Warum machen Ärzte wenig bis gar keine Hoffnung?

5 Antworten

Ärzte machen Hoffnung, aber keine falsche. Es ist fatal Angehörige eines lebensgefährlich Erkrankten mit Sprüchen wie "es wird schon wieder" u.ä. abzuspeisen. Eine positive Überraschung ist immer besser als eine negative. Was soll eigentlich die Aussage: Statt Leben zu retten wird sofort......"? Ärzte retten täglich tausendfach Leben.

von ner bekannten der bruder hatte kürzlich nen schweren autounfall, auto überschlagen, er nicht angegurtet, durch die frontscheibe geflogen. die ärzte gaben ihm keine 48 stunden. weil zu dem zeitpunkt einfach nicht klar war, wie es sich weiterentwickelt. er hatte massiven blutverlust, ne zerfetzte leber, mehrere komplizierte brüche, hirnblutungen, die am hinterkopf richtung rückenmark zusammen gelaufen sind. denke, da gibt ein weitsichtiger, erfahrener arzt erst mal nicht viel hoffnung, weil keiner vorhersehen kann, ob/wie ein patient das wegsteckt. er ist seit 3 wochen auf dem weg der genesung, welcher motorische/neurologische schaden bleibt, ist noch abzuwarten...

Ein Arzt soll eine realistische Einschätzung abgeben. Er muss den Zustand so erläutern, wie er ist.

Kein Arzt sollte jemanden kränker machen als er nach Prognose ist und genauso wenig andersherum, dass er eine gute Prognose abgibt, obwohl es schlecht aussieht.

Ärzte können den Krankheitsverlauf einschätzen und ihn so definieren. Es gibt immer Überraschungen und das ist doch auch erfreulich.

Und jeder Arzt wird sagen: Wir tun unser bestes, aber ich sehe nur geringe Heilungschancen - wenn es auch so ist.

Das ist ja ein sehr persönlich gefärbtes Problem. Das wird sicher nur dann gesagt, wenn es sehr schlecht aussieht. Und dann kann man hoffen und beten und sehr dankbar sein, wenns gut geht.

Wenn sie sagen, alles ok und derjenige stirbt, dann ist das Geschrei groß und sie werden verantwortlich gemacht. ein besserer Trick ist es dann, wenig Hoffnung zu machen und sie stehen als Retter da, wenns klappt.

Vielleicht, um die Angehörigen auf die hohe Wahrscheinlichkeit des nahen Todes vorzubereiten?

Per Hypokrateseid haben sich Mediziner zu einer menschenmöglichen Hilfe verpflichtet.

Ich hatte auch ein Arztgespräch hnter mir, wo eine geringe Überlebensrate eines Angehörigen in der Intensivstation prognostiziert wurde ... und er hatte sich wieder erholt. Ärzte sind einersets auch Menschen, die nicht alles Wissen können - und manche Krankheitsverläufe sind nicht exakt vorhersehbar.

Was möchtest Du wissen?