Haarausfall bei Citalopram

2 Antworten

ich (Frau, 67 Jahre) nahm ca. ein Jahr lang Citalopram. Dass ich immer stärkeren Haarausfall bekam, setzte ich nicht damit in Verbindung. Als es immer schlimmer wurde, kaufte ich mir bei Biovea das Genericum von Regaine, das bedingt, aber nicht wirklich befriedigend half. Jetzt plötzlich gehen mir keine Haare mehr aus. Heute früh wurde mir klar, dass ich vor drei Wochen das Citalopram abgesetzt habe. Und als ich im allwissenden Internet herausfinden will, ob Haarausfall eine Nebenwirkung ist, finde ich Deine Anfrage. Antwort: DEFINITIV !! Wenn auch sicher nicht bei allen Betroffenen. Eine andere Nebenwirkung, die ich schon bei früherer Einnahme festgestellt hatte, ist die Zügelung des Appetits. Da ist nach dem Absetzen leider wieder der Hunger nach Serotoninspendern auferstanden. Aber die Haare sind mir wichtiger.

Franziska

Die Aussage, dass Haarausfall keine mögliche Nebenwirkung sein kann, weil das Medikament im Gehirn wirkt und nicht an den Haarwurzeln, ist tatsächlich Blödsinn. Immerhin gehört zu den häufigen Nebenwirkungen die Gewichtszu- oder abnahme, die ja auch nichts mit dem Gehirn zu tun hat.

Allerdings kannst Du den Hersteller tatsächlich nicht verklagen, da auf so ziemlich allen Beipackzetteln entsprechende Klauseln existieren und bei den Nebenwirkungen auch immer nur steht, dass sie bis jetzt bekannt sind, in welcher Häufigkeit sie aufgetreten sind, usw.

Haarausfall kann auch andere Ursachen haben wie z. B. hormonelle Veränderungen. Daher müsste erst einmal zweifelsfrei ausgeschlossen werden, dass eine andere Ursache für den Haarausfall vorliegt.

Darf ich fragen, wie viele Haare Du täglich verlierst? Natürlich musst Du nicht antworten, aber Sorgen muss man sich eigentlich erst, wenn immer die gleiche Stelle am Kopf betroffen ist oder wenn man am gesamten Haupt über 100 Haare pro Tag verliert.

also Haarausfall hat man wie du du sagst ja immer, aber in meinem Fall sind es tatsächlich wesentlich mehr als hundert (ich zähle natürlich nicht nach und auch Haarefärben, Pille etc. hab ich berücksichtigt) ich weiß auch das der Zeitpunkt des Auftretens gleichzeitig der Beginn der Einnahme ist.... ich will den Hersteller auch nicht verklagen, wozu auch aber das hat der Arzt mir gesagt...

@Alex1287

Hm. Wenn Dein Arzt Deine Bedenken nicht ernst nimmt (eigentlich ist er nämlich verpflichtet, die Herstellerfirma auf die Möglichkeit hinzuweisen, dass zusätzlich zu den bisher bekannten Nebenwirkungen nun auch ein Fall von Haarausfall bekannt geworden ist) und Dir kein anderes Medikament geben möchte, solltest Du vielleicht den Arzt wechseln.

Was möchtest Du wissen?