Starke Schmerzen im Rechten Hoden. Trotz verschiedener Ärzte kein klarer Befund. Hilfe!

5 Antworten

Nebenhodenentzündung Epididymitis / Hodenentzündung Orchitis / Hodenprellung / Hodenschmerzen 

ich antworte mal in ich-Form für meinen Mann. Das waren die schlimmsten Schmerzen, die ich je hatte und im Netz ist wenig über Heilung, außer Antibiotika oder OP, zu finden, was einen nicht gerade beruhigt, wenn man liest, den Samenstrang zu durchschneiden oder den Hoden abzunehmen. Das Allerwichtigste ist in diesem Fall erstmal Ruhe bewahren und egal was entzündet ist, erstmal kühlen, hochlagern und auf dem Rücken liegen.
Ich hatte bereits 4 Mal eine Nebenhodenentzündung. Bei den ersten beiden Malen hatte ich Antibiotika genommen. Ich spürte noch Wochen danach ein Ziehen vom Hoden in den Unterleib. Mein Urologe meinte, dass das normal ist und da der Nerv durchgeht. Aber es kehrte zurück, somit brachten mich meine Eier zu Naturheilkunde und ich wurde ein Gegner von Chemie, denn so öfter ich auf die Schulmedizin zurückgriff, umso schlechter ging es mir gesundheitlich. Leider kann und darf ein Heilpraktiker dich nicht im Intimbereich behandeln und Homöopathische Arznei-Hersteller dürfen in ihrem Beipackzettel auch nicht schreiben, für was ihre Arznei angewendet wird, weil sie als Pseudowissenschaft deklariert werden und von Placebo gesprochen wird. Genau das gleiche dachte ich vorher auch!

Nun zur Krankheit, beim dritten Mal wurde ich diese mit einer Rhododendron CP Salbe 50g (PZN 5957487) und Rhododendron C200 Globuli 10g (PZN 4234108) los. Habe mich 3-mal eingeschmiert mit der Salbe und 5 Globulis 3 mal täglich zu mir genommen. Rhododendron findet man ausschließlich nur in Homöopathischer Arznei, aufgrund des Rhododendron Toxins. Eine stärkere Globuli Dosierung wäre die Rhododendron D4 10g (PZN 7249429).
(Ich hatte alle drei Nebenhodenentzündungen innerhalb von einem halben Jahr (2015))

Beim vierten Mal (November 2017) war es ein Schmerz im Unterleib, der sich zum Schluss auch auf die rechte Seite des Hodens verlagerte. Ich würde behaupten dieses mal war der Schmerz nicht ganz so groß, wie bei den vorherigen.

Ich trank jeden Tag Bio-Kamillentee von DM (1,5 Liter) bis ich meinen bestellten Tee erhielt. 

Danach war es 2 Liter Tee von je 2 Filterbeuteln (Bärentraubenblättertee & Birkenblättertee), zusätzlich morgens und abends 20 Tropfen Propolis in einem Glas Wasser (verrühren mit einem Plastiklöffel wegen dem Kittharz, da es Besteck einsaut) und danach schluckweise trinken. Aber sowas hat man am besten vorher da, indem man  es selbst herstellt - siehe YouTube Kanal Volksheilkunde.In der Apotheke oder im Bio Laden ist dies sehr teuer und wenig enthalten - in einer 10 ml Flasche, meine Erfahrung beim letzten Stöbern, 8% Propolis.

Propolis wirkt antibiotisch und Birkenblätter- & Bärentraubenblättertee spülen den Harnweg/leiter. Viren und Bakterien im Hoden kommen höchstwahrscheinlich durch Erkältung oder eine Infektion über den Harnleiter in den Samenleiter zum Hoden. Da es sich zum größten Teil um Viren handelt ist Antibiotika überhaupt nicht angebracht.

Das habe ich noch nicht an mir getestet:
Pulsatilla soll in der Homöopathischen Arznei auch gut sein gegen Nebenhodenentzündung und reißende Hodenschmerzen, sowie Aurum Jodatum bei Hodenschmerzen.

Lauwarme Kamille-/Moorbäder sollen laut einigen Berichten auch gut sein.
Das Wichtigste ist keine Sitzheizung im Auto zu benutzen und keine heißen Bäder. Kühlung tut einer Entzündung gut.

Eine Nebenhodenentzündung kann man leicht selbst ertasten, da er sich auf dem Ei befindet.

Sollte der Hodensack extrem angeschwollen sein und sich blau färben, dann aber rasch zum Arzt, denn dies könnte eine Hodentorsion sein.

Die PZN, die ich überall zugeschrieben habe, ist für den Apotheker, damit er die Arznei besser findet und bestellen kann!

Hallo, eine rätselhafte Geschichte. Die Entzündungstheorie und die Torsion kann man ausschließen.Einige weitere Tipps noch: 1. Die Möglichkeit eines (beginnenden) Leistenbruches muß man auch ausschließen. Dieser kann nämlich durch Nervenkompression auch solche Beschwerden auslösen. Diese Diagnostik ist nicht einfach und sollte von einem Spezialisten (nicht von irgendeinem Arzt) vorgenommen werden. 2. Man könnte eine Infiltration des Samenstranges (rund herum Einspritzen eines örtlichen Betäubungsmittels) durchführen. Wenn dadurch auch die Schmerzen weg sind, dann liegt die Ursache wirklich im oder am Hoden (z.B. beginnende Zyste odere Tumor) ist und die Schmerzen sind nicht nur hínprojiziert. Manchmal wirken diese diagnostischen Schmerzausschaltungen auch therapeutisch, wenn der Schmerzkreis unterbrochen wird. Aus diesem Grund könnte man die Schmerzausschaltung mit der Infiltration bei einem positiven Effekt wiederholen. 3. Nur der Vollständigkeit halber muß der komplette urologische Status (inkl. Prostata) erwähnt werden, dieser wurde wahrscheinlich beim Urologen gemacht. 4. Bei bestimmter Veranlagung kann bei jungen Leuten die Enthaltsamkeit auch zu Hodenschmerzen führen.

Vieleicht ne Hodenverdrehung? N Typ aus meiner Klasse hatte mal eine und das musste operiert werden. Was anderes fällt mir jetzt beim besten Willen nicht ein.

Du meinst eine Torsion. Nein die kann es zu 100% nicht sein. In den 4 Monaten wäre der Hoden schon längst abgestorben. Die Durchblutung ist laut Arzt normal.

Hi,

da sich eine Besserung der Beschwerden jeweils durch antibiotische Therapie erreichen ließ, wäre ich doch geneigt in dieser Richtung weiter zu suchen.

Zu deiner Beruhigung, die unterschiedlichen Zeiträume der Einnahme sind ok, bei Antibiotika ist nicht viel und lange zwingend besser.

Hodenschmerz:

Da alle aktuten Dinge und ein möglicher Hodentumor eigentlich ausgeschlossen sind, bleiben die chronischen.

Spontan fallen mir ein:

chronische Epididymiditis (Nebenhoden); Orchitis (Hoden-Entzündung) Orchitis deutl. seltener. -> Urin scheint aber unauffällig gewesen zu sein?

Auch eine Prostatitis kann "Hodenschmerzen" machen. -> Ejakulatprobe muss ins Labor.

Varikozele (meist links, bei 90% der Männer vorhanden - in sehr wechselnder Ausprägung. Eine Art Krampfader des Venengeflechtes, Schmerz meist als "dumpf" beschrieben) -> klinische Untersuchung und Untraschall sollten Befund zeigen

Morgagni-Hydatide (Funktionsloser Rest des "Müller-Gangs" aus der Embryonalentwicklung) müsste sich klinisch und im Ultraschall aber finden/ausschließen lassen.

Leistenhernie -> klinisch, ggf. Sono oder MRT

Ich würde an deiner Stelle mal eine chronologische Aufstellung/Übersicht der Beschwerden, der durchgeführten Untersuchungen und der erfolgten Therapie und der jeweiligen Besserung machen. Damit noch mal zu Urologen - hier Dr. guck - das wurde schon alles gemacht, Beschwerden sind noch da - wie geht es weiter... Vermutlich wirst du Zwecks Ausschluss um eine Sperma-Probe nicht herum kommen...je nachdem wie weit du von der Praxis entfernt wohnst kannst du den Part auch zu Hause erledigen (einfach Fragen!) - die Stimmung in so einer Praxiskabine ist nicht sonderlich anregend.

Alles Gute

Ein guten Bekannten von mir hatte auch solche schmerzen und der hatte einen leistenbruch...

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