Wieso können in pflanzliche Gewebe auch tote Zellen eine Funktion übernehmen und in tierische Geweben ist das mit einigen Ausnahmen nicht möglich?

3 Antworten

wie chog77 finde ich auch, dass haar, fell, krallen, hufe etc. nicht die ausnahme darstellen.

aber ich glaube, ich weiß, was du meinst- im vergleich zu pflanzen machen diese teile bei tieren immer sehr wenig Anteil am gesamten lebenwesen aus.

überleg mal, wenn es anders wäre- das Tier könnte sich nicht mehr bewegen, wenn es ganz verhornt wäre. ich denke, die antwort ist: die Bewegungsfähigkeit macht es unmöglich, dass Tiere im gleichen ausmaß wie pflanzen verhornen/ "verholzen" bzw. wer sich bewegen will, darf nicht verhornen.

Hallo sunshine!

Das liegt eigentlich an einer Ungenauigkeit der Definition von "Zelle". Denn die Zellwand der Pflanzenzelle gehört streng genommen nicht mehr zur Zelle, im allgemeinen Sprachgebrauch aber schon.

Diese Zellwände, nicht die toten Zellen selbst, übernehmen Leitungs- und Festigungsfunktionen.

Tierische Zellen haben keine solchen Zellwände, können aber trotzdem Stützgewebe aller Art bilden, außerhalb der Zellen. Wie Bänder, Sehnen, Krorpel, Knochen, Bindegewebe etc.

Der Unterschied ist, dass meist lebende Zellen erhalten bleiben, die Auf-, Ab- und Aufbauarbeiten leisten. Das könnte auch damit zusammenhängen, dass Tiere wachsen, insgesamt.  Pflanzen wachsen nur durch Anbau neuer Teile, die einmal ausgebildeten wachsen nicht mehr. Außerdem ist bei Tieren Wundheilung wichter, wo teils massiv umgebaut wird. Ein apper Ast bei einem Baum ist nicht so tragisch wie ein appes Bein bei einem Tier. Das sind natürlich nur Mutmaßungen.

Gruß, GyntHerr

Klar geht das auch bei tierischen Zellen: haben Haare, Fell, Krallen, Hufe, Zahnschmelz, Schnäbel für das entsprechende Lebewesen keine Funktion?

Genauso hat bei gibt es bei Pflanzen Zellen, die Verholzen können und welche nicht.

Entstehung der Krebskrankheiten auf zellulärer Ebene?

Ich muss diese Frage beantworten, und kam auf das: (kopiere es rein). Wollte fragen ob das stimmt, ob ich etwas vergessen habe oder ob ich damit total am Thema vorbei schweife :) vielen Dank für Antworten.. Bei der Vermehrung von Zellen muss der Träger der Erbinformation, die DNA, unbeschädigt sein und vollständig und fehlerfrei an die Tochterzellen weitergegeben werden. Die DNA kann durch verschiedene Faktoren beschädigt werden, z. B. von außen durch energiereiche Strahlung, Chemikalien oder aggressive Moleküle. Zellen besitzen einen Reparaturmechanismus, der kleinere Erbgutschäden beheben kann. Manchmal kann es jedoch vorkommen, dass diese Schädigungen bei der Zellteilung an die Tochterzellen weitergegeben werden. Eine dauerhafte Veränderung der DNA nennt man Mutation. Im Laufe ihres Lebens sammelt eine Zelle immer mehr Mutationen in ihrer DNA an. Diese Veränderungen führen dazu, dass Informationen verloren gehen oder abgewandelt werden. Wenn dabei diejenigen Abschnitte der Erbsubstanz betroffen sind, die das Wachstum und die Teilung der Zelle regulieren, kann Krebs entstehen. Zwei Familien von Genen spielen für die Krebsentstehung eine wesentliche Rolle: • Krebvorläufer-Gene (Proto-Onkogene) bzw. Krebsgene (Onkogene) • Tumorunterdrückende Gene (Tumorsupressor-Gene) Diese beiden Gen-Gruppen steuern die Zellvermehrung im menschlichen Organismus und sind für einen Großteil der unkontrollierten Zellvermehrung in Tumoren verantwortlich. Da die Wahrscheinlichkeit von Mutationen in diesen Genen mit der Zeit immer mehr zunimmt, steigt auch das Krebsrisiko mit zunehmendem Lebensalter. Von Mensch zu Mensch können unterschiedliche Kombinationen von Genveränderungen auftreten, die den einzelnen Krebszellen ganz spezielle Eigenschaften und Fähigkeiten verleihen. Da Krebszellen so unterschiedlich sein können, gibt es eine Reihe unterschiedlicher Behandlungsmethoden, um Krebs zu behandeln. Ein Tumor entsteht, wenn sich körpereigene Zellen eigenständig, fortschreitend und überschießend teilen. Krebszellen dringen in umliegendes Gewebe ein, sie zerstören und verdrängen es dabei. Und sie können Absiedelungen in anderen Geweben und Organen bilden, sogenannte Metastasen. Früher ging man davon aus, dass Krebs prinzipiell in drei Stufen entsteht: Risikofaktor-Schädigung am Erbmaterial -Krebsentstehung. Heute weiß man, dass der Ablauf komplexer ist. - Neben äußeren Risikofaktoren spielt die genetische Grundausstattung jedes einzelnen Menschen eine Rolle. Unterschiede führen auch zu einer von Mensch zu Mensch unterschiedlich hohen Anfälligkeit gegenüber Störungen der Zellteilung. - Bei Zellteilungen und vielen anderen an Wachstum und Regeneration beteiligten Vorgängen kann es zu Fehlern in der Erbinformation kommen, ohne dass erkennbare äußere Risikofaktoren einwirken. Die "genetische Instabilität" ist ein Konzept, das auf diesen Beobachtungen aufbaut. Je instabiler eine Zelle wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie zur Tumorzelle wird.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?