Kann man im Koma sterben?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Klar sterben kann der Mensch jederzeit - egal ob im Koma, Wachkoma oder scheinbar gesund.

Nein, solange die Maschinen laufen, kann man nicht sterben. De Hirntod kann eintreten, aber so normal und ruhig sterben kann man - solange Maschinen laufen - nicht.

Hmm...warum tritt der Hirntod ein, wenn der Mensch an Maschinen hängt?

@XXXperuXXX

Weil das Hirn sich nicht stimulieren läßt. Das Herz kann man am Schlagen halten, die Lunge kann man arbeiten lassen, beim Hirn kann man noch nichts machen.

@turalo

aber wenn es doch mit Sauerstoff versorgt und durchblutet ist, was hat es für einen Grund zu sterben (also nicht mehr zu funktionieren)?

Offensichtlich gibt es ja (auch hier) Hirne, die durchblutet sind, mit Sauerstoffversorgt und auch noch eine EEG-Linie haben und trotzdem nicht funktionieren (Hirntod sind).... ;-)

Dann muß es doch andersherum auch möglich sein...

@XXXperuXXX

Verletzungen? Arterien, die verstopft sind? Schlaganfall?

Ich bin kein Mediziner, ich habe nur leider erleben müssen, daß Freunde von uns regelrecht darum kämpfen mussten, daß der Vater sterben durfte. Hat man nicht so sehr gerne, macht die Statistik kaputt.....

Meistens fallen ja Menschen mit Schädel-Hirnverletzungen ins Koma, oder Schlaganfallpatienten, wo das Hirn ohnehin in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Bei einem Herzpatienten, der ins Koma fällt, geschieht dem Gehirn nichts.

@turalo

Ganz böse gesagt: Dann war der alte Mann wohl nicht als Organspender geeignet...sorry...

Nein, ich frage mich wirklich, warum ein Hirn stirbt. Wenn O² und Durchblutung stimmt, geht das doch kaum...und trotzdem ist die EEG-Kurve = Null...

Nun ja, muß ich halt den Anästesisten mal fragen...

Turalo, der 2. Satz oben war Ironisch gemeint.. ;-)

@XXXperuXXX

Vielleicht wird das Hirn unterversorgt? Ich weiß es nicht.

Aber Du hast schon Recht, als Organspender kam der alte Herr nicht mehr in Frage.

Ich habe das schon richtig verstanden, keine Sorge (ich bin schon über 12 ;-))))

ja durch viele sachen

Der Mensch hat vieles geschafft, aber den Tod kann er nicht besiegen. Auch moderne Intensivmedizin bietet lediglich einen Aufschub. Selbst die viel zitierte Herz-Lungen-Maschine, die in der Tat ein versagendes Herz und zerstörte Lungen ersetzen kann, kann dies eben nicht vollständig und ist daher nur begrenzt lange einsetzbar. Auch wenn diese Maschine läuft kommt es irgendwann durch den Zerfall von Blutzellen, den die Maschine mit sich bringt, zum Organversagen so ziemlich des ganzen Körpers (Leber, Niere, Knochenmark...), zu Verschiebungen im Hormonhaushalt, zu massiven Infektionen und letzlich zu Verschiebungen des pH-Wert des Körpers zu einem so sauren Milieu, dass die Zellen des Körpers nicht mehr arbeiten können. Obwohl die Maschine läuft, man vielleicht noch Dialyse macht oder sonstwas - man stirbt irgendwann. Ein solches Szenario ist aber glücklicherweise selten und ethisch auch kaum vertretbar. Häufiger sind Situationen mit Komapatienten, bei denen medikamentöse Therapie und Hilfestellung für die Organe (Herz-Unterstüzungs systeme, Dialyse, ECMO) für kurze Zeit angesetzt werden, um es dem angeschlagenen Körper zu ermöglichen, bis zur Stabilisierung zu überleben. Die Organe werden dabei nicht vollständig ersetzt - was erstens sowieso nicht für alle Organe möglich ist und zweitens wenn dann nur an sehr großen (Uni-) Kliniken - sondern nur unterstützt. Und dabei ist es natürlich jederzeit möglich, das man durch Organversagen ums Leben kommt. Fazit : ein unendlich langes Überleben an Maschinen ist derzeit nicht möglich.

danke... so genau wollte ich das garnicht wissen :)

Das leben hängt nicht von Maschinen ab, die Maschinen unterstützen nur ein paar Funktionen des Körpers.

Die Vitalfunktionen werden teilweise völlig von Maschinen übernommen. Selbst wenn der Hirntod eingetreten ist, kann man die Organe noch arbeiten lassen.

Atmung und Herztätigkeit kann man stimulieren.

Dann hast du dich noch nicht mit dem Thema "Organspende" auseinandergesetzt....solltest du mal tun stubenkuecken...

@XXXperuXXX

Dann muss ich nochmal überlegen was der Unterschied zwischen Leben und Tot ist, und wo das frisch halten anfängt.

Eurer Meinung lebt der Mensch noch wenn sich die Lunge bewegt, oder das Herz noch schlägt, obwohl der Kopf schon am verwesen ist?

@stubenkuecken

Wenn man nur schwarz oder weiß kennt, könnte man davon ausgehen...

Deine Aussage oben:** Das leben hängt nicht von Maschinen ab, die Maschinen unterstützen nur ein paar Funktionen des Körpers.**

Ist dahingehend falsch, dass wenn der Mensch im "intensivmedizinischen Koma" nicht an Maschinen angeschlossen wäre, Tod ist. Das Leben hängt in dem Fall sehr wohl von Maschinen ab, weil die Organe im Falle eines Multiorganversagens gar nicht in der Lage sind den Körper zu versorgen. Die Maschinen unterstützen nicht nur, sie sind die Organe.

Bei einem Patienten, der z.B. aufgrund eines Auto-/Motorradunfalls so schwer verletzt wurde, dass er "Hirntod" ist, halten die Maschinen den "Körper (eher die Organe)" so lange am "Leben", bist der Entnahmetrupp von Eurotransplant eingetroffen ist. Mit toten Organen können die nämlich nichts mehr anfangen.

Da der Körper an den Maschinen hängt, wird auch das tote Hirn noch mit Sauerstoff versorgt und durchblutet und damit findet noch eine geringe Steuerung der Organe statt

@XXXperuXXX

Wer soll den bitteschön glauben, das Eurotransplant einen Entnahmetrupp losschickt?

Eurotransplant ist eine Datenbank bei der bereits entnommene Organe gemeldet werden und diese an potentielle Organempfänger weitervermittelt. Das Organ wird dann per Blitztransport zum KH des Empfängers gebracht. Das Recyceln menschlicher Organe wird von jedem Chirurgen durchgeführt. Eurotransplant berechnet nur die Verträglichkeit und die Transportzeiten bis zum Empfänger.

@stubenkuecken

Siehst du, dann hab ich ja erreicht, was ich wollte ;-)

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