Was ist das für ein wandernder Schmerz im Bein?

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2 Antworten

Hallo,

ich geh mal davon aus, dass es nichts mit der Venengeschichte zu tun hat.

Wir alle werden unabänderlich älter, sicher nichts Neues für Dich. Doch älter werden bedeutet, dass alle möglichen Funktionen des Körpers nachlassen, schwächer werden und irgendwann mal ganz aufhören. Ist ja auch gut so, denn wer will schon gerne eines Tages bei bester Gesundheit und in voller Lebenskraft sterben? Genau, - niemand !

Zu Deinem Problem: Ich vermute mal, dass sich da eine Bindegewebeschwächung bemerkbar macht. Die "wandernden" Beschwerden dürften dann die Folge der Kompensationsversuche des Zentralenen Nervensystems (ZNS) sein. 

Das bedeutet, wenn z. B. die Fußmuskulatur partiell schwächer wird, dann sind die Halt gebenden Bänder stärker gefordert. Das überlastet, je nach Fuß-/Beinbelastung dann gerne mal ein Band, es wird überspannt, dann überdehnt, das löst Schmerz aus. Das ZNS (Zentrale Nervensystem) steuert nun die Muskeln so um, dass dieses Band weniger belastet wird. Das heisst aber nun für ein anderes Band, und einen anderen Muskel, das sie stärker belastet werden. Nun ist aber dieser andere Muskel und das andere Band bald  überlastet und löst seinerseits Schmerz aus. Anderes Band = andere Stelle, dito bei den Muskeln. Nun switscht das ZNS erneut um und sucht eine Lösung des Schmerzproblems, d.h. der Schmerz wandert wieder an eine andere Stelle, usw., usw.. Dies ganze Geschehen nennt man Schmerzkompensation, zumindest ist es der Versuch dazu.

Versuch zur Besserung:

 Training der Fuß- und Beinmuskeln durch Hackenlauf, Zehenspitzenlauf, Gehen auf den Fußkanten innen/außen, kräftiges li/re. Rotieren des frei baumelnden Fußes, Greifübungen des Fußes nach Tuch und Stift, Seilchenhüpfen u.a. mehr. 

Dieses Training aber bitte nicht nur einmal machen und denken, na also, geht doch, und dann wieder sein lassen. Das muss 2x tgl. und das dann wochenlang trainiert werden, nur dann wird die Muskulatur auch wirklich kräftiger.

Zusätzlich solltest Du mal beim Orthopäden vorstellig werden. Er kann mal schaun ob Einlagen Sinn machen, er kann den Rücken checken, zusätzlich kann er Dir eine Verordnung für Physiotherapie am Fuß oder Rücken geben. Der Kollege wird den Fuß oder Rücken dann mal kräftig "durchknautschen" und Dir Hausaufgaben mitgeben (so würd ich´s machen). LG


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Das können Einengungen der Gefäße oder Nerven sein, Verklebungen der Faszien, Durchblutungsstörungen.

Venenentzündungen gehen oft mit Schweregefühlen einher, manchmal auch mit Schwellungen, daher würde ich sie eher ausschließen.

Nerven äußern sich in Kribbeln und Taubheitsgefühlen.

Ich würde dir empfehlen dir mal eine Faszienrolle zuzulegen, das sind harte Schaumstoffrollen und dann regelmäßig, am besten täglich Füße, Waden, Oberschenkel zu rollen, von vorn, hinten und seitlich.

Faszien verbinden das Bindegewebe mit Muskeln und Sehnen und können verkleben und dann solche Schmerzen auslösen.

Mir hat so eine Rolle sehr gut geholfen, obwohl es einfacher aussieht, als es ist. Ich habe sie mein kleines Foltergerät getauft.

Geh mal die Sache an, vielleicht hilft es auch dir. Schaden wird es bestimmt nicht, wenn du nicht übertreibst, immer nur 10-20 mal über eine Stelle rollen, wenn es beschwerlich ist, kann es auch weniger sein.

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