Arzt in der Notaufnahme verordnet Medikamente, wo erhalte ich diese?

Hallo,

ich war heute mit einem Knalltrauma in der Notaufnahme der Bundeswehr (was im nachhinein ein großer Fehler war, wäre ich doch nur zur städtischen Klinik gefahren). Nach 3 Stunden Wartezeit wurde ich vom Arzt untersucht. Da ich seit dem Vorfall einen Tinitus habe, hat er eine Cortison-Behandlung vorgeschlagen. Nach einer weiteren Stunde Wartezeit habe ich vom Pfleger den Bericht und Tabletten für einen Tag bekommen. Er sagte, das Rezept für die restlichen Tabletten soll ich von der Notfallpraxis der kassenärztlichen Vereinigung besorgen, da die Notaufnahme angeblich keine Rezepte ausstellen darf. Er weigerte sich sogar, mir wenigstens die Dosis für die kommenden 2 Feiertage mitzugeben.

Einseitig fast taub fuhr ich also 10 KM zur Notfallpraxis, wo man mir eine N1-Dosis verschrieb. Übermorgen muss ich erneut dorthin, da die verschriebene Dosis nur für 2 Tage ausreicht. Hausarzt und HNO-Arzt sind erst nächste Woche wieder da.

Was soll das alles? Im Bericht des KH steht, das mir die verordneten Medikamente mitgegeben wurden. Das stimmt aber nicht! Man hat mir lediglich eine einzige Tagesdosis mitgegeben.

Ich kenne so ein Vorgehen überhaupt nicht. Ist das so wirklich die offizielle Vorgehensweise? Ich muss also für ein paar Tabletten zu 5 (!) Einrichtungen fahren (KH, Notfallpraxsis, Apotheke, Notfallpraxis, Apotheke). Kann ich mir wenigstens die Fahrtkosten von der Krankenkasse erstatten lassen?

Bislang kannte ich es immer so, dass der verordnende Arzt in der Notaufnahme zur Schublade greift und die Medikamente dem Patienten gibt (in meinem Fall zumindest für die kommenden 3 Tage, wo alle Praxen geschlossen haben).

Medikamente, Krankenhaus
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Zu geringer Testosteronwert mit Beschwerden?

Guten Tag,

ich hoffe, dass ich mit meinem Anliegen im richtigen Fachbereich bin.

Ich bin männlich, Mitte / Ende 20 und habe ein endokrinologisches / urologisches Problem.

Aktuell habe ich folgende Beschwerden:

  • Sehr starker Haarausfall
  • Verringerter (ungleichmäßiger) Bartwuchs
  • Grundsätzlich keine Morgenerektion
  • Dauerhaft schlecht gelaunt, Depressionen
  • Häufige Müdigkeit, wahrscheinlich Symptom meiner Thalassämie minor

Vorgeschichte:

Vor knapp 4 Jahren ließ mein Hausarzt meinen Testosteron- und Prolaktinwert messen, da ich damals einen ungewöhnlich starken Haarausfall hatte. Es stellte sich heraus, dass mein Testosteronwert am unteren Ende der Normbereichskala und mein Prolaktin leicht erhöht war. Er überwies mich zum Endokrinologen. Dieser führte weitere Bluttests durch und stellte anschließend fest, dass keine endokrinologische Störung vorliegt. Er war der Ansicht, dass mein starker Haarausfall erblich bedingt ist.

Da ich im Verlaufe der Zeit zunehmend weitere Beschwerden hatte (siehe oben), war ich letztes Jahr beim Urologen sowie erneut beim Endokrinologen. Urologisch scheint wohl alles in Ordnung zu sein; insbesondere wurde Hodenkrebs ausgeschlossen. Der Endokrinologe hat erneut diverse Blutwerte getestet sowie mein Hodenvolumen ermittelt (je 16,1 ml). Bei der ersten Blutabnahme am Nachmittag war mein Testosteronwert deutlich verringert (1,67 ng/ml). Bei einer zweiten Blutabnahme am Vormittag wurden u. a. folgende Werte ermittelt:

  • Testosteron 3,71 ng/ml
  • Prolaktin 19,7 ng/ml
  • FSH 2,4 mIE/ml
  • LH 4,1 mIE/ml
  • Cortisol 164,6 ng/ml
  • Estradiol < 5 pg/ml
  • DHEA-Sulfat 285,70 ug/dl
  • ACTH 27,7 ng/l

Zwei MRT vom Schädel waren unauffällig. Der Endokrinologe kam erneut zum Schluss, dass er keine Anzeichen einer endokrinologischen Erkrankung sieht. Auf meinen Haarausfall und verringerten Bartwuchs (alleine das steht im extremen Widerspruch zueinander) ist er gar nicht eingegangen.

Was kann ich tun? Ich habe Beschwerden, die mich zunehmend belasten. Der Haarausfall könnte durchaus erblich sein, aber was ist mit meinem verringerten Bartwuchs? Hierfür muss es doch eine Erklärung geben. Auch die fehlende morgendliche Erektion belastet mich sehr (ansonsten habe jedoch keinerlei Erektionsprobleme). Könnte ich eventuell das Klinefelter-Syndrom haben? Hierfür sprechen einige Symptome (Müdigkeit, Depressionen, als Kind verzögerte sprachliche Entwicklung sowie späte Pubertät mit 15 / 16, relativ kleine Hoden sowie suboptimale Blutwerte). Dagegen sprich jedoch die Tatsache, dass ich in meiner Intelligenz nicht eingeschränkt bin; ganz im Gegenteil, ich habe einen Masterabschluss und bin beruflich sehr erfolgreich.

Ich freue mich über jede Anregung und über jeden Vorschlag, wie ich meine Beschwerden lindern kann.

Hormone, testosteron, Urologie, endokrinologie
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Mir wird eine Untersuchung beim Endokrinologen verweigert, was tun?

Ich habe mit Mitte 20 einen geringen Bartwuchs, sehr starken Haarausfall sowie einen relativ geringen Testosteronspiegel (3,5 ng/ml). Zusätzlich ist mein Prolaktin leicht erhöht und ich bin ständig müde.

Letztes Jahr hat mich mein ehemaliger Hausarzt zum Endokrinologen überwiesen. Dieser führte eine Sonografie meiner Hoden durch (Volumen je 16 ml) und testete mein Blut auf diverse Parameter (u. a. auch auf Tumormarker für Hodenkrebs). Meine Augenärztin schickte mich außerdem zum MRT des Schädels, da ein Prolaktinom ausgeschlossen werden sollte.

Das Ergebnis aller Untersuchungen war, dass angeblich alles in Ordnung ist. Das glaube ich jedoch nicht. Mein geringer Bartwuchs ist nicht normal und der sehr starke erbliche Haarausfall passt nicht zum geringen Testosteronspiegel. Außerdem bin ich ständig müde. Ich vermute, dass ich unter dem Klinefelter-Syndrom leide.

Leider verweigert mir mein neuer Hausarzt eine Überweisung zum Endokrinologen. Er sagte, dass er hierfür eine Begründung benötigt, jedoch bietet er prinzipiell keine IGEL-Leistungen an (hier: Testosteronwert). Ich soll stattdessen zum Urologen gehen.

Obwohl ich in der zweitgrößten Stadt Deutschlands lebe, gibt es hier leider nur 3 (!!!) endokrinologische Praxen. Bei einer war ich ja schon und die anderen beiden bestehen auf eine Überweisung (obwohl dies gegen geltendes Recht verstößt).

Was kann ich tun? Ich habe doch ein Recht auf eine Zweitmeinung! Außerdem habe ich weiterhin Beschwerden, die nicht abgeklärt sind.

Krankenkasse, Urologie, endokrinologie
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