Muss man als Hebamme bei Abtreibungen helfen?

15 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wie jemand hier erwähnt hat musst du helfen wenn eine Frau eine Totgeburt auf die Welt bringen muss. Also ein Kind was im Mutterleib schon tot ist. Aber dann ist dies keine Abtreibung in dem Sinn, denn in diesen Fall wollte die Mutter das Kind haben und es ist aber leider verstorben. DAnn braucht die Frau viel Hilfe und Beistand um das zu überstehen.

Eine richtige Abtreibung wird nach meiner Meinung nach im OP gemacht, da eine Ausschabung gemacht wird und das wird nicht im Kreissaal gemacht.

Die Antwort dass du nicht zur Hebamme oder Kinderkrankenschwester gemacht ist finde ich eigentlich nicht so toll. Ich denke wenn es dein Wunsch ist diesen beruf auszuüben würde ich das an deiner Stelle auch tun. Es ist ein schöner Beruf, der gute und schlechte SEiten hat, aber das hat jeder Beruf.

Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen.

Gruss

Was ist denn die schlechte Seite, wenn es nicht das Abtreiben ist? Totgeburt? Das passiert eben manchmal, und dann gilt für mich "weint mit den Weinenden", aber eine Abtreibung könnte ich nicht praktizieren, ich glaube nicht mal zuschauen könnte ich! Stell dir doch mal vor, zufälligerweise wäre ich das gewesen, der einfach so, weil die Mutter sich überfordert fühlt oder einfach mal "keinen Bock" auf ein Kind hat, mich umbringen will! Denn das ist mutwillig.

@Hooks

Weißt du, auch wenn es anscheinend und leider viele Frauen gibt, die ihn nicht haben, in so einem Fall würde 100%-ig mein Mutterinstinkt erwachen und das Kind beschützen wollen, und das würde nicht gutgehen. So, wie ich mich kenne. ;-)

@Hooks

Informier dich mal, in welchen Fällen eine Hebamme mit Abtreibung zu tun hat: erst im zweiten Trimester, bei Abbrüchen aus medizinischen Gründen, wenn also künstlich eine Fehlgeburt eingeleitet wird.

Das von "kein Bock" ist eine skandalöse Unterschiebung. Solche Fälle sind immer ein Drama.

@annemarie37

medizinische Gründe heisst auch Trisonomie 21, und ich kann sehr gut verstehen wenn die junge Frau da nicht mitmachen möchte ,ich würde das auch nicht tun . Allerdings hast du recht mit der Aussage das das immer ein Drama ist .

Wenn du es absolut ablehnst, bei Schwangerschaftsabbrüchen mitzuwirken, dann solltest du die Ausbildung in einem katholischen Krankenhaus machen. Je nachdem, was die Praxis in einem Krankenhaus ist, wenn dort auch Spätabbrüche (aus medizinischen Gründen) gemacht werden, müssen Hebammen bei der eingeleiteten Fehlgeburt assistieren.

Wenn es ein genügend grosses Spital mit viel Personal ist, nehmen sie vielleicht auf Verweigerer aus Gewissensgründen Rücksicht, andernfalls wirst du keinen Ausbildungsplatz oder keine Anstellung bekommen, wenn sie Hebammen brauchen, die bei solchen Abbrüchen mitzuwirken bereit sind.

Persönlich finde ich, dass jemand, der nicht gewillt ist, einen Teil dessen, was nun mal zum Beruf gehört auszuüben, diesen Beruf auch nicht ergreifen sollte.

Fachlich qualifizierte Antwort! Genau so ist es. Inklusive des letzten Satzes...

DH!

Der Beruf einer Hebamme ist es Kindern auf die Welt zu verhelfen ,Mutter und Kind zur gesundung zu bringen . Nicht ergreifen sollte diesen Beruf ,ein Mensch der meint dort töten zu müssen . und der meint Tötung könne Heilung sein ...egal aus welchen Indikationen .

@waldfrosch3

Du hast offensichtlich die Antworten von annemarie und Kajjo nicht gelesen oder nicht verstanden.

Oder du hast den Begriff "Spätabbrüche aus medizinischen Gründen" nicht verstanden.

Woher kommt deine Vermutung, Hebammen würden bei Abtreibungen assistieren?

In aller Regel finden Abtreibungen in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen statt. Dazu wird eine Operation durch einen Arzt vorgenommen, dem von einer OP-Schwester assistiert wird, aber nicht von einer Hebamme.

Schwangere im Frühstadium haben in aller Regel noch keinen Kontakt zu einer Hebamme, die sie sich für die Geburt ausgesucht hätten, und bei der sie z.B. Schwangerschaftsgymnastik machen.

Es könnte allerdings passieren, dass bei einer gewollten Schwangerschaft in einem ziemlich späten Stadium eine sehr schwere Missbildung des Fötus festgestellt wird, und dass deswegen eine Spätabtreibung vorgenommen wird. Die betreuende Hebamme der Schwangeren nimmt aber nicht direkt an der Operation teil.

Aber was ist mit dem Film OctoberBaby? Der basiert auf einer wahren Begebenheit und handelt von einem Mädchen das seine eigene Abtreibung überlebt hat. Und das war bestimmt nicht in den ersten 12 Wochen, oder?

@Hooks

Ich kenne den Film nicht. In welchem Land und zu welcher Zeit spielt er denn?

Handelte es sich um eine legale bzw. gesetzlich tolerierte Abtreibung?

Mit welcher Indikation wurde die Abtreibung vorgenommen?

Embryonen in der 12. SSW sind natürlich noch nicht überlebensfähig. Von einer Überlebensfähigkeit mit intensivmedizinischer Hilfe geht man ab der 20. oder 21. SSW aus.

@Hooks

Der Film handelt von einem Schwangerschaftsabbruch an einer 17-Jährigen im 7. Monat in den USA im jahr 1977. Das Kind überlebte die eingeleitete Fehlgeburt.

Das ist für die heutige Praxis in Europa völlig irrelevant:

  1. Hierzulande wird ein so später Abbruch (bei möglicher Überlebensfähigkeit des Kindes) nur bei schwersten fötalen Missbildungen oder bei Lebensgefahr für die Schwangere vorgenommen. Entweder wird versucht, sowohl Mutter wie Kind zu retten - oder der Fötus wird abgetötet bevor die Fehlgeburt eingeleitet wird (Fetizid).
  2. Das sind ganz seltene Fälle.
@Paguangare

Mir scheint du verwechselst SSW (ab letzter Mens) mit fötalem Alter (ab Befruchtung). Ein Frühgebürtchen ist mit extremster intensivmedizinischer Unterstützung frühestens ab 23. SSW überlebensfähig.

@annemarie37

SSW (ab letzter Mens) mit fötalem Alter

Auch wieder nur ein Rhetorischer Trick ,auf die par Tage kommt es für eine Kind auch nicht mehr drauf an ,wenn es getötet wird ,und auch nicht für die Mutter die damit wird leben müssen .

Es ist keine Vermutung ,es ist Fakt !...willkommen in der Realität !

Ja auch bei Abtreibungen hilft die Hebamme mit. Du musst auch damit rechnen, dass du dabei helfen musst, Totgeburten auf die Welt zu bringen. Aber auch als Kinderkrankenschwester bewegst du dich zwischen Leben und Tod, da brauchst du in beiden Berufen ein dickes Fell.

Es liegt mir nicht daran, den Tod zu vermeiden (mitzubekommen, wie Kinder sterben), das ist ja natürlich und das kann ich glaub ich auch verkraften. Ich habe was dagegen, mithelfen zu müssen, wenn Kinder auf unnatürliche Weise ihr Leben verlieren, das sie genauso berechtigt haben wie du und ich auch.

@Hooks

Dafür gibts die Gewissensverweigerung

@Lilliput2409

Wird man dann nicht gefeuert? Wenn man verweigert?

Totgeburten und Abtreibungen kann man** nicht** vergleichen .

Das sind zwei Komplet unterschiedliche Dinge . **Für alle Beteiligten **

@waldfrosch3

Echt ? Wer hätte das gedacht...

Wie auch immer, zum Berufsalltag einer Hebamme gehört sowohl das Leben als auch der Tod, Freude und Verzweiflung sind Emotionen denen sie häufig begegnet.

Eine Hebamme unterstützt bei leichten Geburten, bei komplizierten Geburten, bei schwierigen Geburten, sie leistet schon lange vor der Geburt durch beratende Tätigkeit.

ETC pp

Das weiß ich doch alles. Bevor ich wirklich darüber nachdenke, einen Beruf zu erlernen, mache ich mich ja auch ein bisschen schlau. Aber das mit dem Kindertöten weiß ich halt noch nicht, und das ist für mich extrem wichtig.

Ich konnte darüber keine Infos finden, darum frage ich hier nach, weil hier ja möglicherweise eine Hebamme dabei ist, die da genau Bescheid weiß. Und kein Bäcker.

@Hooks

weil hier ja möglicherweise eine Hebamme dabei ist,

meine tochter war mal in diesem bereich tätig. hebammen waren bei sog. "stillen geburten" dabei. bei schwangerschaftabrüchen sind ärzte und op-schwestern anwesend.

@timeless62

Danke. Aber was bitte sind "stille Geburten"? Totgeburten?

@Hooks

ja, totgeburten. diese babys nennt man "sternenkinder".

und das ist auch für sensible menschen schwer zu verkraften. wenn du schon schwierigkeiten hast, bei einer abreibung zu zuschauen, wo der embryo im frühstaduim ofmals als blutklumpen rauskommt, wird es auch nicht einfach für dich sein einer totgeburt beiszustehen. du musst in diesem beruf starke nerven haben. als gefühlbetonten menschen würden dich sonst dramatische vorfälle sehr belasten.

@timeless62

auch wenn du meinst es liegt bei dir nicht an der sensibilität, sondern es ist gewissensache. die patientin muss es mit ihrem gewissen vereinbaren. das musst du nicht "schultern". ebenso führst du ja auch nicht den eingriff aus, sondern der arzt. aber ich denke als hebamme bleibt dir die anwesenheit bei solchen eingriffen erspart, weil andere dafür zuständig sind.

@timeless62

Weißt du, ich könnte auch nicht mitansehen, wie jemand so etwas auf seine eigene Kappe nehmen muss.

@Hooks

achje, hooks.... je mehr du hier schreibst umso mehr denke ich, dass ein sozialer beruf für dich das beste wäre. wo du menschen helfen kannst und wo es unblutig und weniger "brutal" zugeht. auch eine geburt hat es "in sich" auch wenn am ende alles gut verlaufen ist. es kann zu zangengeburten kommen, dann wirst du geschockt sein, dass der doc dem "baby am köpfchen wehgetan" hat. saugglocke, steißlage, dammschnitt etc.

der beruf hebamme besteht nicht nur daraus der mutter "pressen" und "hecheln" zuzurufen. es ist eine große herausforderung für alle beteiligten. körperlich und emotional. ich kenne dich zwar nicht persönlich, aber der gedanke mit der säuglingsschwester war nicht schlecht.

@timeless62

Das ist Unsinn ,es ist ein Himmelweiter unterschied ob du bei einer stillen Geburt die zwar tragisch aber etwas natürliches ,oder einer Tötung eines Kindes anwesend bist ,als Mensch der einen Beruf ergreifst weil du wo möglich eine Berufung dazu hast .

Nur Abtreibungsbefürworter stellen es gerne so hin wie du das gerade tust . Ich auf jedenfall möchte von keiner Hebamme oder Arzt angefasst werden der /die Blut an den Händen hat . Und das sage ich als Frau ,die selbst abgetrieben hat .

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