Hat jemand ein Leber Hämangiom?

5 Antworten

Ich weiß seit gestern über mein Hämangiom Bescheid. Es ist 16x13x9 cm groß und drückt auf Magen und Zwergfell. Bin eigentlich ins Krankenhaus gegangen, da ich drei Tage Fieber mit zunehmenden Oberbauchschmerzen hatte. Zuerst würde eine Gallenblasenentzündung diagnostiziert, nach Untersuchung mit Dopplerultraschall eben dieser deftige Knoten. Schnell war die Rede von Tumor und Angst vor Krebs da. Allerdings ein Tag später nach CT und Magenspiegelung, sowie erneutes Ultraschall mit Kontrastmittel war die Diagnose klar und erlösend.  Nur durch Zufall wurde es entdeckt, ich bin wohl schon länger Symptomlos damit auch sportlich unterwegs gewesen. Wie ist das wohl ohne diese 1 1/2 Milchttüten? 

Jetzt muss das Dingen weg. Hat da jemand Erfahrung mit?

Danke für diesen Beitrag. Bist du das Ding zwischenzeitlich losgeworden und kannst etwas zur OP berichten? Ich habe solche ANGST ... 

Hallo Okiollimon !!! Was passiert für dein Leberhämangiom? hast du das operiert?

Hallo Zusammen, was für ein beruhigendes Gefühl, nach einer Riesenhämangiom-Diagnose diesen Chat zu finden. Die Diagnose ist eine Woche her, auch ich hatte bis zum MRT Angst um mein Leben.

Wie ist es Euch in den Jahren ergangen? Mögt Ihr mal schreiben wie der aktuelle Stand 2017 ist? Habe besondere Sorge, dass es platzt oder aber operiert werden muss.

Viele Grüße unbekannterweise

Chris (47 Jahre)

Hallo. Vor fast sieben Jahren wurde meins durch Zufall im Ultraschall entdeckt. Ca. Hühnerei gross. MRT folgte und unzählige Untersuchungen von verschiedenen Ärzten. Jährliche Kontrolle per Ultraschall. Blieb alles unverändert bis 2014 . Da stellte ein neuer Arzt ein zweites fest. Ca. 1,5 cm. Wäre wohl verkapselt. Auf meine Frage warum es bei all den Untersuchungen nicht gesehen wurde konnte er mir keine Antwort geben. Seitdem habe ich nichts mehr kontrollieren lassen. Gruß

Bezüglich Langzeiterfahrung kann ich sicherlich mitreden: Vor 15 Jahren, im Alter von 28, wurden während eines Routine-Eingriffs bei mir 2 Leber-Hämangiome entdeckt. Damalige Dimensionen: Ungefähr orangengross sowie hühnereigross. In der Folge liess ich mich, da Familienplanung abgeschlossen, unterbinden. Nach dem Wegfall der stetigen Östrogenzufuhr durch die Pille verkleinerten sich die Hämangiome massiv. In den ersten 2 Jahren nach der Diagnose erfolgten regelmässige Kontrollen (CT), später im Fünfjahres-Rhytmus. Die Tumoren sind bis heute vorhanden, jeweils kirschen- bzw. erbsengross, und verursachen abgesehen von einem labilen Blutdruck und einer eher sensiblen Verdauung, keine Beschwerden.

Ich kenne den Schrecken, der mit der Diagnose einhergeht. Trotzdem gibt es keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen - man kann mit den "Blutschwämmen" ein völlig normales Leben führen.

können Tumore nicht auch streuen? Ist das gefährlich? Wenn ja wünsche ich dir dass es nicht passiert :(

Moin Leute, hier die Forsetzung: meine Erfahrungen fünf Monate nach der Leberhämangiom-OP.

Ich habe mich für die Uniklinik Heidelberg entschieden, weil es eine komplizierte Angelegenheit ist und die Leute dort viel Erfahrung haben. Außerdem war die Atmosphäre sehr herzlich und die Versorgung mit Pflegepersonal ausgezeichnet. Die Operation hat ca. 3,5 Stunden gedauert. Das Hämangiom wurde im Labor nochmal gründlich durchgecheckt, ob es nicht doch ein Krebs ist, war aber alles in Ordnung. Insgesamt war ich zehn Tage dort, habe mich recht schnell erholt, nur die ersten drei Tage sind schlimm (Übelkeit, Kreislaufprobleme, Schwäche, kein Appetit, Verdauung muß erst wieder anspringen), danach geht es stetig aufwärts, die Schmerzmittel werden reduziert, man darf wieder duschen, man kann immer besser laufen und alles wird gut.

Bei der OP wurde auch gleich die Gallenblase mit entfernt. Damit hatte ich keinerlei Probleme, ich durfte auch nach wenigen Tagen wieder alles essen, soweit ich es eben runtergebracht habe. 

Zuhause war das elektrisch verstellbare Bett ein Segen, denn man kann die ersten Wochen noch nicht flach auf dem Rücken liegen, die Narbe ist anfangs noch ganz hart. Es ist auch gut, das sich-seitlich-Aufrichten, ohne Gebrauch von Bettgalgen (die waren verboten in Heidelberg) zu üben. Die ersten beiden Wochen zuhause war ich sehr erschöpft, es ging aber jeden Tag etwas besser. Insgesamt konnte ich nach ca. sechs Wochen wieder alles machen, wenn auch vorsichtig, nach drei Monaten war ich körperlich wieder normal einsatzfähig.

Das vermeintliche "Magenweh", das ich vor der Operation hatte, war weg und ist seither nicht mehr wiedergekommen. Insgesamt geht es mir besser, ich hatte vorher öfters Hautjucken und schon seit langem ein Ekzem, das ist alles verschwunden.

Die Narbenbehandlung macht mir mehr Sorgen, denn der Schnitt geht senkrecht ab Brustbein bis halb um den Bauchnabel herum. Nur Narbensalbe draufschmieren reicht nicht. Es ist angeblich Veranlagung, ob eine Narbe sich verbreitert oder nicht. Trotzdem will man das ja nicht. Anfangs kann man nur gebeugt gehen, und auch im Sitzen ist verdammt viel Zugbelastung in den Hautfalten da. Nach langem Experimentieren haben bei mir am besten großzügig lange Pflasterstreifen, straff kreuz und quer über den Bauch geklebt, funktioniert. Hansaplast "Sensitiv" funktioniert ganz gut und ist gut verträglich, normales Pflaster war zu agressiv, und die üblichen kleinen Wundpflasterstreifen haben immer sofort losgelassen. Man hätte das sofort ab Klammerentfernung machen müssen. Ich hoffe, daß es trotzdem noch hilft, denn auch jetzt ist die Tendenz zur Verbreiterung noch merkbar.

Also, wer selbst vor der Entscheidung steht "was tu ich mit meinem Leberhämangiom", hat hoffentlich Spaß an dieser kleinen Geschichte.

Hallo Polaris, 

ich habe vor einer Woche eine ähnliche Diagnose erhalten und bin zufällig auf Deinen Eintrag hier gestoßen. Es ist nun mittlerweile einige Jahre her - darf ich fragen, was aus Deinem Hämangiom geworden ist? Hat sich seine Größe verändert? Ich wünsche mir so sehr, dass sie im Laufe der Zeit kleiner werden. Magst Du mal ein paar Zeilen schreiben?  Ich bin ganz neu hier und kann leider keine persönliche Nachricht schreiben. 

Viele Grüße und lieben Dank vorab, Chrissy 

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