OP-/Anästhesie-Bericht anfordern. Wie am Besten vorgehen?

5 Antworten

Es ist nett von Dir, wenn Du Deine behandelnden Ärzte nicht vor den Kopf stoßen möchtest. Insofern würde ich in der Klinik anrufen und mich mit Deinem behandelnden Chirurgen verbinden lassen, um ihm Dein Anliegen vorzutragen. Das fände ich "anständig" von Dir. Allerdings steht Dir der Bericht nach dem neuen in 2013 in Kraft getretenen Patientenrechtegesetz ohnehin zu und Du musst nicht darum "betteln". Also wenn es Schwierigkeiten geben sollte, einfach den Bericht mit Hinweis auf das Patientenrechtegesetz einfordern. Viel Erfolg!

OP-Bericht und Anästhesieprotokoll stehen Dir zwar zu, dürften aber (nicht böse sein) für Dich als Laien nur sehr schwer verständlich sein.

Je nach Art der OP steht die Medikation gar nicht drin, sondern nur die Art der Lagerung, die Art des Schnittes, die OP-Dauer, die Namen der beteiligten Personen. Wenn Du wissen willst, welches Narkosemittel benutzt wurde, wäre es einfacher, beim Krankenhaus vorstellig zu werden, und um Einsicht das Narkoseprotokoll zu bitten. Da sind alle Medis, Risiken und Vereinbarungen aufgelistet.

Naja, was das Narkoseprotokoll angeht muss durchaus dezidiert aufgelistet sein, was in den Patienten eingebracht wird. Das betrifft nicht nur die genaue Wirkstoffbezeichnung sondern auch die Dosierung und den Zeitpunkt der Verabreichung. Zudem werden außerdem intervallartig Vitalwerte eingetragen, Werte wie die Einstellung des Beatmungsgeräts vermerkt und so weiter. Schnittführung und Co. hingegen sind im Narkoseprotokoll irrelevant, dies wird im Bericht des Operateurs vermerkt.

Lieben Gruß ;)

@garfield262

In meinen ist das nicht so. Ich bin in diesem Jahr schon ein paar Mal in verschiedenen Krankenhäusern gewesen. Beim ersten wurde zwar der Eingriff in Vollnarkose gemacht, ich wurde aber bereits 24 Stunden später wieder entlassen, und weitere 24 Stunden lag ich mit Nierenversagen wieder drin. Daraufhin habe ich mir den OP-Bericht geben lassen, um eine eventuelle Mittelunverträglichkeit festzustellen. In den Beruchten stand gar nichts, nur mit Mühe und Not habe ich die Wirkstoffe herausbekommen.

Bei den nächsten OPs habe ich dann auf die (vermutete) Problematik hingewiesen, das Mittel mit denen abgesprochen und wieder die OP-Berichte erhalten. Wieder wurden die Inhaltsstoffe nicht deklariert. Daß ich die Unterlagen haben wollte, wußte man vorher nicht, aber es ist doch also anscheinend  nicht immer üblich, alles zu notieren.

Ein weiterer Bericht von Ende 2013 liegt mir vor, auch darin steht nichts Genaues. Vielleicht wird in manchen Häusern explizit zwischen Narkose-und OP-Bericht unterschieden.

Einfach anrufen. Ggf. wollen die das Schriftlich. Sollte kein Problem sein. Davon bekommt doch der Arzt in der Klinik nichts mit, der hat doch keine Ahnung wer da was wie anfordert, dafür hat der keine Zeit.

Eigentlich hätte man Dir den Bericht ohnehin mitgeben sollen für den Hausarzt? Hat der ihn vielleicht schon vorliegen? Sonst frag doch mal ob dein Hausarzt ihn für dich anfordert, der kann dir dann auch erklären, was drin steht.

Hab nur den Entlassungsbericht mitbekommen und mein Hausarzt hat genau wie mein weiterbehandelter Arzt nichts weiter von der Klinik bekommen. 

1. OP- und Anästhesie-Bericht werden nicht standardmäßig an den Hausarzt weitergegeben. Wozu auch? Er bekommt einen zusammenfassenden chirurgischen Bericht, damit kann er mehr anfangen.

2. Natürlich muss der verantwortliche Ober- und/oder Chefarzt darüber in Kenntnis gesetzt werden und sein Okay geben, wenn OP- bzw. Anästhesie-Berichte angefordert werden. Das kann nicht einfach eine Sekretärin hinter dem Rücken der verantwortlichen Ärzte abwickeln. Liebe Grüße

@nurbilligwillig

Das erklärt warum ich ständig gejammer höre sie wären überlastet...

@matmatmat

Das kann ich Dir sagen! Und jedes Jahr kommt neuer "Papierkram" hinzu und die Zeit am Patienten wird immer knapper. Aber wenn ein Patient seinen OP-/Anästhesiebericht anfordert, dann tut die Klinik (auch die Schreibtischabteilung des Krankenhauses) gut daran, schon einmal hellhörig zu werden. Nachher ist nämlich das "Gejammer" groß, wenn es Regressforderungen oder Negativ-Presse gibt... Weißt Du eigentlich überhaupt, was in einem OP-/Anästhesiebericht drinsteht? 

@nurbilligwillig

Den einen den ich bisher anfordern mußte (Medikament der prä-OP
Antibiose stand nicht im Arztbrief, Verdacht auf Infektion) haben die
Damen am Notfalltelefon nicht finden können und dann den Operateur wachgeklingelt und es so geklärt... daher habe ich noch keinen gesehen.

Beim Menschen - ich schnippel nicht an Menschen - würde ich denken: Name, etc. Diagnoseschlüssel, Art der Narkose, anwesende Personen, OP Befund, Komplikationen, wie zugemacht wurde / was eingebracht wurde (Seriennummern vom Implantat, etc.) usw. wahrscheinlich kommt die Doku über die erfolgte Aufklärung auch noch mit rein?

@matmatmat

Ganz genau! Damit dürfte auch klar sein, warum so ein Bericht von absoluten Ausnahmefällen mal abgesehen für den Hausarzt völlig uninteressant ist und warum er auch keine Zeit hat, alle OP-/Narkoseprotokolle zu lesen. Alles wichtige bekommt er ja in zusammengefasster Form per Kurzarztbericht, der dem Patienten schon bei der Entlassung mitgegeben werden sollte und in einem ausführlicheren Arztbrief, der ihm in der Regel 1 - 3 Wochen nach OP zugeschickt wird, mitgeteilt. Wenn Du Dich jetzt berechtigterweise fragst, warum das mit dem ausführlichen Entlassungsbericht so lange dauert, dann ließ Dir bitte nochmal meinen Kommentar weiter oben durch. Im Prinzip sitzen wir doch alle in einem Boot! Insofern finde ich es gut, wenn"KleineinAction" erstmal höflich nachfragt, was ja Gelegenheit böte, Fragen zu klären. Wenn die ihm dann blöd kommen sollten, kann er ja immer noch schriftlich bei der Klinik unter Berufung des Patientenrechtegesetzes die Berichte einfordern. Liebe Grüße

Kannst Du anfordern. Wenn die Probleme machen, fordere ihn über Deinen Hausarzt an.

Aber es kann durchaus sein, daß im Bericht nicht alles stimmt. Gar nicht so selten werden einfach vorgedruckte Standardberichte rausgesendet, wo nur noch der Name eingesetzt wird .Und aufgetretene Besonderheiten stehen gar nicht drin.

Was aber auf jeden Fall drin stehen sollte: Narkoseprämedikation und Narkoseart. Op- Befund, Operationstechnik.

Falls Du aber z.B. während der Narkose aufgewacht bist und darüber näheres rausfinden willst, wirst Du da im Bericht vermutlich gar nichts finden. Verspreche Dir nicht zu viel von dem Bericht.

Op und Nakosebericht werden grundsätzlich nicht mitgegeben und wenn jemand die doch haben will wie z.B. der Arzt dann wollen die im KKH auch genau wissen wofür/für wen und dann ist das auch immer von KKH unterschiedlich ob die das generell raus geben.

Drück dir aber die Daumen. 

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