Diagnose Nebenhodenentzündung, aber keine Besserung nach 14 Tagen

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Für alle die hier vermutlich mehr oder weniger verzweifelt Hilfe suchen (und vor Schmerzen durchdrehen könnten): Ich hatte drei Jahre lang eine Nebenhodenentzündung. Immer wieder war sie da, wurde unter Antibiotikum besser und kam dann immer wieder. Wie sehr die Krankheit Lebensqualität raubt, wie schmerzhaft es ist, und wie sehr es das Leben einschränkt, weil man einfach nur aggressiv wegen der Schmerzen wird, muss ich hier vermutlich niemandem erklären. Das Interessante an meinem Fall ist, dass ich aus beruflichen Gründen in den drei Jahren in drei Ländern und deshalb bei mindestens zehn Aerzten in Behandlung war...Folgendes will ich Euch also (jetzt, da ich seit über zwei Jahren wieder völlig gesund bin) aus meiner reichlichen Erfahrung zu dem Thema zurufen: 1.) Seid anspruchsvolle Patienten! Der erste Fehler, der immer wieder gemacht wird: Der Arzt untersucht nicht richtig. Eine ordentliche Untersuchung enthält eine (mindestens) 2-Gläser Probe...dh es werden Urin und Ejakulat untersucht! Und zwar mikrobiologisch und mit Antibio-Gramm (wieso es in der Zeit von Multiresistenten-Eregern noch Aerzte gibt, die auf das Antibiogramm verzichten, wird deren Geheimnis bleiben). BESTEHT DARAUF! Jede Therapie / Medikation ohne einen solchen Test, ist wie mit verschlossenen Augen Auto fahren! Das ist Blindflug! Der zweite Fehler: Das Antibiotikum wird viel zu kurz aufgeschrieben. Ich hatte auch den ein oder anderen Spezialisten, der mir für fünf Tage Antibiotikum mitgegeben hat. In der Zeit werden die Bakterien nie und nimmer ausgerottet! Der einzige Effekt ist, dass man ein paar Tage Ruhe hat, die Bakterien und Schmerzen wenige Tage nach dem Absetzen mindestens genauso stark wieder kommen. Bei mir wurde die Sache ausgerottet durch eine 3-monatige Antibiotikumstheraphie (Ja! Drei Monate). In Summe bedeutet das aber immer noch weniger Antibiotikum, als wenn man ständig 2 Wochen nimmt, einige Bakterien überleben, es dann wieder kommt und man 20-mal wieder bei Null anfängt. (Bei mir wurde mindestens 20-mal bei Null angefangen!) Sucht die Quelle! Wo kamen die Bakterien her? Im Zweifelsfall erst mal 100%-iger Schutz! Das ist jedenfalls besser, als wieder Schmerzen haben! Panik beherrschen! Ich habe mich durch die Beschreibungen im Internet sehr einschüchtern lassen à la "chronische Nebenhodenentzündung" und dachte "das geht nie wieder weg / ich habe den Rest meines Lebens Schmerzen". Ich kann im Nachhinein nur sagen: Vielleicht habe ich Glück gehabt, aber bei mir ist nichts geblieben. Von mindestens drei Aerzten (die unfähig waren, ein Antibio-Gramm zu veranlassen) wurde mir erklärt, ich hätte das "eben chronisch" und müsste mich damit abfinden. Ich habe mich mit dieser Erklärung nie abgefunden, und für mich galt (und gilt bis heute:) Wenn die Bakterien wirklich weg sind, tut auch nichts mehr weh. So einfach ist das. Schmerz = Bakterien. Es gibt eine kleine Ausnahme: Direkt nach einem akuten Befall kann es auch "bakterien-frei" weh tun. Aber die Schmerzen werden dann ständig besser. Meine Erfahrung ist: Werden sie das nicht, sind die Bakterien noch da! Wenn Ihr Schmerzen habt: Lasst Euch nicht abwimmeln. Lieber eine Probe zuviel abgeben. Und nochmal die gute Nachricht zuletzt: Ich war in den drei Jahren völlig verzweifelt. Heute bin ich völlig beschwerdefrei. Das kann auch wieder absolut verschwinden. Als ob nie etwas gewesen wäre. Gute Besserung! P.S.: Alle exotischen Erklärungen (hier zwei die ich zu hören bekam: 1.) Ich würde die Probleme meines Lebens auf meine Hoden projezieren und hätte vermutlich eine unglückliche Kindheit gehabt und 2.) Es könnte ein Schulterschmerz sein, der über die Wirbelsäule auf die Hoden abstrahle) würde ich erst in Erwägung ziehen, wenn wirklich getestet ist, a) ob es nicht doch Bakterien sind b) ein ordentliches Antibiogramm gemacht wurde und c) das Antibiotikum auch eine hinreichend lange Zeit angewendet wurde...

Durch die Entzündung kann sich ein Lymphflüssigkeitsstau gebildet haben, wenn kein Arzt mehr etwas finden kann. Du kannst Dir manuelle Lymphdrainage aufschreiben lassen und zu einem Therapeuten gehen und Dich behandeln lassen, wenn es Dir nicht zu unangenehm ist. Ansonsten reguliert sich sowas auch von selbst, es dauert nur sehr lange.

Hallo nochmal, was mich wundert ist, dass es meines Erachtens bei der 1. Behandlung (nach der es wiederkam) schneller zurück ging und die Schmerzen und die Schwellung ganz verschwunden sind. Ich war beschwerdefrei, was ich jetzt nach 4 Tage längerer Therapie nicht behaupten kann.

Aber danke, ich werde meinen Arzt am Montag darauf ansprechen. Kannst du einschätzen, wann sich sowas von selbst regulieren sollte? Muss ich solange etwas beachten?

@shouldibescared

*auch weil meine Hoden sich wie steine anfühlen, also sehr hart :(

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