Woran erkennt man ob jemand einen Nervenzusammenbruch hat?

11 Antworten

http://www.web4health.info/de/answers/psy-breakdown-sym.htm
Als "Nervenzusammenbruch" wird laienhaft eine psychische Krisensituation angesehen, die durch eine plötzliche (oder aber sich schon länger abzeichnende) Belastung- und Überforderungssituation bedingt ist.

Hierbei handelt es sich aber nicht um eine klinische Diagnose, sondern eher um eine eher bildliche Beschreibung, die vielleicht ausdrücken mag, dass die Last für den oder die Betroffene einfach zu viel geworden ist. Eine offizielle Definition des Nervenzusammenbruch kann man also nicht geben.

Im Gegensatz zur Laienvorstellung oder Vorurteilen wird man aber durch eine solche Stressbelastung weder verrückt, noch tritt eine wirkliche Schädigung der "Nerven" = dem zentralen Nervensystem ein.

Die Symptome dieser "seelischen Krise" sind in aller Regel von kurzer Dauer und recht unspezifisch, d.h. auch bei zahlreichen weiteren psychologischen bzw. psychiatrischen Störungsbildern zu beobachten.Hierzu gehören sicher Unruhe und Nervosität mit der Unfähigkeit zur Ruhe zu kommen bzw. "abzuschalten". Häufig finden sich daher auch Schlafstörungen sowie weitere Anzeichen einer Anspannungssituation bzw. Stress (z.B. beschleunigter Puls und Atemfrequenz, Magen-Darmbeschwerden, Schwindelgefühl, Verspannungen). Hier muss man differentialdiagnostisch u.a. eine Angststörung ausschliessen.

Andererseits treten aber häufig auch Niedergeschlagenheit oder Verzweifelung (Gedanken wie :"Ich kann nicht mehr, Ich weiss nicht weiter") wie bei einer depressiven Verstimmung auf.

Eine besondere Form einer akuten Krise kann bei Vorliegen einer akuten oder chronischen Posttraumatischen Belastungsstörung / Dissoziativen Störung vorliegen. Hierbei stehen neben heftiger Anspannung und Angst vor allem das Wiedererleben von traumatisierenden Ereignissen in Form von Bildern (flashbacks) im Vordergrund.

Gemeinsam ist vielen Patienten, dass sich in aller Regel ein oder mehrere soziale Belastungen oder für den Betreffenden subjektiv schwerwiegende Veränderungen (z.B. Trennung, Partnerschaftskonflikte) herausfinden lassen. Ist diese Problemkonstellation entschärft, so werden auch die Symptome nachlassen.

Somit diagnostizieren Psychiater bei einem Nervenzusammenbruch am häufigsten eine sog. Anpassungsstörung. Damit ist gemeint, dass Belastungen und eigene Kompensationsmöglichkeiten und Unterstützung derzeit nicht ausreichen, um eine psychische Stabilisierung aufrecht zu erhalten.

Derzeit ist ein zentrales und wesentliches Wort in Deiner sehr guten Darstellung. Denn heutzutage setzt sich immer mehr die Vorstellung durch Leben verlaufe nach einer Schablone, verbleibe gerne in Stillstand. Leben bedeutet aber ständige Veränderung. Verliere ich also einen sehr geliebten Menschen durch Trennung oder Tod kann solche Symptomatik zu beobachten sein. In einem solchen Fall macht dann Trauerarbeit Sinn, sich zu erinnern dass vor gar nicht so langer Zeit die Menschen deshalb Trauer trugen um ihrer Umwelt zu signalisieren dass sie sich eben in dieser Trauerarbeit befinden, weniger stark belastbar sind. Es war ein normaler Erlebnisvorgang auf den Gesellschaft selbstverständlich Rücksicht nahm.

Und wie bekommt das als normaler erwachsener Mann schnell weg ? Ich habe am 8. einen wichtigen Termin und komme mit dem Staubwischen (mache ich immer diese Jahreszeit) nicht weiter, dazu noch ausmisten, alte Bücher weg etc.. War schon alles vorbereitet und das kam so überraschend kurz vor Silvester. Und dann am 15. habe ich den Job Center Termin und brauche noch Bewerbungen. Bei dem ersten Termin geht es um meine Wohnung, die eben da ich schon angefangen hatte wie bei einem Umzug aussieht. Und beim 2. um mein Geld oder wieder Kurs und Theater.

Die Gründe schienen harmlos, nur hat sich eben mein Warten auf Rheumafaktoren nicht bestätigt, sondern ich kam auf die korrekte Diagnose mit der man niemals Rente bekommt. Man kann 4 Jahre rummachen und bekommt dann vor Gericht keine – oder maximal 2 Jahre. Dazu wollte ich versuchen diese Krankheit zu bessern - ich habe halt mal abgewartet, kam überraschend und hoffte einfach mal die geht wieder weg weil es ein Schub ist. Jedenfalls habe ich dann angefangen mich zu öffnen um meinem Körper die jetzt korrekte Eigendiagnose zu vermitteln, damit er sich heilen kann.

Jetzt bin ich total angeschmiert. Wie aus meinem Leben gerissen - was ja dieses Weihnachtstheater gerne schafft. Busse fahren nicht wie immer, Uni hat zu, kein schnelles Internet und man hängt halt vor der Glotze rum. Das gehört doch verboten.

Ich muss heute noch 2 Stunden putzen und 6 Bewerbungen schreiben. Und nicht wie sonst nervt es zuerst und geht dann oder macht Spaß. Ich bin wie blockiert zum ungünstigsten Zeitpunkt. Ich könnte innerhalb von ein paar Wochen Wohnung und Geld verlieren. Oder ab dem 17. 3 Monate Kurs haben, wo ich kein Auge zu mache oder merkwürdige Träume habe von mir im Rollstuhl. Das ist doch krank sowas.

Kopf Kaputt!! Das ist meine Diagnose!!! Psychologisch finde ich mich schon interessant, aber ich habe totalen Termindruck und bin schlecht vorbereitet.

Da muss es doch einen Trick geben?

ich hatte auch einen anfall und es wird immer heufiger. aber jedesmal ist es unterschiedlich stark mal nur leicht mal stark mal sehr stark...es begann damit das mir ganz plötzlich schwindlig und schlecht wurde alles drehte sich und ich musste sofort an die frische luft aber mein körper wahr zu schwer ich konnte nicht richtig laufen eine kollegin half mir raus und ich stützte mich bei ihr ab. als ich dann draussen saß ging es los plötzlich musste ich weinen und ich kam in atemnot ich bekam kaum luft und atmete immer schneller und schneller plötzlich konnte ich mein körper garnicht mehr bewegen und meine arme hände finger beine und gesicht wurde taub und kribbelte ich konnte nicht richtig sprechen und meine arme und beine nicht hochheben davor zitterte ich und bekam krampfartige schübe am ganzen körper plötzlich bekam ich totale krämpfe an meiner rechten hand an mein fingern und krämpfe an meinem mund....heute hatte ich wieder nach 3 wochen einen schwachen anfall...ich dachte mir nix dabei bestimmt nur ein nerven zusamm bruch aber morgen gehe ich endlich mal zum arzt und lass mich ganz abchecken ich bin erst 19 jahre alt und das ist schon ganz heftig ich habe angst das das kein nervenzusammbruch ist sondern anzeichen an schlaganfälleb oder schlimmeres ich weis es nicht aber geht auf jedenfall abchecken bevor es zu spät ist man weis echt nie was kommt drückt mir die daumen ich danke euch liebe grüsse Betula

ich leide gerade selbst noch unter den Folgen, die bei mir folgende wären.

Ich fühl mich wie von einer anderen Welt, alles läuft in Zeitlupe um einen herum ab... ich hab regelrechte Black Outs und weiß nur Bruchstückhaft, was in den 4 Wochen passiert ist. Ich weiß ,dass ich diesen Nervenzusammenbruch nach einer langen Lärmtechnischen und belastenden Familiensituation bekommen habe und das war ind em Jahr leider nicht der erste....Ich zittere am ganzen leibe, kann mich schlecht konzentrieren... und kann ab und zu das gesagte meines GEgenübers nicht wahrnehmen.hinzu kommt allgemeine Schwäche, Müdigkeit und wenn man dann im Bett liegt, hat man Herzklopfen und kommt nicht zur Ruhe. Schläft erst sehr spät ein.... träume wirres zeug. Ich erhol mich von dem Zusammenbruch im Moment noch sehr schwerlich, weil die Auslöser dafür in den letzten Tagen wieder zugenommen haben. Ich hoffe ich konnte dir ein Bild verschaffen.... Gute Besserung.

genau so geht es mir momentan auch

Wenn der Mensch nicht mehr in der Lage ist, seine Gefühle und vegetativen Reaktionen zu kontrollieren, sondern diese stärker und nicht zu stoppen sind. Wenn weder Wärme noch Trost / gutes Zureden noch rationale Überlegungen bei der betroffenen Person "ankommen", sondern sie völlig von den Emotionen (Weinen) überschwemmt ist und unfähig, sich davon zu distanzieren. Gleichzeitig ist die Person nicht mehr fähig, sich (innerlich) gegen äußere Einflüsse zu schützen, sondern jeglicher äußerer Einfluss (Worte, Geräusche etc.) verstärken das Problem. Oder wenn die Person sich wie "in Trance" verhält, das ist dann bereits ein Schutzversuch des Körpers. Viel Ruhe, keine weitere Aufregung und ggf. einen Arzt konsultieren. Anell

Das ist so perfekt geschrieben und echt das trifft es voll!

@Experte97

Mir ging es gestern so

@Schuermi

mir ging es heute so

Diesem ist nichts mehr hinzuzufügen. Spricht mir 1:1 aus der "Seele" besser gesagt dem Kopf.

das hatte ich heute auch! da mein Papa gestorben ist durch Organversagen hab ich es am anfang es ganz ruhig aufgenommen die nachricht aber vor wenigen stunden ist es mir genauso ergangen! ich fing an zu zittern hatte herzrassen schwindelgefühle schwissausbrüche und kopfschmerzen! Das passt alles auf mich zu weil ich es verdrängt habe und ich konnte nicht weinen das kam dann alkes auf einmal danke für diese antwort