Wie stark korrelieren Noten und Intelligenz?

8 Antworten

Als Ergänzung zu den bisherigen Antworten: Intelligenz korreliert mit den von den Lehrern vergebenen Schulnoten, in vielen Studien am höchsten mit der Mathe-Note. Noch höher korreliert die Intelligenz mit objektiven Schulleistungstests, denn hier entfallen die Anteile, die auf Sympathie etc. zurückgehen. Die Korrelation sinkt, wenn es sich um schulische Inhalte handelt, die auf früher Gelerntem aufbauen. Ist logisch, denn bestimmte Inhalte lassen sich nicht durch Nachdenken ermitteln, man muss sie einfach kennen. Andererseits: Je höher die Neuigkeitskomponente eines Stoffes, desto höher korreliert die Note mit der Intelligenz.

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Intelligenz heißt nicht, dass man sie auch nutzen kann. Die Frage ist, ob du was mit deiner Intelligenz anfangen kannst... Viel größer ist wohl der zusammenhagn zwischen Lehrern, Schülern und Noten...

Die Super-Intelligenten werden bestimmt ein gutes Abitur machen, weil sie, selbst bei schludrigem Schulverhalten, alles mit 'links' machen. Bei den übrigen Intelligenten hängt es mindestens zu 50% vom Umfeld ab: Wie stehen Eltern und Lehrer hinter den Leistungen der Kinder, sind diese auf der richtigen Schule, werden sie durch faule Mitschüler beeinflusst, etc..

Eben nicht immer, ich kenne auch jemanden der mit hoher Intelligenz überhaupt keinen Abschluss gemacht hat!

@engelhaar

Da hast du recht. Stichwort underarchivment

Ich glaube viele sehr intellegente Kinder interessiert die Schule einfach nicht. Dann passen sie auch nicht auf oder stellen "Verknüpfungen" zum eigenen Gehirn einfach nicht her, weil sie andere Dinge viel besser finden in der Zeit. Also haben Schulnoten für mich nur zu einem Teil mit Intelligenz zu tun, der größere Teil ist Interesse und verstehen wollen.

die sogenannten hochbegabten langweilen sich, sind unterfordert, und produzieren unter umständen noten weit unter durchschnitt, mangels interesse. oft wissen sie selbst und auch ihre lehrer nicht, was dahinter steckt.

unser benotungssystem beruht ja darauf, dass mit hilfe dieser benotungen das können gemessen werden soll zum zwecke der "verwendung" der schulabgänger. es hat somit auch etwas mit rechtlichen gesichtspunkten zu tun. das zeigt sich am numerus clausus, das ist die zugangssperre zu manchen studienfächern bei nichterreichen von mindestnoten. damit haben vor jahrzehnten die mediziner angefangen. und das ist etwas höchst raffiniertes, da wird nämlich - soweit das eben mit noten meßbar ist - die geistige elite der nation verlockt, beruflich in eine bestimmte richtung zu gehen. und wenn man dann noch sieht, wie sehr heute das medizinstudium genormt ist von den denkweisen der chemischen und pharmazeutischen industrie, dann ist das quasi die garantie dafür, dass diese denkweisen in zukunft ganz festgefügt so bleiben, wie von dieser industrie gewünscht. das ist wie in vorgeschichtlicher zeit, als der stammes-medizinmann sich persönlich den geeigneten nachwuchs suchte, um seine denkweise ungestört weitergeben zu können...

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