Liebe(r) knobelbecher,

kein Antidepressiva wirkt sofort, außerdem ist meist eine Einnahme über mehrere Monate erforderlich.

Rezeptfrei sind nur Johanniskrautpräparate erhältlich. Diese sind aber höchstens bei leichten depressiven Episoden zu empfehlen und auf eine fachgerechte Einnahme ist zu achten, um den gewünschten Effekt zu erhalten (z. B. aureichende Dosierung, Wechselwirkungen).

Die meisten Medikamente mit einer stimmungsaufhellenden und antriebssteigenden Wirkung sind rezeptpflichtig. Es gibt aber inzwischen gut verträgliche Wirkstoffe, die keine oder nur wenige Nebenwirkungen haben und die nicht abhängig machen. Wenden Sie sich daher am besten an einen Arzt.

Viele Grüße

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Liebe(r) KonstanzeL,

es empfiehlt sich, zuerst den Hausarzt aufzusuchen. Dieser kann dann über die Behandlungsmöglichkeiten aufklären und ggf. auch körperliche Begleiterscheinungen wie z. B. Schlafstörungen behandeln.

Grundsätzlich können Sie sich aber auch direkt an einen Psychotherapeuten wenden - eine Überweisung vom Hausarzt ist nicht zwingend erforderlich.

Eine Zeitspanne ist hier nur schwerlich zu nennen. Vielmehr sollte Ihr persönlicher Leidensdruck ausschlaggebend dafür sein, wann Sie sich professionelle Hilfe suchen.

Viele Grüße

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Liebe(r) mickjagger,

es ist ganz typisch für Antidepressiva, dass die Nebenwirkungen immer vor Eintritt der gewünschten Wirkung auftreten. Denken Sie aber daran, dass die Nebenwirkungen von Antidepressiva meist von selbst wieder abklingen.

Mit einem Wirkungseintritt ist nach ca. 2-3 Wochen zu rechnen, ggf. muss auch noch einmal die Dosis erhöht werden. Erfahrungsgemäß sollte erst nach ca. 2 Monaten beurteilt werden, wie Sie letztenendes auf das Antidepressivum ansprechen.

Citalopram gilt insgesamt als ein sehr gutes Antidepressivum, dessen Wirksamkeit nachgewiesen wurde. Bringen Sie also noch etwas Geduld auf, Sie können davon noch profitieren.

Viele Grüße und gute Besserung

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Liebe(r) Ananas,

wenn Ihre Prüfungsangst so ausgeprägt ist, dann sollten Sie Ihren Hausarzt zu Rate ziehen. Elementare Dinge wie Schlafen und Essen müssen unbedingt funktionieren, gerade dann, wenn man in den Prüfungsvorbereitungen steckt. Hinzu kommt dann ja noch die Angst, auch das sollte behandelt werden (und nicht erst einen Tag vor der Prüfung!).

Und hier noch ein Lesetipp zu Prüfungsangst bei Klausuren und Prüfungen:

http://www.schulpsychologie.de/ww3ee/bin/472650-473930-1-ka-kinder.pdf

Viele Grüße

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Liebe(r) Kleopatris,

ein charakteristisches Merkmal des Burnout Syndroms ist ja tatsächlich dieses "Sich-nicht-mehr-erholen-können", selbst an freien Tagen und im Urlaub.

Nachfolgend einige Ratschläge, was man bei aufkommender Erschöpfung machen kann:

  • Entlastung von bisherigen Pflichten (beruflich, privat)

  • sich erreichbare Ziele stecken

  • evtl. eine Zeitlang einen Tagsplanung/Wochenpla machen (eigenen Zeitbedarf berücksichtigen und versuchen, eine Balance herzustellen zwischen Beruf/Verpflichtungen und Freizeit/Privatleben)

  • ausreichend Schlaf, regelmässiger Schlaf-/Wachrhythmus

  • Bewegung an der frischen Luft, Sport

  • tagsüber regelmässig Pausen einplanen

  • nach anstrengenden Terminen auch mal frei nehmen

  • Entspannungstechniken lernen *)

  • Achtsamkeitstraining *)

  • falls erforderlich rechtzeitig professionelle Hilfe annehmen

*) Ein paar einfache Übungen kann man sich auch selber beibringen. Alternativ einen Kurs besuchen.

Viele Grüße

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Liebe(r) woelfchen,

das sollten Sie mit Ihrem Hausarzt zusammen besprechen. Berichten Sie ihm von diesen Beobachtungen. Anschliessend können Sie gemeinsam entscheiden, wie weiter verfahren wird.

Manchmal kann es ganz hilfreich sein, wenn man (zumindest vorübergehend) einen Stimmungkalender führt, in dem man auch die eingenommenen Medikamente und auftretende Nebenwirkungen einträgt. So lässt sich auch für den Arzt besser zurückverfolgen, ob Symptome Nebenwirkungen einer aktuellen Medikation sind.

Viele Grüße

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Liebe(r) zafersarisoy,

einen Hinweis auf eine Psychose kann ich Ihren Schilderungen nicht entnehmen. Hinter dem Verhalten (wiederholt Fragen stellen) könnte aber tatsächlich eine Zwangsstörung stecken. Um das endgültig sagen zu können, müsste man aber die Betroffene noch genauer befragen.

Ich empfehle Ihnen also, einen Arzt aufzusuchen, um das abklären zu lassen. Sollte sich herausstellen, dass dahinter tatsächlich eine Zwangsstörung steckt, kann dies sehr gut durch eine Verhaltenstherapie behandelt werden.

Viele Grüße

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Liebe(r) TattooFairy,

geben Sie dem noch etwas Zeit. Ggf. muss die Dosierung nochmal erhöht werden. Besprechen Sie das mit Ihrem Arzt.

Für eine letzendliche Beurteilung ist es noch zu früh. Sollte sich aber im weiteren Verlauf auch keine Wirkung einstellen, kann man auf einen anderen Wirkstoff wechseln.

Viele Grüße

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Liebe(r) Florentine84,

man unterteilt die Behandlung einer Depression in Akuttherapie, Erhaltungstherapie und Langzeitprophylaxe.

Die Erhaltungstherapie sollte in jedem Fall etwa 4-9 Monate nach Abklingen der Symptomatik fortgeführt werden.

Ob eine Langzeitprophylaxe angesetzt wird, macht man davon abhängig, ob der Patient ein erhöhtes Risiko für das Wiederauftreten einer erneuten depressiven Episode aufweist. Das trifft zum Beispiel zu, wenn in der Vorgeschichte mind. zwei weitere Krankheitsepisoden aufgetreten sind. Die Langzeitprophylaxe wird dann für zwei Jahre angesetzt.

Viele Grüße

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Liebe(r) inbroken,

wurde bereits mir einer medikamentösen Therapie begonnen? Depressive Störungen, vor allem schwerer Verläufe, sollte immer durch eine Kombination aus medikamentösen und psychotherapeutischen Verfahren behandelt werden.

Bezüglich einer Therpaie könnten Sie sich an eine psychiatrische, bzw. psychotherapeutische Klinik in Ihrer Nähe wenden. Dort gibt es oft die Möglichkeit, über deren Institutsambulanz an einer ambulanten Therapie teilzunehmen. Rufen Sie dort einfach mal an und erkundigen Sie sich nach den Behandlungsmodalitäten.

Es wäre auch zu überlegen, ob jetzt nicht eine stationäre Behandlung generell angebracht ist. Dies sollten Sie mit Ihrem Arzt absprechen.

Viele Grüße und gute Besserung

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Liebe(r) ayben,

am Anfang sollte immer eine ärztliche Untersuchung stehen, um erstmal eine Diagnose stellen zu können. Dabei kann der Arzt auch körperliche Ursachen ausschliessen und herausfinden, ob eine depressive Störung und/oder eine andere psychische Erkrankung vorliegt.

Eine Behandlung sollte immer als Kombinationstherapie verstanden werden, d. h. die Therapie setzt sich individuell aus verschiedenen Therapiebausteinen zusammen. Einen wichtigen Stellenwert nehmen dabei die medikamentöse Therapie und die Psychotherapie ein. Ergänzend dazu können andere Maßnahmen, wie z. B. Soziotherapie, Ergotherapie, Entspannungsübungen usw. sinnvoll sein.

Zu guter Letzt braucht man immer viel Zeit und Geduld bei einer Therapie, was zwar sehr schwierig ist, aber eine lohnende Investition darstellt! :)

Viele Grüsse

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Liebe(r) tippi,

Informationen zum Krankheitsbild der Schizophrenie finden sie auf

kns.kompetenznetz-schizophrenie.info/?q=node/8

Das Verhalten ihrer Bekannten weist nicht auf das Vorhandensein einer Schizophrenie hin, wenngleich man das aus dieser Entfernung und ohne weitere Informationen sowieso nicht oder nicht ausreichend beurteilen kann.

Als wesentliches Merkmal einer Schizophrenie wird oft eine Persönlichkeitsspaltung, innere Spaltung o. ä. angenommen. Dies ist aber falsch. Der Begriff "Schizophrenie" wird zwar oft mit Spaltungssirresein übersetzt, gemeint ist damit aber das Gefälle zwischen Denken, Fühlen und Handeln des Patienten und der Realität. Der oben genannte Link geht darauf auch nochmal an einer Stelle kurz ein.

Lange Rede, kurzer Sinn: Es ist gut möglich, dass Ihre Bekannte an einer psychischen Erkrankung leidet. Nur aufgrund des geschilderten Verhaltens würde ich aber eher an eine Persönlichkeitsstörung denken. (Ohne die Person zu kennen, ist das natürlich viel Spekulation!)

Viele Grüsse

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Liebe(r) Nrathea,

haben sie schon einmal in den Datenbanken der NAKOS (Nationale Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen) gesucht?

http://www.nakos.de/site/datenbanken

Dort sind bestehende Selbsthilfegruppen verzeichnet, ausserdem kann z. B. Kontakt zu anderen Betroffenen hergestellt werden.

Ansonsten würde ich es mal über entsprechende "Krebsgesellschaften" versuchen, die meist auch Informationen und Kontaktadressen für Betroffene bereitstellen.

Viele Grüsse

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Liebe(r) EnnoP,

ob Sie zum Hausarzt oder gleich zu einem Psychologen gehen, bleibt Ihnen überlassen (beides ist möglich). Es ist jedoch zu empfehlen, erst einen Arzt aufzusuchen, damit dieser eine diagnostische Abklärung vornimmt und ggf. eine medikamentöse Behandlung einleitet. Die Behandlung einer Depression stellt immer eine Kombinationstherapie aus medikamentöser und psychotherapeutischer Therapie, sowie bei Bedarf weiterer Maßnahmen dar. Zudem müssen Sie für die Beantragung der Kostenübernahme bei der Krankenkasse später sowieso zum Arzt.

Zur Diagnose einer Depression: Der Arzt kann durch Ihre Schilderungen und gezielte Rückfragen sehr gut herausfinden, ob eine Depression oder eine andere psychische Erkrankung hinter Ihren Beschwerden stecken. Je nach Symptomen und Verdacht wird z. B. noch eine Routinelaborkontrolle und ein EKG durchgeführt, aber die wichtigste Untersuchungsmethode ist hierbei das Gespräch.

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Zur Psychotherapie: Die ersten 5 Sitzungen sind immer Probesitzungen, d. h. man kann erst einmal den Therapeuten kennenlernen und alle Fragen rund um die Therapie klären. Sollte man während dieser "Probezeit" feststellen, dass man sich eine Zusammenarbeit mit diesem Therapeuten nicht vorstellen kann oder die Therapieform einem nicht zusagt, kann man jederzeit aufhören und einen anderen Therapeuten suchen. Erst nach den Probeseitzungen stellt der Therapeut den Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse.

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Zur Wahl des Therapeuten: Bei der Suche nach einem geeigneten Therapeuten sollten Sie darauf achten, dass dieser eine Kassenzulassung hat und eine anerkannte Psychotherapieform anwendet. Drei Verfahren werden von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannt: Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die analytische Psychotherapie.

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Zur Suche eines Therapeuten: Bei der Suche nach einem Therapeuten können Ihnen vielleicht folgende Links weiterhelfen:

psychotherapiesuche.de/therapeutensuche

psych-info.de

netzwerk-psychotherapie.de/organisation/php/liste_behandler.php

Außerdem haben auch die Krankenkassen und die Kassenärztlichen Vereinigungen Adresslisten von Therapeuten.

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Ich hoffe, diese Tipps helfen Ihnen weiter.

Viele Grüße und alles Gute für die Therapie!

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