Gesundheit - Alternativ - Wer hat Erfahrungen mit "redata"?

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Hallo nimue15,

Es kommt gar nicht so sehr darauf an, welches Gerät (Redater) man benutzt, wenn das zugrundeliegende Prinzip (Biophotonen) schon nicht das hält, was man darüber versprochen bekommt.

Stellen wir also zunächst einmal die Frage: Was sind "Biophotonen"?

Photonen ist ein Begriff aus der Physik. Licht kann Energie nicht in beliebigen Beträgen übertragen, sondern nur "paketweise". Diese Lichtteilchen nennen Physiker "Photonen". Sie spielen in der Physik immer da eine Rolle, wo das Licht seinen Teilchencharakter zeigt. Photonen gibt es also. Sind jetzt "Biophotonen" was Besonderes?

Nein. Es ist nur ein hochtrabender Name. Es handelt sich um ganz normale Photonen.

Beschrieben wurden sie erstmals vom russischen Biologen Alexander Gurwitsch nach Experimenten mit keimenden Zwiebeln. Normalerweise wird das Phänomen aber anders bezeichnet, nämlich "ultraschwache Photonenemission".

Es handelt sich wohl um eine aus allen lebenden Zellen kommende sehr, sehr schwache Strahlung. Um das zu verdeutlichen: Die bisher beobachteten Strahlungen lagen bei 1 bis 1000 Photonen/cm². Das klingt jetzt erst mal nach viel, aber nur bis das in Leistung umrechnet: 10^-18 Watt. Das sind also 19 Größenordnungen unter einer normalen Glühbirne. Und so ein cm² enthält ja auch schon sehr viele Zellen. Die Werte bedeuten etwa eine - in Zahlen 1 - Photonenaussendung pro Zelle und Monat.

Kurz: Da tut sich nicht viel. In unseren Zellen laufen ständig alle möglichen biochemischen Prozesse ab. Bei einigen wird dabei Energie frei. Es ist also nicht wirklich erstaunlich, dass dabei auch ab und an ein Lichtquant erzeugt wird.

So weit - so seriös. Jetzt wird es spekulativ: In der Esoterik wird diese schwache Emission von Photonen nun als "Biophotonen" bezeichnet. Sie sollen ein Mittel der Zellen sein, miteinander zu kommunizieren. Die Strahlung soll "kohärent" sein. Das ist eigentlich ein Begriff aus der Quantenphysik und bedeutet, dass Licht in einer Art Gleichtakt schwingt.

Wie ein Photon mit dem nächsten, das einen Monat später ausgesendet wird, im gleichen Takt sein soll, das hat allerdings noch nir ein Alternativmediziner erklärt...

Kurz: Die Biophotonen sind weder kohärent, noch von irgendeiner nachgewiesenen medizinischen Bedeutung. - Wie gesagt: egal mit welchem Gerät. Es leuchtet ja auch wirklich nicht ein, wieso Zellen, denen alle möglichen chemischen Botenstoffe zur Verfügung stehen, ausgerechnet über dermaßen selten ausgesendete Photonen miteinander kommunizieren sollen: Steht da eine Lichtquelle daneben, geht das einzelne "Biophoton" aus der Nachbarzelle im Rauschen seiner Billiarden absolut gleichartigen "Kollegen" schlicht unter.

Es gibt keine klinischen Studien, die einen Nachweis einer Wirksamkeit in Bezug auf die Gesundheit erbringen.

Das Konzept ist eben schon nicht wissenschaftlich begründet, da hinter der Behauptung, die Strahlung könne irgendwas im Körper bewirken, keinerlei Beleg steht.

Eher geht das Konzept auf die esoterische Strömung des "Vitalismus", einer angenommenen Lebenskraft zurück, die nun mit den Biophotonengeräten einen scheinwissenschaftlichen Anstrich kriegt.

"Selbstheilungskräfte" brauchen nicht extra angeregt zu werden. Dein Körper besitzt sie von allein. Am besten heilt sich der Körper, wenn Du ausreichend schläfst, Dich gesund ernährst und viel an die frische Luft gehst. Das Geld für teure Biophotonenresonanzbehandlungen kann man sich sparen. Es gibt billigere Placebos.

Grüße

Liebe Ute,

ich danke dir zunächst ganz herzlich für die Mühe, die du dir gemacht hast. Du hast mir die physikalischen Hintergründe so umfassend und eingängig vermittelt, dass ich die Zusammenhänge und Wirkungsweisen nun gut verstehen kann. Ich komme gerade von einem Vortrag, den der Entwickler/Erfinder von Redata über seine Geräte gehalten hat. Ich war dort mit 2 befreundeten Ärzten. Auch, wenn - nach deren Aussage - einige Details dieses sehr eingängigen Vortrages wissenschaftlich/medizinisch nicht ganz korrekt waren, so fand ich die Demonstration der Wirkungsweise an 4 freiwilligen Leidgeplagten doch sehr erstaunlich. Ich muss dazu sagen, wir wohnen hier auf dem Dorf, wo so ziemlich jeder jeden kennt - also ist es sicher, dass die Probanden kein Fake waren.

Sämtliche 4 Probanden mit den unterschiedlichsten - oft sehr starken Beschwerden stellten kurz nach Auflage der Plättchen eine Verringerung ihrer Schmerzen und Einschränkungen fest. Nach 30 Min. waren bei 2 Probanden die Beschwerden ganz verschwunden, bei den anderen beiden auf ein erträgliches Maß geschrumpft.

Bei mir selbst waren die Plättchen gestern bei meinem Krankengymnasten aufgelegt worden - für 10 Minuten. Ich merkte anfangs einen deutlich verbesserten Energiefluss und eine Verringerung der Schmerzen - abends kamen die Beschwerden aber doppelt so stark wieder.

Mein nächster Termin ist am Freitag. Ich bin sehr neugierig, wie sich die ganze Sache entwickelt. Der Therapeut selbst wendet die Plättchen seit 4 Jahren an und sagt, er hat damit seine Rückenbeschwerden (Scheuermann) und diverse Wehwehchen völlig weg bekommen.

Wenn du magst, berichte ich dir über meine weiteren Erfahrungen. Ich bin unterm Strich der Meinung, dass wir heute - selbst mit unseren bereits sehr ausgereiften wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden - immer noch nicht in der Lage sind, alle Fragen wissenschaftlich zu klären. Ich bin offen für alternative Möglichkeiten, stelle sie aber intensiv auf den Prüfstand. Deshalb auch meine Frage hier im Forum.

Nochmal besten Dank für alles

Nimue

@nimue15

Nimue,

erst einmal vielen Dank für das Sternchen. Ich freue mich, gerade, wenn Dur mir nicht so ganz glaubst.

=)

Musst Du ja auch nicht. Gerade bei Schmerzen können Placeboeffekte spürbare Linderung bringen.

Entgegen dem, was der Volksmund sagt, beruhen Placeboeffekte weder auf "Einbildung", noch sind Placebos wirkungslos. Umsonst, wenn es keine messbaren Effekte geben würde, würde man sich in medizinischen Studien ja schließlich nicht die Mühe machen, alles gegen Placebo zu testen. Das ist ein enormer Aufwand, der auch ordentlich Kosten verursacht. Und da muss man realistisch sein: Wenn es nicht unbedingt nötig wäre, so zu testen, würde es nicht gemacht werden. Allein die vielen Kosten sind also ein Argument dafür, dass tausende von Patienten in den Placebogruppen spürbare Besserungen erlebten.

Die von Dir angewendete Methode ist nach bestem Wissen ein Placebo. Das heißt aber nicht, dass Du Dich nicht kurzfristig besser fühlen kannst. Im Gegenteil.

Schau Dir mal hier in diesem Video die Minuten 21:25 - 27:36 an, in denen es um den Placeboeffekt geht:

https://www.youtube.com/watch?v=jxk9bxrKwmA

Placebos sind eine spannende Sache. Und wo sie helfen können - und eine notwendige Therapie nicht unterbleibt, können sie durchaus Sinn machen.

Problematisch wird es dann, wenn man das Kind nicht mehr beim Namen nennen darf.

Natürlich sind wir nicht in der Lage "alle Fragen wissenschaftlich zu klären". Weder hat die Wissenschaft diesen Anspruch, noch wäre dieser Punkt je zu erreichen. Wissenschaft ist per definitionem die Erklärung von noch nicht Erklärtem. Wissenschaft müssten wir also abschaffen, wenn wir bereits für alles eine Erklärung hätten.

Das heißt aber nicht, dass man konkrete Fragen nicht sehr wohl beantworten kann. Und das heißt nicht, dass man konkrete Behauptungen nicht doch überprüfen kann. Und das mit den Biophotonen macht weder Sinn - siehe Antwort - noch gibt es Studien, die irgendwelche Effekte über Placebo hinaus nachweisen würden.

Das kümmert Vertreiber der entsprechenden Geräte aber wenig. Gerade hier sollte man aber bedenken, dass Messbarkeit eines Effektes eigentlich eine ganz wesentliche Grundvoraussetzung für den Bau eines Gerätes ist, das den Effekt ausnutzen kann: Denn man muss ja optimieren können, Know-How haben, wie man das Gerät bauen muss. Dieses essentiell notwendige Wissen fehlt hier bei den Biophotonen.

Du kannst versuchen, Dir von Placebos helfen zu lassen. Du kannst aber unter Umständen billiger ein anderes Wellnessprogramm bekommen, das weniger pseudowissenschaftlich daher kommt, die Lebensgeister aber ebenso wecken kann. In jedem Falle solltest Du das Verfahren nicht überschätzen und gar echte Therapien vernachlässigen, ok?

Viele Grüße und gute Besserung.

@uteausmuenchen
Problematisch wird es dann, wenn man das Kind [Anmerkung von Martin Kiechle: den Placebo] nicht mehr beim Namen nennen darf.

Hier beist sich die Katze etwas in den Schwanz. Du sagst ja selbst, dass Placebos vielen Menschen helfen, und daher auch eine Berechtigung haben, solange keine notwendige Therapien verpasst werden. Aber wenn das Kind (der Placebo) beim Namen genannt wird, wirkt er eben nicht mehr.

Es ist ja genau die Wirkungsweise des Placebos, dass der Probant der festen Überzeugung ist, eine wirksame Anwendung / Medizin bekommen zu haben. Nur dann wirken Placebos. Wenn Du jemandem sagst, dass er nur Zuckerpillen gegen seine Krankheit bekommt, werden diese bei dem Betreffenden auch keine Placebowirkung entfalten.

Im Gegenteil: Man kann sogar wirksame Medizin verabreichen und dem Patient sagen, dass es nur ein unwirksames Imitat aus Zucker ist, und die Medizin kann u.U. weniger bis gar nicht mehr wirken. Das fällt dann fast schon unter den "Nocebo-Effekt", nur dass beim Nocebo nicht nur keine Wirkung, sondern sogar eine negative Wirkung erzielt wird.

Darum ist es also gar nicht so toll das Kind beim Namen zu nennen, wenn es um die Placebo-Wirkung geht, bzw. diese beabsichtigt ist.

Grüße, Martin

@Mannimanaste

Hallo Mannimanaste,

sorry, den Kommentar habe ich gerade erst gesehen.

Dazu 2 Sachen.

Aber wenn das Kind (der Placebo) beim Namen genannt wird, wirkt er eben nicht mehr.

Jein. Es gibt tatsächlich Studien, die belegen, wenn man dem Patienten gleichzeitig sagt, dass ihm das helfen wird, dann tut es das auch. Die älteste dazu ist aus dem Jahr 1965 von Dean et. al. Dean und seine Kollegen gaben ihren Patienten Placebos mit dem expliziten Hinweis: "Das sind Zuckerpillen. Sie haben zwar keine gezielte Wirkung, doch haben wir mehrfach beobachtet, dass Patienten in Ihrer Situation damit gute Erfahrungen machen. Wir sind daher überzeugt, dass Sie auch gute Erfahrungen damit machen werden; wollen Sie diese Zuckerpillen einmal versuchen?" Etwa 3/4 der Patienten berichteten über deutliche Besserungen.

Das liegt daran, dass der Placeboeffekt eben nicht über bewusste Anteile allein funktioniert, sondern auch über unbewusste, tiefenpsychologische wie die Konditionierung. Das Vertrauen in den Therapeuten konditioniert uns über das verordnete Mittel, selbst wenn wir wissen, dass es sich um ein Placebo handelt.

Ähnliche Untersuchungen sind z.B. hier beschrieben:

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/medikamente/news/placebos-wirkungsvoll-wider-besseres-wissen_aid_584050.html

Richtig ist aber, dass die gemessenen Placeboeffekte kleiner sind, als wenn man denkt, ein wirksames Mittel in der Hand zu halten.

2) Einem Therapeut stehen immer auch harmlose Mittel aus dem "Wellness"-Bereich zur Verfügung: Will er ein Placebo anwenden, dann hat er dazu die Möglichkeit ohne pseudowissenschaftlichen Unsinn zu verbreiten.

Man sollte deshalb die Diskussion, ob unter gewissen Umständen ein Placeboeinsatz sinnvoll sein kann, entkoppeln von der Diskussion, ob man pseudowissenschaftliche Verfahren als das bezeichnen sollte, was sie sind: Placebos. Was das Gesundheitswesen sicher nicht braucht, ist, mit Esoterik oder pseudowissenschaftlichen Unsinn überzogen zu werden.

Grüße

Wenn du deine Selbstheilungskräfte anregen willst, iss abwechslungsreich und ausgewogen, bewege dich täglich mindestens eine halbe Stunde an der frischen Luft, rauche nicht und nimm keine Drogen. Dann hast du schon alles Notwendige getan.

Ich habe eine kurze aber sehr positive Erfahrung.Meine Bekannte hat mir die redater aufgeklebt(sie ist auch geschulte Terapeutin).Ich hab anfangs gelacht über dieses hokus-pokus abra kadabra ...Aber sehr schnell habe ich gespürt wie es arbeitet.Und mit Magie hat es nichts zu tun.Mein Rücken hat noch drei Tage lang sich geradegebogen, mit lautem knacken natürlich.Nach zwei Behandlungen sind meine Rückenschmerzen fast ganz verschwunden.

Und zum Plazebo- Bei kleinen Kindern kanns doch nicht wirken? Oder....Ein zweijähriges Mädchen ist zum Beispiel bestimmt noch nicht soweit dass sie sich Genesung reinreden kann.Aber ich hab mit eigenen Augen gesehen wie es bei dem Kind wirkt.

Kauf dir bloß keine billige Kopie.Das Original ist Patent geschützt und einzig wahr.

Ich mach keine Werbung-Ich hab nichts davon. Ich bin einfach davon begeistert .

Angeblich wirkt es auch bei Tieren.Da ist von Plazebo also wirklich keine Rede.

Zum Thema Wissenschaft...Es wird immer wieder was neues entdeckt.Vielleich lernen Kinder in50 Jahren in der Schule, das diese winzig kleine Strahlung enorme Bedeutung für unsere Gesundheit hat...

Ich weiß von vielen Anwendern, dass die "Redater" von David Overbeck zwar nicht entwickelt, aber sehr gut verkauft werden.

Eine spezielle "Besundung" mit "Informierungs-Geräten" ist laut David Overbeck nicht nötig, da diese Informationsfülle die Zellen überlasten würde.

Kunden, die "vital-scheiben" verwenden sprechen von einem noch besseren Therapieerfolg, aufgrund der höheren Spiegelwirkung, bei deutlich günstigeren Preisen.

Schaut einfach mal selbst unter www.vital-scheiben.de nach. Da gibt es auch verschieden Größen für die verschiedensten Anwendungen.

 - (Gesundheit, Selbstheilungskräfte, redata)

Da kann man ja auch gleich Schüssler Salz benutzen (Nützt rein garnichts und ist Geldmacherei). Wenn du krank bist geh zum Arzt - der hat eine Ausbildung.

Hast du es ausprobiert - oder ist das deine generelle Meinung zu alternativ-Therapien?

@nimue15

Kuck dir mal die Leute an die diese Alternativ Therapien anbieten, erfinden. Ist irgendeiner davon ein Arzt? Nein. Falls du es nicht wusstest: Der eine Impfgegner (Arzt) der ein riesen Essay drüber veröffentlich hat hockt jetzt im Knast - warum? Weil er falsche Daten, Angaben usw. gemacht hat - die leute in Risiko bringen (die armen Kinder die an Masern oder sonstigem Schrott erkranken weil Impfungen ja soooo schlimm sind).

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