Fehlgeburt nach Windei/Molenschwangerschaft - wer hat Erfahrungen damit?

11 Antworten

Hallo frijola! Ich bekam vor 2 Wochen die Diagnose Molenschwangerschaft und meine Welt brach zusammen. Bin jetzt 8+6 ssw. Ich habe mit meiner FÄ gesprochen und gefragt ob ich auf einen natürlichen Abgang (stille Geburt) warten kann. Sie gab mir erst einmal 2 Wochen, danach soll ich mich wieder vorstellen. Es ist durch die immer noch vorhandenen Schwangerschaftsanzeichen seelisch sehr schwehr für mich, trotzdem möchte ich lieber warten, als mein Kind aus mir schaben zu lassen. Ich wünsch Dir viel Kraft und das Du alles gut überstehst.

Oh, wie schön, dass Du Dich noch meldest! Ich habe morgen einen Termin mit meiner Hebamme (mit der ich normalerweise im November mit der Vorsorge begonnen hätte), um mit ihr über mögliche Alternativen zu einer Ausschabung zu sprechen. Sie hat mir schon am Telefon erstmal die Ruhe zurückgeben können, und ich konnte mich übers Wochenende mit dem Gedanken vertraut machen, dass ich mich verabschieden muss von den Glücksgefühlen und frohen Aussichten der letzten Wochen. Wenn es irgendwie geht, würde ich auch eine stille Geburt bevorzugen, kann mich einfach nicht anfreunden mit dem Gedanken an diesen Eingriff, zu dem meine Ärztin im Moment rät. Weisst Du, ob zwischen verschiedenen Arten von Molen unterschieden wird? Bei mir ist tatsächlich sehr viel Gewebewachstum in der Gebärmutter und ein Hcg-Wert noch über 70.000. Deshalb meinte die FÄ, es gäbe wenig Hoffnung auf einen Spontanabort. Vielen Dank für eine Antwort. Frijola

Hallo,ich hatte dieses Jahr leider auch meine 2.Fehlgeburt.Beim zweiten mal war es auch eine leere Fruchthöhle in der 8.Woche.Meine FÄ meinte,wir sollen noch eine Woche warten,obvielleicht noch was wächst.Ich wußte sofort,daß da nichts mehr wächst und bekam eine Woche später nur die Bestätigung von ihr.Zwei Tage später war die Ausschabung.war für mich nicht schlimm.Nur ärgere ich mich über meine FÄ,weil sie meinte,wir sollen es ein drittes mal versuchen,wenn es dann nicht klappt untersucht man,woran es liegen könnte.Da eine Fehlgeburt allerdings kein tolles Ereignis ist,das man ein drittes mal erleben möchte,lasse ich nun meinen Hormonhaushalt untersuchen-die Antikörper(bin rhesus negativ)habe ich auch erst nach der zweite Fehlgeburt bekommen und so fühle ich mich ziemlich auf mich allein gestellt und nehme das jetzt auch selbst in die Hand,weil mich meine FÄ so abspeist, von wegen,sei alles normal und wir sollen nicht verkrampfen.Wenn es wirklich nur an einem zuviel oder zuwenig an Hormonen liegen würde,hätte man sich das zweite mal sparen können.Wir hatten uns sehr gefreut

Liebe Alkaline, danke auch für Deinen Bericht, es ist gut zu hören, das es da draussen viele Frauen mit ähnlichen Erfahrungen gibt. Warst Du denn schon einmal "normal" schwanger, oder ware das das erste Mal? Es ist schade, dass Du zu Deiner FÄ kein gutes Vertrauensverhältnis (mehr) hast, das wäre natürlich eine Erleichterung. Vielleicht ist ja aber nochmal ein offenes Gespräch möglich, in dem Du Deine Sorgen schilderst, und Deine Bedenken, ob Sie Verständnis dafür hat. Wenn sie darauf nicht eingeht, dann würde ich tatsächlich woanders hingehen. Ich bin seit längerem nur noch in der Uniklinik zur Behandlung meiner Blasenmole, die nach 2 Ausschabungen immer noch nicht weg ist, sich leider als invasiv herausgestellt hat, und nun seit 6 Wochen mit Chemo beschossen wird. Da wünsche ich mir manchmal den wärmenden Beistand meiner FÄ oder der Hebammen, denn der Krankenhausbetrieb ist schon um Einiges kälter und bürokratischer. Alles Gute Dir und Euch! frijola

Leider kann ich dir zu der Diagnose nicht sehr weiter helfen. Allerdings hatte ich selbst eine Ausschabung, zwar aus anderem Grund, allerdings kann ich dir Hoffnung machen, denn ich bin ein Jahr später schwanger geworden. Vertraue deinem Frauenarzt. Zur Sicherheit hole dir eventuell noch eine 2.Meinung dazu ein. In Uni-Kliniken gibt es sogenannte Kinderwunschsprechstunden. Die Fachärzte dort können dir bestimmt auch weiter helfen. Ich drücke dir die Daumen und wünsche dir das sich alles zum Guten wendet.

danke auch Dir, dwarf!

Ich habe leider keine Erfahrung damit, aber ich möchte dir mein herzliches Beileid aussprechen. Ich wünsche mir für euch, das sich euer Kinderwunsch recht bald erfüllt. Alles liebe

Danke Bina, ich hab ja aus der Ferne schon von Dir gehört (im Forum etc.), freue mich sehr über Deinen Trost und wünsche Dir und Euch alles Gute!

Hallo Frijola! Erstmal tut es mir sehr leid für Euch, dass ihr eine solche Diagnose bekommen habt. Uns ist vor knapp drei Wochen das gleiche passiert. Zu dem Zeitpunkt war ich erst bei 6+1 und hatte schon eine Woche Hoffen und Bangen hinter mir, weil die Ärztin bei 5+1 nichts beim Ultraschall erkennen konnte. Sie hatte dann meine Schwangerschaft rückdatiert, weil wohl alles kleiner aussah als es sollte. Dann kam aber leider doch vor drei Wochen die Gewissheit. Ich ging mit Blutungen ins Krankenhaus und die Ärztin mutmaßte, dass es sich um ein Windei handeln könnte. Es ist dann auch alles ohne Ausschabung abgegangen. Erst gestern habe ich mich informiert, wann man theoretisch wieder schwanger werden kann. Eigentlich direkt im ersten Zyklus nach der Fehlgeburt. Viele Ärzte raten wohl eine 3-monatige Pause an, damit sich der Körper erholen kann, andere sagen, dass der Körper entscheidet, wann er wieder für eine Schwangerschaft bereit ist. Natürlich darf man auch die psychische Belastung nicht unterschätzen, aber das weiß sicher jede selbst ,wann sie wieder bereit ist. Ich selber bin schon wieder frohen Mutes, da die Wiederholungschance einer Molenschwangerschaft sehr gering ist! Ich wünsche Euch viel Glück, dass es bald wieder klappt!

Hallo jayc83, erstmal mein herzliches Beileid auch für Euch! Ich freue mich für Dich, dass Dein Körper das von alleine so gut geschafft hat, ich warte noch... Von den unterschiedlichen Ansichten zum richtigen Zeitpunkt einer erneuten Schwangerschaft habe ich auch gelesen. Ich denke, man sollte sich einfach keinen Stress damit machen. Es ist halt etwas anderes, wenn man sich schon eine Weile gefreut hatte über ein entstehendes Kind. Das muss man (vor allem wir Frauen müssen das) erstmal verarbeiten. Wenn man einfach ohne Vorwarnung und ohne Wissen um die Schwangerschaft eine stärkere Blutung hat, dann mag man sich vielleicht schneller wieder denken: na denn mal auf ein Neues! Aber ich finde Deinen Optimismus bewundernswert und ich hoffe, dass ich auch so schnell wieder nach vorne blicken kann. Euch auch viel Glück!

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