Sterbehilfe bei COPD im Endstadium

10 Antworten

Ein verantwortungsvoller Arzt wird die Morphiumdosis kontinuierlich erhöhen, damit der Patient keine Schmerzen und Qualen leiden muss. Der Arzt nimmt dabei billigend in Kauf, dass der Tod früher eintritt, aber ein solches Verhalten wird vom Gesetzgeber toleriert, weil es nicht als aktive Sterbehilfe gilt. Ich würde an Deiner Stelle um eine Gespräch mit dem Arzt nachsuchen und darum bitten, dass alles getan wird, damit Dein Vater nicht unnötig leiden muss. Du gibst dem behandelnden Arzt damit in gewisser Weise auch ein Signal, dass Du als Angehöriger mit seinem Tun einverstanden bist.

Du wirst viel Kraft brauchen in den nächsten Tagen und Wochen, und ich wünsche Dir, dass Du diese schwere Zeit gut überstehst.

Ich hatte eine Bekannte, die man auch ins künstliche Koma versetzt hat. Sie lebte noch einige Zeit, war aber nie ansprechbar. Leider ist sie nicht mehr aus dem Koma aufgewacht und starb mit 65 Jahren.

hallo pibi71 ,

du wirst verstehen das man nach den kurzen angaben nicht viel dazu sagen kann. du müßtest es mit dem behandelten arzt besprechen und auch mit deiner familie.

ich weiß nicht wie alt er ist, ob er auf einer transplantationliste geführt wird, wie die werte sind.

es gibt sicher vielen sachen die man in die waggschale werfen muß, über die man sich gedanken machen muß. du mußt und darfst es auch nicht alleine entscheiden. suche das gespräch mit den anderen

lg

flattermann

kürzlich hat der Bundesgerichtshof ein Urteil gesprochen, das die passive Sterbehilfe stärkt (also z.B. Beatmungsgerät abschalten).

Das darf sein, wenn der Patient sich nicht mehr äußern kann und wenn er sich Zweifel wünschen würde, dass die Behandlung abgebrochen wird (Patiententestament? oder hat er darüber gesprochen, vielleicht auch mit den Ärzten oder mit mehreren Menschen?).

Ich wünsche dir ein gutes Gespräch mit dem Arzt. Vielleicht kann er dir auch erklären, was das Krankenhaus für deinen Vater tut, damit dein Vater nicht leidet.

das BGH-Urteil ist vom 25. Juni 2010, Aktenzeichen 2 StR 454/09

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das Recht auf menschenwürdiges Sterben gestärkt.

Der Abbruch lebenserhaltender Behandlungen ist künftig nicht mehr strafbar, wenn ein Patient dies in einer Verfügung festgelegt hat, entschied das Gericht am Freitag in Karlruhe in einem Grundsatzurteil!

Damit sprach das Gericht einen Rechtsanwalt vom Vorwurf des gemeinschaftlichen versuchten Totschlags frei.http://www.bild.de/BILD/politik/2010/06/25/karlsruhe-grundsatzurteil-bundesgerichtshof-sterbehilfe/wird-erleichtert-anwalt-freigesprochen.html?src=epro&wtmc=epro.Tagesakt+Themen&zanpid=12650660C533145332&gclid=CP2z1IT41qICFcQx3wodLgSCwQ

Hier in Deutschland ist die Sterbehilfe verboten! Obwohl ich dich in deinem Fall sehr gut verstehen kann, dem sollte man lieber ein "friedliches" Ende setzten. Es sollte niemand in seinen letzten Stunden noch so leiden!

Die Erhöhung der Mophin-Dosis gewährleiset meist ein "friedliches Ende" und wird von vielen Palliativ-Medizinern auch durchgeführt.

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