Schmerzen nach Leistenbruch- OP?

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Ixh habe als junges Mädchen eine sog. epigastrische Hernie gehabt, daß ist ein Oberbauchnetzhautbruch etwa in Magenhöhe. Da beulte sich je nach Belastung immer etwas aus. Ich konnte keine Kartoffeln t. B. vom Salat mehr essen, die kaut man ja nicht so besnders kleine, sondern die schmecken ja auch als atsche nicht. Es war dann so schlimm, daß die kleinsten Speisereste immer wiedermit dem Daumen zurückgedrückt werden ußten.

Mein Arzt riet dann zu einer OP, das hat damals noch 10 Tage Krankenhausaufenthalt nach sich gezogen,hat mir aber wirklich geholfen.Si ein Bruch ebgal wo, weiß meistens auf eine Bindegewebsschwäsche hin. Alle inneren Organe mußt Du Dir wie mit einem Einkaufsnetz umhüllt vorstellen, damit sie sich nicht ausdehen und auf die anderen Organe drücken und und Ort und Stelle im Körper bleiben. Deine Mutter oder Oma kann Dir sicher noch ein solches Netz zeigen. Wenn auch nur eine Verstrebung dieses Netzes reißt, kann sich das Organ, wie Magen Galle, etc. durch dieses Netz durchdrücken, es erweitern. Da ja nur bedingt Platz vorhanden ist, schnüren die vorhandenen noch ganzen Netzstellen die austretenden Organe ein und verursachen Schmerzen.

Nach den meisten OPS bleiben die Schmerzen noch etwa 4 Wochenn, weil alles wieder an Ort und Stelle gerückt wird und durch den Einsatz eines neuen Netzes ja auch der Platz wieder geringer ist. Natürlich kannst Du Schmerztabletten nehmen, nur fürchte ich, werden sie nicht viel helfen. Warte noch ein paart Tage, dann geht es von allein weg. Gute Besserung!

Novamin ist schon recht stark. Aber wenn du mit Ibu bessere Erfahrungen gemacht hast, kannst du davon mal eine nehmen um zu schauen, ob die Schmerzen weniger werden. Und es wurde ja extra ein Netz drüber gemacht, da reißt schon nichts beim niesen und husten. Aber du solltest dich natürlich in den nächsten Tagen schonen und nichts anstrengendes machen. Gute Besserung und liebe Grüße. ☺

Ja ich versuch es mal mit Ibu. Vielen Dank!

gerne. ich hoffe, es hilft. und du kannst die Nacht schmerzfrei schlafen. ☺ kannst natürlich auch bei novamin bleiben und die Dosis erhöhen, sofern es erlaubt ist. siehe waschzettel. 😉

Fa kann nichts reißen.  Mit Erkältung sollte man sich auch nicht operieren lassen.  Mein Tipp beim niesen den mund öffnen.  Das erzeugt weniger Druck auf die wunde.  Was Schmerzmittel angeht rede mit deinem Hausarzt

Ich bin nicht erkältet, habe aber eine Allergie.

Hallo, Crazyking!

Deine Tortur kann ich in allen Einzelheiten nachvollziehen!

Mit 25 Jahren hatte auch ich eine Leistenbruch-OP. Die OP beanspruchte ungefähr zwei Stunden, die Schmerzen nach dem Erwachen waren unerträglich, sodass ich während zwei weiterer Tagen mehrmals täglich Schmerzmittel nehmen musste. Das Urinieren und Stuhlentleeren war jedesmal ein kleines Drama.

Drei Tage nach der OP ließen die Schmerzen endlich mehr und mehr nach, und ich konnte die Schmerzmittel absetzen.

Damals, 1988, wurde ich stationär operiert. Ich wurde 14 Tage lang in der Klinik behalten, konnte dann mehr oder weniger schmerzfrei nach Hause. Das Gehen bereitete noch Schwierigkeiten, auch der Toilettengang. Die  nachuntersuchende Ärztin verschrieb mir zur erleichterten Stuhlentleerung, wenn es schmerzhaft zu werden drohte, abends unmittelbar vor dem Schlafengehen eine Tasse Sennesblätter-Tee (mild abführend) zu trinken. Am folgenden Morgen ging's dann völlig entspannt und schmerzlos ab. - Diesen Tee kann ich Dir wärmstens empfehlen!

Heute wird die Hernie nurmehr ambulant operiert, der Patient noch am selben Tag heimgeschickt - klar: Time Is Money! Und das Wohl der Patienten ist Nebensache. Es hatte ja seit jeher gute Gründe, Bruch-Operierte mehrere Tage in der Klinik zu behalten. Dieser Ansicht sind auch ehrliche Hausärzte noch heute. Wenn man wie ich "nur" drei Tage lang schwere Schmerzen hatte, ist dies relativ wenig, da die meisten - besonders ältere Leute - fünf bis sechs Tage lang leiden. Wenn also Patienten, die quasi gleich nach der OP nach Hause geschickt werden, aufgrund ihrer tagelangen großen Schmerzen Angst haben, etwa aufgrund falscher Bewegungen die innere Wunde ernsthaft zu verletzen, ist dies nur all zu verständlich.

Aber ich kann Dich beruhigen: Der Kunststoffeinsatz ist so stabil, dass er so gut wie nie mehr wieder reißen kann. Wichtig ist, wenigstens fünf Wochen lang nach der OP nichts zu heben, zu stemmen oder zu ziehen, was 10 kg (z.B. ein voller Eimer Wasser, ein 12er Kasten Mineralwasser) übersteigt. Auch zukünftig sollten über 10 kg schwere Dinge möglichst selten und dann vorsichtig getragen werden, da ja schon der Bruch als solcher auf eine allgemeine Bindegewebsschäche hinweist. Leider ereignet sich bei vielen Betroffenen im Lauf des Lebens auch ein Bruch auf der anderen Seite, was bei mir ebenso der Fall war. 

Gegen Deine Schmerzen kann Dich Dein zuständiger Hausarzt oder eine Apotheke gut beraten. Sicher gibt es in Deiner Nähe auch Apotheken-Nachtdienste, nutze sie! Nimm aber nichts nach eigenem Gutdünken, das könnte schief gehen! Nur der Spezialist weiß, welche Schmerzmittel bei frischen inneren Narben ungefährlich sind. 

Also: Es wird alles gut werden! Leistenbruch-OP's sind Routine-Eingriffe und mit aller Regelmäßigkeit erfolgreich. Schone Dich und lasse Dich wenigstens für fünf Wochen krankschreiben!

Alles Gute wünscht Dir

Geheymrath

Vielen vielen dank für die ausführliche Antwort. Hat mir sehr weiter geholfen danke.

Schonend
Schwere körperliche Arbeit sein lassen und dann wird das schon wieder.

Gute Besserung

Puma D Ace

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