Wer hat Erfahrungen mit einer Bypass-OP?

4 Antworten

Eine Bypass Operation ist mittlerweile standard. Oft dürfen die Patienten bereits nach wenigen Tagen wieder die Klinik verlassen. Sei froh, dass man den Bedarf rechtzeitig bemerkt hat, es kann leicht ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt daraus entstehen, wenn ein Gefäßfehler nicht rechtzeitig entdeckt wird. Gute Besserung für deinen Bruder.

mein vater hatte einen hinterwandherzinfakt fast immer tötlich er hatte gott sei dank glück bekam in der uni 3 baypässe die sagten zu mir eine rotinne op ist das ?? auf jedenfall gings ihm kurz nach der op einigermaßen besser und jetzt sogar ziemlich gut er muss zwar einige tabletten nehmen aber sonst ist er gott sei dank auf dem damm risiken gibts bei jeder op ! schau mal nach in welcher uni er op wird und was die für bewertungen haben alles gute von herzen

Jede OP birgt auch Risiken, aber eine Bypass-OP ist keine schwerwiegende Operation. Wenn die Ärzte das empfehlen musst du das auch machen, wenn dir dein leben noch etwas wert ist

Eine Bypass-Operation ist eine große Operation, wo der Brustkorb geöffnet wird und auch evtl. die Herz-Lungen-Maschine zum Einsatz kommt. Es kommt darauf an, wie viele Bypässe Dein Bruder braucht. Evtl. muss dann noch neben der Brustwandarterie Material aus dem Arm oder Bein genommen werden. Heute wird diese OP "routinemäßig" durchgeführt - ist allerdings trotzdem nicht zu unterschätzen. Mein Mann (heute 52) hatte diese OP vor 3,5 Jahren und ich war total in Sorge und angespannt. Aber im Nachhinein war es auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Die Langzeitergebnisse sind auf jeden Fall besser als mit Stents, gerade in dem Alter Deines Bruders. Nach dem Krankenhausaufenthalt geht es zur Reha, die auf jeden Fall gemacht werden sollte. Dort werden die Patienten wieder fitter gemacht und lernen, mit der Krankheit umzugehen. Denn es handelt sich um eine chronische Krankheit bei der koronaren Herzkrankheit! D.h., es muss eventuell auch am Lebensstil was geändert werden (nicht rauchen, gesunde Kost, Bewegung, Stressabbau!). Tabletten werden danach nötig sein. Mein Mann muss gegen hohe Cholesterinwerte ein Statin nehmen und einen Blutverdünner + Betablocker. Gleich nach der OP sind es mehr Tabletten, die aber reduziert werden in Absprache mit dem Arzt!
Wir rauchen nicht; essen recht gesund und bewegen uns (laufen, Rad fahren - alles im Ausdauerbereich) und genießen unser Leben viel mehr und bewußter als vorher. Es ist auch eine neue Chance und wir sind froh, diese bekommen zu haben. Zum Glück hatte mein Mann noch keinen Infarkt und sein Herz ist somit sehr gut (außer die Kranzgefäße...) Aber er wurde gut wieder "hergestellt". Nun geht es einmal jährlich zum Kardiologen zur Kontrolle und das ist auch wichtig. Gleich nach der OP und in der Reha war natürlich die Brustbein-Narbe zu merken. Dauert ca. 12 Wochen, bis der Knochen verheilt ist. Auch am Bein eine Narbe, die aber inzwischen gut verheilt ist. Die ersten Wochen ist er sicher eingeschränkt, aber es wird täglich besser. Alles Gute und Kopf hoch! Er hat gute Chancen, da er noch recht jung ist. Ein paar Tage nach der OP ging es auch mir viel besser. Ich habe vorher total mitgelitten, viel mehr als mein Mann selber!

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