Was passiert beim "einrenken"?

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4 Antworten

Ich war auch beim einrenken. Die Wirbel sind umgangssprachlich ausgerenkt. Die Wirbel sind etwas verdreht und nicht in der richtigen Lage.Das was man so im Allgemeinen als ausgerenkten Wirbel bezeichnet, ist eben alles Andere als ausgerenkt. Das Wirbelgelenk ist blockiert. Das heißt, es ist akut unbeweglich, wie eine klemmende Schublade. Die Schublade bietet sich als Vergleich an, da die Ursachen für eine klemmende Schublade oder einen blockierten Wirbel ähnlich sind. Wer beim Kauf eines Schrankes feststellen möchte, ob dieser handwerklich gut gemacht ist, öffnet eine Schublade des selben und drückt sie an einer Seite mit dem Daumen wieder zu. Wenn die Schublade dann verklemmt, ( blockiert ) stimmen Distanz und Haftung der Schubladenführung nicht. Das heißt, sie sitzt zu eng oder zu locker in der Führung .

Ähnlich ist das mit den Gelenken der Wirbelsäule. Ist die Muskulatur zu verspannt, erhöht das die Reibung im Gelenk, und die Gefahr, das bei einer unkoordinierten Bewegung das Gelenk blockiert ist recht groß. Oder wenn die Bänder der Wirbelsäule durch schlechte Haltung, Überlastung oder Veranlagung zu locker sind. Auch diese Gelenke neigen zu Blockierungen, wie eine Schublade, die zu viel Spiel hat. Der in Manueller Therapie ausgebildete Arzt oder Physiotherapeut macht diesen Wirbel dann wieder beweglich. Dazu hat dieser spezielle manuelle Untersuchung- und Behandlungstechniken erlernt. Um mit einem schnellen Knacks oder einer langsameren Mobilisation wieder Bewegung in das Gelenk zu bekommen.

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Beim Einrenken wird erst einmal das eigene Vertrauen in den Therapeuten strapaziert. Ein erfahrener Chiropraktiker wirds aber schon richten.

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Daran erkennst Du einen guten Orthopäden. Er setzt Dich erst mal gerade hin und tut Dir gut. Es sind oft nur einfache Dinge,aber hilft hervorragend,gegen z.B.Lümmelgewohnheiten. Und andere Behinderungen.

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Bei sogenannten Einrenken handelt es sich tatsächlich um ein kurzzeitiges Ausrenken der Wirbelgelenke. Diese Prozedur ist gefährlich - Todesfälle wurden schon mehrfach dokumentiert - und darf niemals ohne vorherige bildgebende Diagnostik durchgeführt werden. Außerdem sollte man darauf achten, dass diese Maßnahme nur von einem ausgebildeten Physiotherapeuten oder einem Orthopäden durchgeführt wird. "Chiropraktiker" darf sich jeder nennen, eine Ausbildung muss nicht nachgewiesen werden. Daher wird dieser Begriff gerne von Heilpraktikern gebraucht. Die haben jedoch nicht im Entferntesten die Qualifikation, um diese Maßnahme durchzuführen.

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