Nächtliches Herzrasen bei Schilddrüsenunterfunktion

Hallo zusammen, Mittlerweile bin ich wirklich verzweifelt!!

Ich bin 28 jahre alt und habe seit ca 8 Jahren eine Schilddrüsenunterfunktion (zunächst behandelt mit ltyrox 88 später dann 77). Probleme hatte ich bisher nie. An Weihnachten diesen Jahres bin ich in den Urlaub gefahren und hatte (blöderweise) meine Medikamente zu Hause liegen lassen --> ca 2 Wochen ohne ltyrox. Schlecht ging es mir nicht und auch bzgl. Gewichtszunahme hatte ich keine Probleme obwohl ich viel gegessen habe.

Als ich wieder zu Hause war hab ich wieder brav meine medikamente genommen und damit ging das Desaster los : Am gleichen Abend aus einer Ruhephase heraus extrmes Herzrasen, Herzstolperer, mein ganzer Körper hat gezittert und ich habe kaum Luft bekommen. Nach 20min ging es mir wieder besser.

Danach ein Ärztemarathon. Grosses Blutbild (TSHB 1,89 nach reduktion ltyrox vonn 77 auf 38,5) EKG/Langzeit EKG/Belastungs EKG, Ultrschall des Herzens...anscheinend alles in Ordnung und keine (zunächst ersichtlichen) organischen Ursachen.

Seit dem habe ich plötzlich niedrigen Blutdruck, spüre mein Herz klopfen was mich nachts sehr lange wach hält (obwohl Puls eig. Ok ist zw. 55 und 80), ich bin augelaugt und müde, wache nachts auf weil mir schwindelig ist (blutdruck geht nachts noch weiter runter) oder weil ich Herzrasen bekomme und mir zusätzlich mein Arm einschläft.

Das geht jetzt seit 8 Wochen so. Nachdem ich zuerst die Dosis reduziert habe auf Grund der Symptome (77 auf 40) habe ich nach ca. 3 Wochen wieder etwas erhöht (auf ca. 60) um mich langsam wieder meiner ursprünglichen Dosis anzunähern.

Was ich nicht verstehe ist: Wenn ich meine Tabletten morgens einnehme, diese sogar immernoch reduziert sind, dürfte ich ja nur Unterfumktionssymptome haben (müde, antriebslos, keine Puste --> Treppensteigen kaum möglich usw) die ich ja tatsächlich auch habe. Trotzdem habe ich nächtliches Herzrasen als Ünerfunktionssymptom, obwohl die Tablette nachts doch schon den grössten Teil ihrer Wirkung verloren haben sollte und keine derartigen überdosierungsreaktionen auftreten sollten???

Ich hoffe sehr ihr könnt mir irgendeine Erklärung dafür geben...bin langsam wirklich verweifelt, kann kaum noch zum Arbeiten gehen. Dies Gleichzeitigen Überfunktions/Unterfunktionssymptome(wenn es denn sowas überhaupt gibt) machen mich echt fertig.

Vielen Dank schon mal. Grüsse Marie

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Hallo Dannischu, vielen Dank für deine Antwort. Ich habe die Dosis in Rücksprache mit dem Hausarzt vorgenommen, da ich auf einen Termin beim Endokrinologen erst mal 6Wochen warten musste. Allerdings habe ich meine volle Hoffnung auf die Schilddrüse gesetzt. Es ist schrecklich nicht zu wissen was es ist, wenn es einem so schlecht geht...ist es nicht die Schilddrüse, weiss ich nicht weiter.

Viele Grüsse und danke. Marie

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