Umgang mit erhöhten Thrombozyten?

Mein Vater war wegen auf bis zu 3 Tsd./µl abgesunkenen Thrombozyten (Normwert 166 bis 308 Tsd./ µl) in klinischer Behandlung. Nach mehrfacher jeweils viertägiger Cortisongabe (Dexamethason-Stoßtherapie) hat sich der Wert erhöht, ist aber jeweils anschließend wieder abgefallen.

Knochenmarkpunktion und Untersuchung der Milz und Leber gab keine Hinweise bzgl. Einfluss auf die Thrombozyten. Anschließend wurde eine Thrombopoietin-Agonist mit Revolade eingeleitet. Nach wenigen Tagen sind die Thrombozyten auf 443 Tsd./ul angestiegen. Revolade wurde daraufhin abgesetzt und das für drei Wochen pausierende ASS (Blutverdünnung) wieder aufgenommen. Wegen eines neu aufgetretenen CRP (Entzündungswertes) von 12,05 mg/dl (Normwert <0,5 mg/dl) wurde Antibiotika gegeben.

Nach insgesamt schlechten Gesundheitszustand, anhaltende Müdigkeit, Appetitlosigkeit und plötzlich auftretender Kurzatmigkeit wurde er am 29.April wieder stationär aufgenommen. Lungenembolie und Beinvenenthrombose wurde ausgeschlossen. Nachdem der CRP weiter auf 14,02 mg/dl angestiegen war, wurde die Antibiotikagabe wieder abgesetzt, da bisher erfolglos.

Bei Thorax-CT hat man eine diskrete peribronchitische Infiltrate und unter Einbeziehung einer Echokardiographie einen Hinweis/ Versacht auf pulmonale Hypertonie festgestellt.

Nachdem vorgestern erst der Pneumologe und gestern erst der Kardiologe dazu gezogen wurde, hat man ihn heute aus der Klinik entlassen. Erst aus dem Entlassungsbericht und den angefügten Laborwerten haben wir festgestellt, dass sich die Thrombozytenwerte im Verlauf des Klinikaufenthaltes der vergangenen Woche von 443 Tsd. am 26.04., über 582 Tsd. am 29.04. bis 810 Tsd. am gestrigen 03.05.2019 nahezu verdoppelt haben. Der CRP-Wert ist zwar rückläufig, aber mit 4,82 mg/dl am 03.05.2019 (bei Normwert von <0,5 mg/dl) immer noch nicht in Ordnung.

Auch ist aus dem Entlassungsbericht ersichtlich das bei der Knochenmarkpunktion ein prälatenter Speichereisenmangel festgestellt wurde. Dem wurde nicht weiter nachgegangen und im Verlauf auch der Eisenwert nicht überprüft. Auch hatte der Pneumologe eine uns bisher nicht bekannte deutlich restriktive Ventilationsstörung festgestellt und empfohlen den Eiweiß- und Albuminwert zu bestimmen und eine Lungenperfusionsszintigraphie mit SPECT zum Ausschluss einer chronisch thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH) durchzuführen. Die Werte wurden nicht bestimmt und die Untersuchungen nicht durchgeführt. Zudem hat er Medikamente gegen Ödeme bekommen, hier sollte eine Gewichtskontrolle mit erforderlicher Wasserreduzierung um rd. 4 Liter durchgeführt werden.

Alles in Allem nicht zufriedenstellen. Sorge machen mir jetzt aber auch die sehr angestiegenen Thrombozyten. Nach meinem Verständnis kann doch ein hoher Thrombozytenwert zu einer Embolie oder Beinvenenthrombose führen!?

Blutwerte, Thrombose
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Krankengeldanspruch nach Leistungsablauf

Der Dreijahreszeitraum (Blockfrist) für meine Erkrankung endete im Februar 2014. Der Leistungsablauf für meine Krankengeldzahlungen endete am 18.09.2013. Seither bezog ich Arbeitslosengeld, stehe dem Arbeitsmarkt aber zur Vermittlung (tgl. 6 Std. und mehr) zur Verfügung. Das wurde durch den ärztlichen Dienst der AfA auch so bewertet.

Seit Ende Mai 2014 bin ich nun wegen einer ganz anderen Erkrankung arbeitsunfähig und befinde mich seit 7 Wochen in stationärer klinischer Behandlung.

Nach 6 Wochen hat nun die Agentur für Arbeit ihre Zahlungen eingestellt und verweist auf die Krankenkasse. Die Krankenkasse verweist darauf, dass ein neuer Anspruch auf Krankengeld für die gleiche Krankheit nur besteht, wenn

  • ich zwischen Leistungsablauf und dem erneuten Eintritt der Arbeitsunfähigkeit mindestens 6 Monate nicht wegen dieser Krankheit arbeitsunfähig war
  • der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stand.

Dabei bezieht sich die Krankenkasse auf eine ärztliche Auskunft, nach der ich seit 18.09.2013 nicht wieder arbeitsfähig war. Das ist nicht zutreffend, ich stehe seit September 2013 der Arbeitsvermittlung zur Verfügung und war nur im Februar 2014 eine Woche und im April 2014 drei Wochen wegen der gleichen und einer hinzugekommenen Krankheit krankgeschrieben.

Fragen: Sehe ich es richtig, dass sich die Arbeitsunfähigkeit ja nur auf die bisher ausgeübte Tätigkeit bezieht, denn der Arbeitsvermittlung (für andere Tätigkeiten) stehe ich ja zur Verfügung.

Was ist, wenn ich innerhalb der von der Krankenkasse genannten 6 Monate, eine Woche wegen der gleichen Krankheit arbeitsunfähig geschrieben war? Verlängert sich die Frist dann um eine Woche?

Obwohl ich jetzt wegen einer ganz anderen Krankheit krankgeschrieben und stationäre behandelt werden, verweigert die Krankenkasse das Krankengeld und verweist an die AfA, die wiederum an die Krankenkasse. Was kann man tun!?

Krankengeld
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