Der Körper spannt Muskeln an, um Emotionen zu unterdrücken. Auch die Atmung wird in dem Zusammenhang beeinträchtigt. Insofern wäre auch ein Kurs bei einer Atemtherapeutin sinnvoll.
Wissen musst du, was dich beim Lösen der Verspannungen erwartet. Was könnte das wohl sein? Natürlich werden dir dann die verdrängten Unannehmlichkeiten bewusst. Wenn du nicht jetzt schon gelernt und geübt hast, damit umzugehen, hast du ein neues Problem. Das Lösen der Muskelanspannungen kann den Therapieprozess unterstützen, aber es nimmt dir nicht die therapeutische Arbeit ab.
Unterstützen kannst du den Therapieprozess mit achtsamkeitsbasierten Methoden wie Meditation, Qi Gong, Tai Chi, Yoga, Atemtherapie u. a. Diese Methoden sind wissenschaftlich anerkannt, und werden deshalb auch von der Krankenkasse gefördert. Ich mache damit effektivere Erfahrungen als mit Massagen. Ich hatte früher mal eine Masseurin gefragt, ob Massagen nicht nur kurzfristig, sondern auch nachhaltig von Verspannungen befreien. Ihre Antwort war: "Nein, die Spannungen bauen Sie wieder auf."

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Durch das ständige Tragen der optimalen Brille werden die Augen immer schlechter, weil sie sich an die Sehkrücke gewöhnen. Wenn du älter wirst, wirst du dann immer stärkere Gläser brauchen.
Ich habe mich gründlich schlau gemacht wie man seine Sehkraft verbessern kann. Das empfehle ich auch dir, denn 2,5 Dioptrien ist schon ziemlich viel. Aber Sehschulen versprechen, dass sich in vielen Fällen die erforderliche Stärke um 2 Dioptrien (oder mehr) verringern lässt. Nur üben muss man dafür, das ist klar. Ohne Übungen werden die Augen nicht besser. Und fürs Üben muss die Brille abgesetzt werden.
Ich habe mir eine einfache Lesebrille für ein paar € gekauft mit Gläsern um 0,5 Dioptrien weniger als meine optimale Brille, um meine Augen ständig in Übung zu halten. Außerdem trage ich keine Brille wenn es nicht notwendig ist, z. B. draußen als Fußgänger. Nach ein paar Monaten kann ich mit der Billigbrille besser sehen als mit der früher mal optimalen Brille und kann wieder Busfahrpläne ohne Brille lesen. Ich habe aber auch jeden Tag extra Augenübungen gemacht. Es stimmt also, was Sehtrainer versprechen; es ist wirklich Verbesserung möglich wenn man etwas dafür tut.

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Gewichtsprobleme sind immer psychisch bedingt. Übergewichtige essen nicht weil ihr Körper Hunger hat, sondern um sich von unangenehmen Emotionen mit einem angenehmen Sinneserlebnis (essen) abzulenken. Das nennt man "emotionales essen". Mit ein bisschen eigener Recherche findest du viele Infos darüber, und wie man zu einer gesunden Beziehung mit seinem Körper zurück finden kann.
Ich mache dir mal eine Vorgabe. Du müsstest aber auch selbst die Entschlossenheit haben, an dir zu arbeiten, um gesund zu werden. Das schaffst du!

  • Die 3 Geheimnisse natürlich schlanker Menschen!
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Du weißt doch jetzt, warum das Ausdrücken die Pickel weiter wachsen lässt. Zeig deiner Mutter doch einfach vertrauenswürdige Internetseiten, z. B. die von www.netdoktor.de
Auch aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sich Eiterpickel durch das Herumpulen und Ausdrücken nur vergrößern. Wenn man 1 Woche lang die Geduld aufbringt, sie nicht anzufassen und die Haut nur vorsichtig wäscht, werden sie von selbst kleiner und irgendwann (kann lange dauern) sind sie weg.

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Ich habe mich von starker Pollenallergie ernährungsmedizinisch mit Hilfe des Buches "Allergien müssen nicht sein" von Dr. med. Bruker weitgehend geheilt. Es ist mir nur noch ein kleiner Rest an Symptomen geblieben, der erträglich ist. Auch der Allergie-Zeitraum hat sich drastisch verkürzt, und kein Augenjucken mehr.
Es ist eine feste Entschlossenheit, gesund werden zu wollen und bisherige Ernährungsgewohnheiten zu ändern nötig. Sonst funktioniert diese natürliche Heilungsmethode nicht.
Ich habe auch mehrfach gelesen, dass Allergien nach einer professionellen Entgiftungskur verschwanden.

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Ich habe mir deine erste Frage von vor 5 Monaten und alles Andere dazu nochmal durchgelesen. In deinem Körper laufen also schon länger sehr ungewöhnliche Ereignisse ab.
Ich habe keine medizinische Ausbildung. Mir fällt nur gerade eine seltene Stoffwechselkrankheit ein, die HPU genannt wird. Ich habe recherchiert und gefunden, dass einige deiner Symptome dort genannt werden. Betrachte dies nur als Hinweis für eigene Recherchen. Du kannst am besten abschätzen, ob die Beschreibungen auf dich zutreffen. Alles Gute!

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Von Natur aus ist Trinkwasser nicht dafür da, um die Wesen, die das Wasser trinken mit Mineralien zu versorgen.
Die meisten natürlichen Quellen sind mineralarm. Nähere Infos dazu, ob wir Mineralien aus Trinkwasser brauchen, weiß ein Physiker, dessen blog-Artikel ich dir hier mal verlinke: https://www.lebendiges-trinkwasser.de/der-wasserfilter-des-urzeitmenschen-und-die-mineralien/
Dr. med. Henrich weiß auch interessante Infos zum Thema "Calciumversorgung". https://www.provegan.info/de/ernaehrung/kurzueberblick-naehrstoffe-vitamine-mineralstoffe-und-spurenelemente/ (Calcium steht in der Liste unter den Vitaminen.)

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Woher das kommt, ist völlig egal, weil dir das Wissen nicht helfen würde. Das Wichtigste ist, zu lernen heilsam mit den unguten Gedanken und schwierigen Emotionen umzugehen. Wenn man Kinder hat, hat man nicht nur die Verantwortung für sich selbst, sondern auch für die psychische Gesundheit der Kinder! Wenn du schon von deiner psychischen Störung weißt, die sich negativ auf deine Kleinen auswirkt, dann ist das schon mal gut. Nun geht es darum schleunigst zu lernen, sich so zu verhalten, dass du selbst und Andere nicht darunter leiden.
Persönlichkeitsentwicklung kann man nicht alleine machen. Dafür sind förderliche Einflüsse von geeigneten anderen Menschen notwendig. Wenn du - auch im Interesse der Kinder - an dir arbeiten willst, dann rate ich dazu, nach innen zu fühlen wo es dich hin zieht. Um etwas für sich zu tun, gibt's verschiedene Angebote. Entscheidend ist, dass du es aus Einsicht und freiwillig machst. Deshalb nenne ich hier nichts, sondern empfehle, nach innen zu fühlen und deinen eigenen Weg zu finden. Dein Herz weiß wo es lang geht, und wird dir den Weg weisen.

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Dass Fressattacken einen psychischen Hintergrund haben, wird dir hoffentlich schon bewusst sein. Damit weißt du schon, was ursächlich für dich zu tun ist, damit das Gewicht auf gesundem Niveau bleibt. Wenn die Ursache nicht behoben wird, besteht wohl kaum Hoffnung, dauerhaft das Wunschgewicht halten zu können.
Fressattacken sind eine Notlösung der Psyche, weil die Person mit ihren schwierigen Emotionen nicht gesund umgehen kann. Als Ersatz für Selbstliebe dient das Essen, weil es seit früher Kindheit eine Verknüpfung von Essen mit Mutterliebe gibt. In Wirklichkeit sehnst du dich danach, die unangenehmen Gefühle in Liebe aufzulösen und dich in Liebe geborgen zu fühlen. Aber "keine Liebe in dir zu finden", also muss als Ersatz Futter her. Das funktioniert bloß nicht so wie beabsichtigt. Es gibt aber Wege, die funktionieren.

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Mit ein bisschen Wissen lässt sich die Eisenaufnahme erheblich steigern. Was es dafür bei der Ernährung zu beachten gilt, kannst du hier lesen > https://proveg.com/de/ernaehrung/naehrstoffe/eisenmangel-vorbeugen/
Nur als Hinweis: Von billigen Eisenpräparaten kriegen viele Menschen Magen-Darmbeschwerden.

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Widerholende Albträume + Zustand kreaturen im Zimmer?

Hey, ich habe seit Monaten immer den gleichen Albtraum und noch länger Angst vor 2 Gestalten bei wachem Zustand(Folgender Text)

Würdet ihr dies als Stressangst und paranoia abtun oder etwas anderes Diagnostizieren? Nicht über den Schreibstyl wundern, mir fällt es leichter in Prosa zu schreiben.

Sie sind nicht echt! Du bist verrückt! Wenn das alle sagen, muss es stimmen, oder? Und doch fühle ich die Anwesenheit von etwas in der unbeleuchteten Ecke.

Auch die Frau hinter mir ist nicht echt. Aber ich weiß, dass sie da ist. Sie starrt mich mit ihren toten Augen an. Streckt ihre knochige Hand nach mir aus. Aber wenn ich mich umdrehe, ist sie weg.(Ich sehe sie, aber als Bild in meinem Kopf)

Der Mann am Ende des Raums ist nicht echt. Aber ich weiß, dass er da steht. Er starrt mich an, in einen schwarzen Umhang gehüllt. Und wenn ich meine Augen schließe, kommt er näher. Schritt für Schritt. Bis er vor meinem Bett steht. Die Angst ist real. Wenn ich das Licht ausschalte, ist er da. Und dann ist da noch der Schatten selbst. Er kommt, wenn ich schlafe. Er hat keinen Körper, sondern besteht schwarzem Nebel.

Er ist in meinem Zimmer. Immer. Wenn er kommt, bin ich davon überzeugt, wach zu sein. Ich liege in meinem Bett. Ich höre weiterhin das Hörbuch, dass ich mir zum Einschlafen angemacht habe. Also muss ich ja wach sein.

Ich weiß, dass ich wach bin. Nur ist er ist auch da. Kommt wie der Mann aus dem hintersten Teil meines Zimmers. Näher und näher. Doch er bleibt nicht vor dem Bett stehen. Er schwebt über mich, während ich in meinem Bett um Hilfe schreie. Weine. Verzweifle und mich panisch winde.Seine Berührung beraubt mich aller Lebenskraft. Sie ist so kalt. Irgendwann merke ich, dass ich träume.

Mal früher, mal später. Dann versuche ich aufzuwachen. Krampfhaft. Ich fange an, meinen Körper zu spüren. Mich leicht bewegen zu können. Ich kann flüstern. Mehr aber nicht. Doch das flüstern, so anstrengend es auch ist ermöglicht mir meinen Hund zu rufen. Dabei spüre ich, wie der Schatten an mir zerrt und mich zurück in den Traum zwingen will. Doch mein Hund kommt. Sie bringt mich langsam zurück in die Realität.(Berührung)

Manchmal denke ich wäre schon aufgewacht. Ich habe immer noch Angst, aber bin froh wach zu sein. Doch dann kommt der Schatten wieder aus dem Dunkeln und es beginnt von vorne, solange bis ich wirklich wach bin. Aber woher weiß ich, ob ich wach bin?

Wann werde ich wissen, ob es nicht nur weiterer Traum ist?

Wenn ich wach bin, zähle ich meine Finger. 10. Vergleiche Uhrzeiten. Sie sind identisch. Versuche ein paar Wörter zu lesen. Die Wörter existieren. Danach bin ich ruhiger. Weil ich das nicht tun könnte, wenn ich träume. Aus Angst, dass er wiederkommt will ich nicht mehr schlafen

Wegen zeichenbegrenzung Gekürzt. Ich Halluzinatiere nicht sondern sehe die Kreaturen als Traum oder als Bild in 3 Person vor mir. Einen Psychotermin habe ich schon, aber 1 Jahr warte Zeit.

Danke im Vorraus, ich weiß echt nicht mehr weiter. Werde ich verrückt?

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Es gibt Hilfsangebote für Notfälle. Wenn du durch eigene Recherche keine in deiner Nähe findest, frag bei deiner Krankenkasse.
Oder lies dies: https://www.wege-zur-psychotherapie.org/im-notfall/

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Ich weiß nicht, ob du damit etwas anfangen kannst, aber das Gehirn beschäftigt sich immer mit dem was man ihm an Tageseindrücken liefert. Verstehst du was das bedeutet? Also, schau mal mit welchen Tageseindrücken es sich beruhigt und entspannt ein- und durchschlafen lässt.
Medikamente können psychische Probleme (wie z. B. Panikattacken) nicht heilen. Sie ändern an der Ursache überhaupt nichts. Also ich würde mir nichts Unrealistisches davon versprechen. Über Panikattacken habe ich von Fachleuten, die so etwas z. T. selber mal häufig hatten, interessante youtube-Beiträge gesehen. Ich bin selbst nicht davon betroffen, weil ich schon lange tgl. was mache für meine Psyche, aber ich fand die Infos, dass das heilbar ist, interessant.

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Was tun bei Zahnarzt Phobie?

Hey ich hab morgen Zahnarzt Termin eigentlich müsste ich Freitag hin aber da war ich noch in Quarantäne . Davor musste ich am 9.juli hab ich aber abgesagt ,weil ich es einfach nicht schaffe . Ich heule jedes Mal Herzklopfen und einfach pure Panik . Es macht mich einfach psychisch fertig . Angeblich wäre mein Zahnarzt zwar mit Angstpatienten erfahren aber meine Panik bleibt . Ich hatte meinen Zahn im Juni beim Eis essen abgebrochen . Vorher war ich 6 Jahre nicht da .

Nach dem Termin habe ich den ganzen Tag geheult geschrien das ich da nicht mehr hingehe uns vor Gegenstände getreten . Was kann ich machen ? Ich halte einfach keine schmerzen aus und hab schiss davor. Ich fühle mich da einfach hilflos ausgeliefert ich komme mit den Gefühlen nicht klar. Ich schaff das morgen auf keinen Fall . Bei dem Termin im Juni wurde mir dieses Ding mit hacken meinen Backenzahn gehauen und er hat es kaum rausbekommen das hat sich angefühlt wie als würde der meinen Zahn raus reisen .

Und bei der Zahnreinigung haben die mich mit irgendeinem Gerät in die Zunge gekniffen quasi ich weiß nicht was es war aber es hat sich angefühlt wie kneifen . Wenn ich jetzt das schreibe habe ich schon Panik und Herzklopfen wenn ich nur schon dran denke würde ich am liebsten absagen . Ich hab 2 Löcher und muss ja hin aber ich schaffe es nicht weil , ich nicht drauf klar komme schmerzen zu haben und die Gefühle die da auftreten .

Hoffe ihr habt Tipps . LG Jonas

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Gegen Angst helfen Atemübungen sehr effektiv. Bei youtube gibt's dazu viele Anleitungen. Ich habe für dich schon mal angefangen zu suchen. Selber findest du noch mehr.

  • Stress in einem Atemzug abbauen
  • Angst überwinden (Einfache Selbsthilfe)
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Wenn's nur um Verlangen nach Süßem geht, warum isst du dann diese kalorienreichen Zuckersachen statt gesundes süßes Obst und süßes Gemüse? Bio-Pastinaken sind gewöhnlich sehr süß und aromatisch. Vollkornbrot mit Honig wäre auch noch eine Alternative.
Süßes Obst und Gemüse könntest du gerne 2 Kilo am Tag futtern, und dem Körper würde es sehr gut gehen. Aber nein, es muss dieses andere Zeug sein. Wer entscheidet, ob du dir über deinen Körper Sorgen machen musst oder nicht?? Übernimm die Verantwortung für dich!
Ich weiß nicht, ob's dir helfen könnte, aber ausprobieren könntest du es ja mal - wenn du es möchtest. Body Scan mit Mitgefühl (Audio)
Andere Übungen und Methoden, die psychisch harmonisierend wirken, gibt's genug. Alles Gute!

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Nein

Träume vom eigenen Tod wären positiv zu deuten. Wenn das eigene Ego "stirbt" kommt man voran in der Persönlichkeitsentwicklung. Ein Auszug aus meinem Ratgeberbuch "Träume erinnern und richtig deuten":

Träume vom Tod verweisen niemals auf den eigenen Tod. Sie sind stets symbolisch aufzufassen. Eine Ihrer Eigenschaften sollte aufgegeben werden (sterben), um einer neuen Platz zu machen.

Die Luft im Traum weist auf den Intellekt. Bewegt sich das Traum-Ich nach oben, bedeutet dies meist, dass man sich mit dem Verstand (dem Denken) identifiziert.
Kennst du den Ausdruck "bodenständig" und "geerdet sein"? Im Traum hast du erst guten "Bodenkontakt", dann zieht es dich aber "nach oben". Nun solltest du eigentlich verstehen, was das bedeuten könnte. Fühlt sich diese Deutung richtig an? Wenn es sich nicht nach "Aha-Erlebnis" anfühlt, dann vergiss es. Dann trifft das nicht zu.
Bist du ein "Denker-Typ"? Neigst du dazu, viel mit dem Verstand verstehen und regeln zu wollen?

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Hat jemand "Geheimtipps" welche pflanzlichen Lebensmittel den herzhaften Geschmack & die Konsistenz von Fleisch würdig vertreten? (nicht unbedingt imitieren)?

Hallo ihr Lieben,

ich quäle mich nun schon recht lange mit dem Problem herum und hoffe auf diesem Wege neuen Imput zu finden.

Ich würde von Herzen gerne vegetarisch, sogar weitestgehend vegan leben - aus ethischen Gründen. Das töten von Tieren halte ich einfach für falsch, das Bewusstsein, dass Leichen von anderen Lebewesen auf meinem Teller landet zerreißt mich innerlich.

Trotzdem schaffe ich den Ausstieg nicht. Ich habe es immer wieder versucht, allerdings ist es nicht so, dass mir Fleisch nur ganz gut schmeckt - es ist schlicht das einzige was mich wirklich befriedigt und satt macht. Süßes löst nichts in mir aus, ebenso Nudeln oder Chips oder ähnliches. Gemüse ist lecker, aber nicht wirklich befriedigend - und ich habe mehr mit diversen Gemüsearten und Zubereitungen experimentiert als jeder den ich kenne.

Wann immer ich versucht habe das Fleisch weg zu lassen, ging es mir binnen kürzester Zeit schlecht, und zwar richtig schlecht. Mir wurde zunehmend alles egal, ich wurde aggressiv und hatte auch von Tag zu Tag weniger Lust überhaupt zu essen weil einfach keine Mahlzeit mehr auch nur im Ansatz befriedigend war - und dadurch auch alles andere immer mehr in tristem, hoffnungslosem grau versank. Man muss dazu sagen, dass ich seit frühester Jugend an Depressionen leide und generell wenige Dinge in meinem Leben habe aus denen ich Kraft ziehen kann - eine ganz zentrale Sache dabei war immer das Essen. Nicht in Massen, sondern mit Genuss, das Kochen & Zelebrieren der Aromen, Texturen und Düfte. Es ist auch nicht so, dass ich ausschließlich Fleisch konsumiere, ich versuche so viel Gemüse und Pflanzliche Produkte wie möglich einzubinden und den Fleischanteil so weit es geht zu reduzieren. Aber wie bei einem zentralen Gewürz fällt alles in sich zusammen sobald ich versuche das Fleisch ganz weg zu lassen.

Ich bin auch sehr experimentierfreudig und probiere jeden Fleischersatz aus den ich in die Finger bekomme - bisher war keiner davon auch nur im Ansatz befriedigend.

Ich achte darauf Fleisch aus guter Haltung zu holen, Tiere so weit es mir möglich ist komplett zu verwerten und kein essbares Stückchen zu verschwenden, aber trotzdem fühle ich mich wie ein Heuchler weil es, wenn auch aus guter Haltung, Lebewesen sind die geboren werden um kurze Zeit später getötet zu werden - für meinen Konsum. Nur esse ich kein Fleisch, fange ich an den Verstand zu verlieren - esse ich es, treibt es mir die Tränen in die Augen und ich eckle mich vor mir selbst. Ich bin also, wie man unschwer erkennen kann ziemlich verzweifelt.

Das mag für einige überspitzt klingen, ist aber nunmal meine Realität - ausgesucht habe ich mir das ganz sicher nicht.

Worauf ich hoffe, ist etwas zu finden das mit dem Duft, der Konsestenz und dem vollmundigen Umami Geschmack mithalten kann - das sich befriedigend anfühlt. Nicht unbedingt ein Ersatz, ich weiß nicht ob ein Imitat das Original jemals ersetzen kann - viel mehr eine Alternative auf Augenhöhe.

Ich danke Euch für Ideen oder Anregungen.

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Beiläufig erwähnst du eine seit Langem bestehende Depression. Das ist für mich die wichtigste Info. Ich muss selbst erfahren, dass man nacht einem richtig guten Therapeuten evt. lange suchen muss. Manche Therapeuten (m/w) sollten besser Bäcker werden, dann könnten sie ihren Murks, den sie fabrizieren, wenigstens aufessen. Wenn man mit hilfesuchenden Patienten Murks macht, ist das evt. nicht so einfach zu beseitigen. Aber es gibt einfühlsame hilfreiche Therapeuten. Ich möchte dich ermutigen, weiter zu suchen. Heilungsfördernd ist es auch, sich für Spiritualität zu interessieren und mit einer Gruppe in der man sich wohl fühlt, zu praktizieren.

Nun zu deiner Frage. Ich kann deine Argumente für eine Abkehr vom Fleischverzehr gut nachempfinden. Als ich mal - ganz nach innen gewandt - vor meinem Mittagessen incl. Fleischstück saß, und mir (unbeabsichtigt) bewusst wurde, dass dieses Fleischstück einst zu einem lebenden fühlenden Wesen gehörte, kamen mir die Tränen. Ich wollte aber kein Essen wegwerfe und hatte es trotzdem gegessen. Dabei hatte ich eine geringe, aber doch deutliche Anspannung im Körper wahrgenommen, und eine gewisse aggressive innere Haltung, ohne die mir das Fleischessen nicht möglich war. Das war mir eine sehr nahegehende erkenntnisreiche Erfahrung.
Seit längerem schon ernähre ich mich fast 100%ig pflanzlich. Das Gefühl von Verzicht und leidvolle Symptome, wie du sie erlebst, habe ich jedoch überhaupt nicht. Im Gegenteil, meinen Eiweißbedarf decke ich hauptsächlich mit Hülsenfrüchten und (Pseudo)Getreide, und das fühlt sich jeden Tag immer wieder gut an. Mit Fleischimitaten habe ich keine Erfahrung. Ich meine, das braucht niemand. Wer glaubt, Fleisch zu brauchen, soll es essen. Wer sich pflanzlich ernähren möchte, braucht keine Imitate, - ohne Verzicht üben zu müssen.
Der Umami-Geschmack wird (sekundär) durch eiweißreiche Nahrung ausgelöst. Gemüse hat meistens nur 1-2% Eiweiß, deshalb kann es Fleisch nicht ersetzen. Vielleicht ist dein Problem einfach Eiweißmangel? Es gibt Nährwertrechner und Nährwerttabellen im Netz, mit denen du deine Nährwerte zusammenrechnen kannst. Bei veganer Ernährung braucht man Hülsenfrüchte und (Pseudo) Getreide als Eiweißquellen. Ich koche mir tgl. 150g Hülsenfrüchte (Trockengewicht) und verzehre etwa 250g Getreide pro Tag. Das Problem der Blähungen ist nur vorübergehend und verschwindet nach 5-6 Wochen wenn sich die Darnflora an diese Ernährungsform angepasst hat. Fange mit einer kleinen Menge an, z. B. 30g, die langsam im Laufe von 5 Wochen bis auf z. B. 150g gesteigert wird. Wenn du sie keimen lässt vorm Kochen, machen sie fast kein Pups mehr. Und das Einweichwasser muss weggeschüttet werden. Tellerlinsen sind am schnellsten gar, und ein Schnellkochtopf verkürzt die Garzeiten erheblich. Und noch ein Tipp: Die leckeren Geschnacksstoffe sitzen bei Linsen in der Schale. Deshalb nehme keine roten und gelbe Linsen - die schmecken scheußlich, weil sie geschält sind. Geschälte Erbsen kannst du aber nehmen, im Schnellkoto zerfallen sie zu Brei. Die kann man noch würzen oder auch nicht. Wenn das alles gute Bio-Qualität ist, (keine Billigware), dann hat das so viel Eigengeschmack, dass salzen und würzen überflüssig ist. Und Umami stellt sich durch den hohen Eiweißgehalt und das zugefügte Fett/Öl ein. Guten Appetit!

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Dieses Denken: "Ich muss auch alleine zurecht kommen", kenne ich auch. Könnte es sein, dass du das in ganz früherer Zeit mal lernen musstest? Ich meine, dass du schon als Kind erfahren musstest, mit deinen Nöten allein gelassen zu werden, dass dich keiner versteht und sich keiner wirklich um dich kümmert?
Vielleicht erinnerst du dich nicht mehr konkret daran. Aber wenn du so in dich hineinfühlst, kommt es dir dann bekannt vor? So als wenn dir das schon seit langem vertraut ist? Dann wäre das schon Grund genug, therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, die dir zusteht. Vermutlich wird es dir nicht so leicht fallen, Hilfe anzunehmen, weil du ja mal lernen musstest, dich alleine "durchzuschlagen".
Beim Lesen deiner Fragebeschreibung habe ich Mitgefühl für dich, und glaube, da ist noch reichlich Entwicklungspotential für mehr (Selbst)liebe. Selbstliebe ist das Heilmittel bei geringem Selbstwertgefühl, Selbstverletzungen, Antriebslosigkeit, Ängste usw. Das kann man nicht alleine aus sich selbst heraus entwickeln. Man braucht dafür die Erfahrung liebevoller Zuwendung und Unterstützung durch Andere.
Ich hatte gerade heute eine Therapiestunde, in der mir meine Therapeutin sagte: "Wir Menschen sind manchmal angewiesen auf liebevolle Zuwendung von Anderen. Das wird bis zum Schluss auch immer so bleiben. Wir können uns nicht alles selbst geben."
Ich wünsche dir, dass du Menschen findest, bei denen du positive Erfahrungen machst und die dir gut tun.

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