Töne sind Wellen, Schallwellen. Die Schallschlauchdicke entscheidet damit darüber, welche Frequenzen (Tonhöhen) besonders gut verstärkt im Ohr ankommen.

Bei einem leichten Hörverlust nimmt man gerne eine offene Versorgung mit einem dünnen Schlauch und entweder einer kleinen Otoplastik oder nur einem kleinen Kunststoffschirmchen.

Bei höheren Hörverlusten ist es ratsam auf einen dicken Schlach zurück zu greifen und auf eine möglichst geschlossene Versorgung. Die dicken Schläuche unterstützen zudem die Übertragung der hohen Töne, die im Alter ja in der Regel das Problem darstellen (weil sie den Sprachbereich darstellen).

Also zusammengefasst: die Auswahl der Schläuche ist vom Hörverlust abhängig und wird vom Akustiker in Abstimmung mit dem Kunden ausgewählt. Man sollte darum ruhig beides ausprobieren!

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Jain, das geht bedingt. Allerdings wird das Ohr mit dem Hörsturz in der Regel nicht richtig taub, sondern behält einen Hörrest. Das heißt, es kommt zu einem Hörverlust von z.B. 70dB, richtig Taub hieße ja, dass nichts mehr gehört wird.

Zudem findet ein Hörsturz in der Regel nur auf einem Ohr statt, so dass das andere Ohr seine Funktion behält. Allerdings ist auch bei dieser Symptomatik die Versorgung mit einem Hörsystem wichtig, damit die Person weiterhin räumlich hören kann und sich nicht einschränken muss. Außerdem ist es wichtig, direkt auf einen Hörsturz mit einer Verhaltensänderung und einer medikamentösen Therapie zu reagieren.

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Das liegt daran, wann du diese Entzündung bekommst:

wenn du sie nach dem Schwimmen in Seen eine Gehörgangsentzündung bekommst, solltest du nach dem schwimmen die Ohren mit Mineralwasser oder Leitungswassre spülen.

Wenn du sie "nur so" bekommst, solltest du darauf achten, dass du auf Wattestäbchen verzichtest, das äußere Ohr solltest du mit deiner normalen Tagespflege mit eincremen. Der Gehörtgang wird am besten beim Duschen mit dem kleinen Finger gereinigt.

Solltest du auf den Chlor im Schwimmbad reagieren, dann musst du dir dafür Ohrstöpsel zum Schwimmen anschaffen. Die gibt es individuell beim Hörakustiker.

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Der Flüssigkeitsverlust ist das eigentliche Problem, verliert der Körper zu viel Flüssigkeit, kann der Kreislauf versagen. Darum gibt man nicht immer Blutkonserven, sondern oft Kochsalzlösung. Ein großer und schwerer Mensch hat natürlich mehr Blut im Körper und steckt solch einen Blutverlust besser weg, als ein Kind. Im Krankenhaus wird man wohl darauf geachtet haben, dass deine Nichte einen stabilen Kreislauf hat. Darum ist der Flüssigkeitsverlust wieder ausgeglichen. Sie wird noch ein bisschen schlapp sein, aber das legt sich in den nächsten Wochen wieder.

Nach einer Blutspende, bei der man 500ml Blut abgibt, gleicht der Körper den Flüssigkeitsverlust sehr schnell wieder aus. Darum wird man gefragt, ob man genug getrunken hat und sollte nach der Spende nochmal etwas trinken.

Wie lange man genau braucht, um den Blutverlust auszugleichen, das kann ich dir nicht sagen. Das liegt auch am Körper. Aber mit Sicherheit ist in ein paar Wochen alles wieder in Ordnung.

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Wenn das Wasser schön kühl ist kannst du im Grundegenommen so lange schwimmen, wie du magst. Aber: auch beim Schwimmen schwitzt man, den Flüssigkeitsverlust musst du ausgleichen, genauso wie bei anderen Sportarten. Außerdem darfst du nicht unterschätzen, dass die meisten Freibäder in der Sonne stehen und keinen Schatten bieten. Also muss du entsprechend vor der Sonne geschützt sein: Sonnencreme (wasserfeste!!) sowieso und eine Kopfbedeckung ist bei längerem Wasseraufenthalt auch Pflicht.

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Wahrscheinlich bist du leicht erkältet oder bekommst eine Erkältung. Dann schwillt die Eustachische Röhre an (die Belüftungsröhre für das Mittelohr) und man bekommt veränderte Druckverhältnisse im Ohr. Dagegen kannst du vorübergehen (!!!) Nasenspray einsetzen. Dadurch schwellen die Schleimhäute wieder ab und das Ohr wird besser belüftet. Sollte das Problem nicht besser werden, musst du zum HNO aber probier es erstmal für ein paar Tage mit Nasenspray.

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Dann hast du wohl eine Mittelohrentzündung? Wichtig ist das Mittelohr zu belüften. Das geht aber nur, wenn die Eustachische Röhre frei ist. Um sie abzuschwellen kannst du Nasensprey verwenden. Ein Röhrchen wird eigentlich nicht eingesetzt, nur weil man mal Wasser im Mittelohr hat, sondern erst, wenn regelmäßig Mittelohrentzündungen auftreten. Wer hat dir denn gesagt, dass du ein Röhrchen bekommen sollst? Probier es erstmal auf dem normalen Weg mit Nasenspray und Antibiotika. Röhrchen werden im übrigen bei Erwachsenen und Jugendlichen nur noch selten gesetzt, weil sich diese Problematik meist bis dahin gelegt hat. Sprich nochmal mit deinem Arzt darüber!

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Es wird ein objektiver Test gemacht, bei dem man ohne das direkte Zutun oder der Mitarbeit des Kindes messen kann, ob die "Reaktionen" des Ohres normal sind.

Es gibt zwei Möglichkeiten:

(1) otoakustischen Emissionen (OAE) und die

(2) Hirnstammaudiometrie (BERA).

besser kann ich es auch nicht erklären, als es hier steht:

http://www.phoniatrie-paedaudiologie.com/Hoerscreening/Elterninfo-Hoerscreening/Elterninfo-Hoerscreening.html

(1) Die Messung der otoakustischen Emissionen (OEA) basiert darauf, dass ein normales Innenohr nicht nur Schall empfangen, sondern auch aussenden kann. Dazu wird eine kleine Sonde in den äußeren Gehörgang eingeführt. Diese gibt leise „Klick“- Geräusche ab. Diese Geräusche werden ins Innenohr fortgeleitet, zur Hörschnecke mit ihren Sinneszellen. Erreichen die Töne ihr Ziel, „antworten“ diese Zellen, ähnlich einem Echo, mit Schwingungen, die wiederum als Schallwellen vom Innenohr zurück ins äußere Ohr übertragen werden. Dort nimmt ein an der Sonde befestigtes winziges Mikrofon die Schallwellen auf und misst, wie stark sie sind. Bleibt das Signal aus oder ist es sehr schwach, kann dies auf eine gestörte Schallaufnahme im Innenohr hinweisen. Die Ursache ist häufig eine Störung der Sinneszellen. Ein schlechtes Messergebnis bedeutet aber nicht immer, dass das Kind schwerhörig ist. Zum Beispiel kann die Signalaufnahme verzerrt werden, wenn das Kind unruhig ist, Flüssigkeit im Ohr hat oder Hintergrundgeräusche stören.

(2) Hirnstammaudiometrie: Durch diese Messung lässt sich feststellen, ob die Übertragung der Schallsignale ins Gehirn richtig funktioniert. Die Hirnstammaudiometrie (englisch: Brainstem electric response audiometry, BERA oder auditory brainstem response, ABR) ist eine spezielle Elektroenzephalografie (EEG) – ein Verfahren, das die vom Innenohr und Teilen der Hörbahn (Hörnerv und Hör-Gehirn) produzierten elektrischen Aktivitäten misst. Vor der Messung werden am Kopf des Kindes zunächst kleine Metallplättchen (Elektroden) auf die Haut geklebt. Über eine Sonde oder einen Kopfhörer werden dann ebenfalls Klickgeräusche in das Ohr gesendet. Über die Elektroden wird gemessen, ob die Schallwellen als elektrische Impulse aus dem Innenohr an das Gehirn weiter geleitet und verarbeitet werden. Ist die Antwort des Innenohrs oder von Teilen der Hörbahn gestört, liegt ein Hinweis auf eine Hörminderung vor, der eine weitere Untersuchung erforderlich macht. Auch dieser Test erfordert eine ruhige Umgebung. Je aktiver und wacher das Kind ist, desto mehr elektrische Signale produziert sein Gehirn, und es wird schwierig, die Signale der Hörbahn von diesen zu unterscheiden. Deshalb ist es am besten, wenn Ihr Kind während der Untersuchung schläft. Zusammen mit der OAE kann die Hirnstammaudiometrie auch Hinweise liefern, ob das Hören durch eine Schädigung im Innenohr oder der Hörbahn beeinträchtigt ist. Ihr Kind erhält entweder eine der beiden Untersuchungen oder beide.


Sehr gut, dass es diese Verfahren gibt! Bleibt ein Hörverlust unbemerkt kann es zu Verzögerungen in der Entwicklung (besonders der Sprachentwicklung und des Sprachverstehens) kommen

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Es gibt andere Maßnahmen, wie implantierte Hörsysteme, allerdings ist das nicht immer der bessere Weg!

Gerade weil du von deinem Opa sprichst kann ich dir sagen, dass es sich wahrscheinlich um eine Altersschwerhörigkeit handelt. Das Problem daran: das geht schleichent. Die Geräusche werden im Gehirn verarbeitet und in den entsprechenden Sinnzusammenhang gebracht. Im nächsten Schritt hat dein Opa verstanden, was gesagt wurde. Wenn man nun aber lange nicht gut gehört hat, dann wird das Verstehen schlechter, nicht nur das Hören. Das heißt: wahrscheinlich ist das Hörsystem laut genug (wenn du sagst, das ändert nichts daran, dann gehe ich davon aus, dass es passend auf ihne eingestellt ist), aber die Synapsen sind ein bisschen "faul" geworden und setzen das gehörte nicht mehr in einen Sinnzusammenhang. Das muss man trainieren. Leider geht das auch nur, wenn man die Hörsysteme regelmäßig (!) und nicht nur zu besonderen Anlässen trägt. Also bitte nicht nur, wenn die Enkel am Sonntag kommen. Sondern man muss sie eben auch beim Fernsehen tragen, beim Zeitungslesen und in Gesellschaft. Sonst gewöhnt man sich nicht daran.

Sollte das alles nicht in Ordnung sein, komme ich nochmal auf den eben vorausgesetzten Punkt zurück: die Systeme müssen überprüft werden. Vielleicht sind die Batterien zu alt, die Ohrstücke passen nicht mehr richtig oder der Hörverlust hat so zugenommen, dass das System das einfach nicht mehr leisten kann. Ich hatte mal eine Kundin, die einen sehr schnell vortschreitenden Hörverlust hatte, das System war 2 Jahre alt und brachte nicht mehr die benötigte Leistung. In der Regel sind die Systeme auf 6 Jahre ausgelegt und haben entsprechende Reserve, aber es kann eben auch mal anders kommen.

Darum: nicht verzagen, nochmal Opa und den Akustiker fragen! Mit einer OP hilft man deinem Opa wahrscheinlich nicht, wenn es sich um eine "normale" Altersschwerhörigkeit handelt.

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Wohin du gehst ist eigentlich egal. Die Hörakustiker machen ebenfalls Hörtests. Ohne für die Hörakustiker zu viel die Werbetrommel zu rühren, kann ich sagen, wir nehmen uns auch mehr Zeit und haben oft (leider) die besserern Räume. Nur weil du einen Hörtest machst, musst du noch lange nicht Geräte kaufen und diese Tests sind in der Regel kostenlos.

Sollte dabei herauskommen, dass du einen Hörverlust hast, muss die Verordnung über den HNO-Arzt laufen. Das ist bei der Erstversorgung so. Allerdings kann das auch im Laufe der Anpassung erst passieren, wenn du einen Termin bekommen hast. Der HNO-Arzt muss die Diagnose stellen, das dürfen die Hörakustiker nicht, die dürfen dir nur erzählen, welchen Hörverlust du hast und ob du Anspruch auf ein Gerät hast, oder nicht.

Den Kauf eines Hörsystem darfst du dir ähnlich wie bei einer Brille vorstellen, die du aber Probeträgst. Die Systeme werden auf Deinen Hörverlust angepasst und du probierst sie aus (kostenlos!!!). Bitte achte darauf, von allen Sorten und Preisklassen eins ausporbiert zu haben, bevor du dich entscheidest. Das heißt: auf deinen Hörverlust abgestimmt, aber sowohl ein "Kassensystem" (Zuzahlung bei 2 Systemen 20 €), ein mittleres System und ein sehr hochwertigs. Nur so weißt du, ob sich der Unterschied für dich lohnt. Schließlich sind die Zuzahlungen relativ hoch.

Von den Hörsystemen haben die HNO-Ärzte wirklich keine Ahnung, das ist unser Job! Aber für eine Verordnung musst du zumindest einmal beim Arzt gewesen sein, aber wie beschrieben, nicht zwingendermaßen ganz am Anfang.

Alles Gute, ich hoffe, ich konnte dir helfen?!

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Wenn du das Gefühl hast, auf einem Ohr wesentlich schlechter zu hören und du hast den Stress im Verdacht, dann solltest du möglichst bald (morgen!!!) zum HNO-Arzt und das abklären lassen. Es könnte ein Hörsturz dahinter stehen. Hast du auch ein Ohrgeräusch (piepen oder rauschen)? Das solltest du dann auch erwähnen.

Eine andere Möglichkeit kann ganz harmlos sein: vielleicht hast du einen Ohrenschmalzpropfen im Ohr und der versperrt den Schallweg. Der muss dann nur entfernt werden, das ist keine große Sache.

Die 3. Möglichkeit, die mir einfällt ist ein leichter Paukenerguss oder veränderte Druckverhältnisse im Ohr. Wenn du z.B. eine Erkältung hast, kann das Ohr schon mal mit betroffen sein.

Alle 3 Fälle gehören in Behandlung, wenn sie länger vorliegen. Im ersten Fall solltest du schnell zum Arzt.

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Ein Druckausgleich ist erstmal nicht schädlich für die Ohren. Das Druckgefühl kann aber normal sein, wenn die "Belüftungsröhre" für das Ohr zusitzt (wie bei einer Rachenentzündung). Die Eustach´sche Röhre belüftet das Mittelohr und verbinde den Hals-Nasen-Ohren-Bereich, wird das Mittelohr nicht mehr gut belüftet, weil die Röhre (wird auch als Tuba auditiva bezeichnet) zugeschwollen ist. Es kommt zum Druckgefühl. Darum hast du auch Nasenspray bekommen. Wenn du den Druckausgleich nicht magst, kannst du auch Kaugummi kauen, auch das sorgt für den Druckausgleich (beim Schlucken). Gute Besserung!

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So ein gedämpftes Gefühl kann man schon mal haben, wenn eine Erkältung naht und man darum veränderte Druckverhältnisse im Ohr hat.

Bei einem Hörsturz tritt dieses Gefühl, nichts mehr hören zu können sehr schlagartig auf und es kündigt sich meist an. Das heißt oft haben die Patienten vorher schon mal ein Pfeifen auf dem Ohr gehabt oder hatten kurzzeitige Hörverluste.

Sollte jetzt wieder alles in Ordnung sein, kannst du unbesorgt sein, hält diese Gefühl aber immernoch an, musst du einen Arzt aufsuchen. Genauso dann, wenn du das häufiger hast, das könnte dann ein Vorbote von einem Hörsturz sein.

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