Mutter im Krankenhaus darf der Vater zu Hause bleiben?

5 Antworten

Wenn das Kind nicht gestilt, wird, kann theoretisch jeder auf das Baby aufpassen. Deshalb hast Du auch keinen Anspruch darauf, dass Du die gesamte Krankenhausdauer Deiner Freundin zuhause bleiben kannst. Trotz allem wäre es nett vom Chef, wenn er Dir frei gibt - geht ja notfalls auch mit (unbezahltem) Urlaub.

Wenn ein drei Monate altes Baby in eine Krippe kommen soll, wird es wochenlang langsam eingewöhnt, da es schon ziemlich auf seine bekannten Bezugspersonen (Mutter und Vater) fixiert ist und sich an die neue Umgebung und die neue Betreuungsperson gewöhnen muss.

Ein Baby ist ja kein seelenloser Gegenstand oder ein Arbeitsauftrag (7 x wickeln, 5 x Fläschchen geben), den man beliebig herumreichen könnte.

Nun ist dies ein Notfall, aber es wird bestimmt nicht so schnell (innerhalb von drei Tagen) einen Krippenplatz geben.

Dass "jeder" auf ein kleines Baby aufpassen könnte, ist schon reichlich flapsig ausgedrückt.

Dennoch hast du Recht mit der Aussage, dass der Vater kein Anrecht auf einen unbefristeten oder längeren Sonderurlaub hat.

@Paguangare

Ich dachte auch nicht an eine Krippe sondern eher an so eine Möglichkeit wie Tagesmutter oder Haushaltshilfe.

Du darfst maximal 3 Tage, mit ärztlichem Attest, zu Hause bleiben um die Betreuung eures Kindes zu organisieren. Die Krankenkasse stellt in solchen Fällen Familienhelferinnen. Sonst muß du deinen Jahresurlaub nehmen.

Anscheinend gibt es keine gesetzliche Regelung, die eine bezahlte Freistellung eines Elternteils zwecks Kinderbetreuung ermöglicht, wenn der andere Elternteil erkrankt ist und deshalb das Kind nicht betreuen kann, solange das Kind selbst gesund ist.

Nur im Falle, dass man ein krankes Kind betreuen muss, wird man bis zu 10 Werktage pro Jahr von der Arbeit freigestellt und bekommt das Gehalt von der Krankenkasse erstattet.

Hallo!

Ich war im Krankenhaus, bin nun zwei Wochen krankgeschrieben, muss mich schonen (Herzbeutelentzündung) und mein Sohn ist drei Jahre alt. Ich habe also eben bei meiner KK angerufen. Wenn sonst niemand im Haushalt auf meinen Sohn aufpassen kann, dann bezahlt die KK eine Haushilfe. Entweder die suchen mir jemand fremdes aus oder ich kann jemanden (meinen Mann) dazu ernennen (er hat schließlich die beste Bindung zum Kind). Dieser wird durch die KK von der Arbeit freigestellt und die KK übernimmt das Gehalt, aber nicht komplett nur ca 80%. Die KK schickt die Unterlagen, diese muss man ausfüllen. Geht alles super schnell und unkompliziert. Meine Krankmeldung mit Diagnose liegt der KK ja sowieso vor und nun bleibt mein Mann zu Hause.

wir haben in dem Fall eine Haushaltshilfe von der KK bezahlt bekommen. Dabei gibt es drei Möglichkeiten:

  • ein Familienangehöriger - also z.B. Oma oder Opa - springt kurzfristig ein. Der wird allerdings gar nicht bezahlt.
  • oder der Vater bleibt daheim. Dabei wird von der KK 80% des Gehalts bezahlt. Also nicht der AG zahlt - sondern die KK. Krankschreibung ist dafür nicht nötig, aber eine Bestätigung des Arztes, dass eine Haushaltshilfe nötig ist und die KK muss es natürlich genehmigen.
  • oder wenn alle Stricke reißen lässt man sich wirklich ne Haushaltshilfe ins Haus kommen. Bis zu 8 h am Tag zahlt die KK. Die ist dann in erster Linie für´s Kind da.

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