Ytong oder Poroton - welcher Stein ist "gesünder"?

4 Antworten

Gegenwärtig werden zur Herstellung von Ytong Quarzsand, Kalk, Zement, Wasser unter Zugabe einer geringen Menge aluminiumpulver verwendet.

du hast richtig gehört, wie man aus dem wikiartikel herauslesen kann. allerdings ist der aspekt zur schimmelbildung meines wissens kaum geklärt.

Bereits während der Bauzeit würde sich herausstellen, dass Porenbeton (Ytong, Hebel, Katzenstreu u.a.) feuchte- und frostempfindlicher ist als der keramische Stein, im Kantenbereich sogar noch bruchempfindlicher. Kleine "Katastrophen" sind bekannt durch das Zerfrieren feuchter Objekte in der Winterzeit.

Putze und Beschichtungen lassen sich wegen des ausgefeilten Systems aus homogenem Material nach entsprechender Vorbehandlung recht gut auftragen.

Poroton, Wienerberger und andere Ziegel können heutzutage vom Halbformat bis wandhoch hergestellt werden, werden jedoch meist nicht mehr als Vollziegel, sondern als stark porosierte Ziegel produziert. Dadurch sind sie hoch wärmedämmend, jedoch etwas "spröde". 

Der Putz kann bei korrekt ausgeführtem Vorspritzmörtel recht einfach aufgetragen werden. Putzrisse gibt es immer wieder durch mangelhaften Mauerwerksverband sowie fehlende Gewebearmierung im Bereich der Gebäudeöffnungen und Materialwechsel / Stürze.

Von den gestandenen Bauleuten werden beide gern als "Pfefferkuchen" verspottet.

In beiden Materialien halten z.B. Schwerlastdübel (Küchenschränke, Türen und Fenster) nur geklebt, Dübel für kleinere Lasten müssen fürs jeweilige Material ausgewählt werden. Bei einigen Befestigungen (Waschtische, WC u.a.) sollte man besser auf bewährte Lösungen, d.h. Konsole bzw. Tragkonstruktionen der Hersteller zurückgreifen.

Der Zuschnitt beider Materialien sollte mit der Maschine erfolgen. Auch Poroton zerspringt (wie Omas Bodenvase) nicht rechtwinklig. Normale Sägen werden durch Porenbeton schnell stumpf.

Alles Weitere findest Du im web.

Die optimale Konstruktion wäre allerdings innen Kalksandstein (kann alles tragen, hervorragende Schalldämmung), darauf Mineralfaserdämmung, 2-3 cm Luftschicht und außen eine mit Edelstahlankern im KS-Mauerwerk verankerte Vorsatzschale aus Klinkern. Ist "unkapputtbar" und z.Z. der langlebigste Wandaufbau.

Poroton ist im Prinzip gebrannter Lehn, Ytong ist im Prinzip ein Kunststoff. Wärmedämmung ist im Prinzip gleich. Gesundheits- und umweltschädlich sind beide Baustoffe nicht, das Alupulver hat keine allergenen Wirkungen.  

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