Ist ein Erwachen aus künstlichen Koma mit Epilepsie möglich?

5 Antworten

Hallo.Ich bin Psychologe aber nur eben ein viertel Arzt. Aber mit Epilepsie kenne ich mich bestens aus. Du schreibst, er hat bis heute die Augen nicht geöffnet, aber sein Verhalten hat sich von einem Tag auf den anderen verändert. Wie ist das zu verstehen. Also war er zwischenzeitlich wach?Du must das etws mehr erklären, dann kann ich vielleicht eine richtige Antwort geben.Wenn er im Koma oder künstlichem Koma lag, kann man keine epilepstischen Anfälle bekommen. Die kann er nur bekommen, wenn man ihn erwachen lässt, das heißt, dass er in der Aufwachphase vom Narkosemittel (wahrscheinlich Thiopental und Propofol) die Anfälle wieder kamen. Ja, Propofol kann Anfälle auslösen. Das ist nicht gerade das gute Narkosemittel. Frage mal nach, was sie ihn gegeben haben. Dann sollte man auf ein anderes Narkosemittel umsteigen, was nicht anfallsaulösend ist. Dann bekommt er auch keine Anfälle wenn er aufwacht. Das Verhalten kommt eben vom künstlichen Koma. Man ist durcheinander, orientierungslos. Das sind eben die Nebenwirkungen der Narkose und Beruhigungsmitteln) Clonazepam hilft sehr gut bei Anfällen. Das kann man über einen Perfuser permanent laufen lassen auch in der Aufwachphase.Warum sollte er nicht wieder aufwachen, wenn es ein künstliches Koma ist? Und das verstehe ich nicht ob er nun im echtem Koma liegt oder im künstlichen?

Schreibe mir das nochmal.Ist es ein künstliches Koma, wird er auch wieder erwachen wenn man die Narkose ausschleicht. Bekommt er dann Anfälle, sollte man mit Clonazepam oder Lorazepam arbeiten. Das kann man auch auf Dauer nehmen. Und die Wesensveränderungen, das muss man abklären durch ein MRT ob er Hirnschädigungen hat oder nicht. Hat er keine, spricht nichts dagegen ihn erwachen zu lassen. Ist er dann wütend, hallo, da müssen aber die Kollegen mit fertig werden ud ihn nicht einfach wieder in Narkose legen. Da helfen auch andere Beruhigungsmittel wie Diazepam. So kann ich dir keine Antwort geben, weil ich den Fall nicht kenne. Klingt aber alles irgentwie dubios.Paul

Hallo orakel38, Ich bin zwar kein Neurochirurg aber Mediziner. Prinzipiell besteht immer die Möglichkeit, einen Patienten aus dem "künstlichen Koma" erwachen zu lassen. Wenn die behandelnden Ärzte das Koma aufrecht erhalten, dann wohl weil bei Spontanatmung epileptische Anfälle auftre´ten, so hätte ich es verstanden. Es stellt sich die Frage, warum sich die Anfälle nicht medikamentös beherrschen lassen. Vielleicht geht das "Aufwachen", wenn es ganz langsam unter entsprechenden antiepilepischen Medikamenten geschieht. Sind denn Neurologen und Neurochirurgen an der Behandlung beteiligt ? Sie sollten mit denen nochmals sprechen.

Viel Erfolg Kristoff

Hallo, das ist natürlich ein sehr sensibles Thema über das man nur schwer vermutungen anstellen kann, vor allem, weil man weit weg ist und die Diagnose nicht sehen kann. Ich denke, dass dir die Ärzte da schon mehr sagen könne als wir. Nichts desto trotz solltest du eines wissen. Das Gehrin ist sehr komplex und auch wenn er im Koma liegt sind ggf. gewisse Bereiche (untergeordneter Natur) aktiv. Mansche Forscher streiten sich darum, aber ich behaupte jemand im Koma merkt wenn ein Familienmitglied bei ihm ist.

PS: Ich denke die Ärzte haben darüber schon nachgedacht, aber soweit ich weiß gibt es Hirnschrittmacher, die dem Gehrin in gewissen Regionen den Takt angeben, sodass es nicht ins total unkontrollierte Feuern übergehen.

Kopf hoch und alles Gute

ich kann viamedicis nur zustimmen, was die Wahrnehming betrifft. Ich habe 14 Jahre auf einer neurologischen Früh-Reha-Station gearbeitet, dabei ein paar mal das Glück, dass Patienten, die aus dem Koma erwachten, sich danach gut mitteilen konnten und erzählten, was sie alles mit gekriegt haben. Deshalb ist es auch sehr wichtig, dass die sozialen Kontakte weiterhin aufrecht erhalten werden und stets darauf geachtet wird, "WAS" im hör und spürbaren Bereich des Patiente ( in diesem Fall Dein Vater)gesprochen und getan wird. Mit Musik oder anderweitige bekannte Geräusche und Gerüche kann man auch Menschen im Koma erreichen. Zum Thema keine Hoffnung mehr haben, ich glaube dass die Hoffnung zuletzt stirbt, wenn überhaupt. Gruß Aqui01

Dein Vater hatte epileptische Anfaelle und wurde deshalb ins Koma versetzt? Und vorher war die Verhaltensaenderung?
Hat man ihn auf einen Schlaganfall hin untersucht? Bzw. auf einen Gehirntumor?

Er wurde ins Koma versetzt wegen seiner Verhaltensänderung, da er rebellierte im Krankenhaus, nach Hause wollte. Diese epileptischen Anfälle wurden erst nach einer Woche diagnostiziert. Er bekam dann Lungenentzündung und wurde auf Intensivstation in anderes Krankenhaus verlegt. Dort wurde die Epilepsie dann richtig festgestellt.

@orakel38

Und was war der Grund der Einlieferung?
Sucht ihm ein gutes Pflegeheim. Ich denke da ist durchaus noch etwas machbar! Irgendwie sagt mir mein Bauchgefuehl, dass die medizinische Versorgung momentan nicht so besonders toll ist...

Hallo nochmal.Hatte vergessen den Haken zu setzen auf antwort zu der Frage.Paul

Was möchtest Du wissen?