zwei Jahren die Schilddrüse entfernt wurde. Einen Schwerbehindertenausweis habe ich weder aus dem einen noch aus dem anderen Grund. Käme mir auch lächerlich vor.

Ist eine falsche Einstellung dazu, was einem zusteht sollte man auch in Anspruch nehmen. Das brauch man doch keinem auf die Nase zu binden.

@wj2000

sehe ich auch so rechtgeb!

@wj2000

@Wolfgang Joost: Dein letzter Satz sagt alles. Wenn Du so sicher bist, dass Dir das "zusteht", warum hältst Du es denn dann geheim?

Für Deutschland gilt: Du wendest dich (geht auch telefonisch) beim zuständigen Versorgungsamt und bekommst die Unterlagen nach Hause geschickt. Die fülst Du selber aus, bzw. läßt deine Ärzte mit ausfüllen, Aktuelle Diagnosen und Atteste sind hilfreich. Allerdings ist die Enfernung der Schilddrüse selbst noch kein Grund zur Anerkennung einer Behinderung, sondern man bewertet subjektiv die Nachteile, uner denen man leidet, und versucht diese mit entsprechenden Vergünstigungen zu lindern.

Es gibt keine Vergünstigungen, sondern das heißt Nachteilsausgleich!

@wj2000

Ja, Wolfgang! Meine ich doch. Wollte nur eine Tautologie vermeiden.

DH!

Schwerbehinderung hat man erst ab 50 %, davor ist man erst behindert. Einen Schwerbehindertenausweis bekommt man vom Versorgungsamt. Dort muss er beantragt werden, aber wie gesagt erst ab 50 Prozent.

Eine Schilddrüsenentfernung ist angegeben mit einem Grad von 50 %.

@justika

Dann lkannst du beim Versorgungsamt den Ausweis beantragen. Da gibt es ein Formular das du mit den Auskünften von deinen Ärzten einreichen mußt.

@wj2000

Ich kann leider nur einen Daumen für die korrekten Antworten verteilen. Ich habe eine Frage gestellt und die wollte ich beantwortet haben - eigentlich auch ohne komische Kommentare -. Das ist Dir sehr gelungen, danke.

Euthyrox durch Jod ersetzen? Nebenwirkungen?

Hallo, kurz zu meiner Vorgeschichte: Im Januar 2012 wurde mir, auf Grund einer Überfunktion ein "heißer Knoten" entfernt. Die komplette Schilddrüse ist erhalten geblieben. Danach sollte ich vorsichtshalber Euthyrox 50 nehmen. Habe eine Tablette genommen. War sehr unruhig und hatte immer leichtes Herzstolpern. Daraufhin wurde die Dosis auf 25 reduziert. Die erste Zeit ging es, bis die Symptome wieder kamen. Nicht heftig, aber doch nervig. Wurde dann schwanger und mußte auf 50 wieder erhöhen. Da ging es mir super. Nach der Schwangerschaft wurde wieder reduziert auf 25. Wieder Herzstolpern und die Unruhe wurde immer schlimmer. Dann kam im August 2013 noch schwindel dazu. Da war der TSH bei 1,0. Die Dosis wurde nochmal auf 12,5 reduziert. Damit ging es besser, aber immer noch nicht gut. War dann beim Internisten mit Fachgebiet Schilddrüse. Ultraschall wurde gemacht und nochmals Blutwerte genommen. Hashimoto wurde ausgeschlossen. Die Schilddrüse ist auf beiden Seiten 7 ml groß und hat keine Auffälligkeiten. Mir wurde gesagt, ich bräuchte die Euthyrox nicht und soll ausprobieren, diese abzusetzen und dafür Jodid 200 zu nehmen. Ich habe dann noch vier Wochen die Euthyrox 12,5 genommen und dann ganz abgesetzt. Die Jodid habe erst weggelassen. In der ersten Woche ging es mir super. Danach hatte ich leichten Druck im Bereich der Schilddrüse, war aber auszuhalten. Habe dann nach einer Woche mit Jodod 200 angefangen. Seitdem habe ich schlimmeres Herzstolpern als je zuvor und kann Nachts höchstens noch 5 Stunden schlafen. Dann bin ich hellwach. Kann das vom Jod kommen? Oder ist das ein Zeichen, dass ich doch die 12,5 Euthyrox brauche? Oder muss sich einfach die Schilddrüse wieder umstellen? Bin etwas ratlos? Die neuen Werte sollen erst in sechs Wochen genommen werden. Vielleicht brauche ich auch beides nicht? Vielleicht hat hier jemand Erfahrung damit und kann mir helfen? Danke

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