Wie oft sollte man eine Information wiederholen, damit sie im Langzeitgedächtnis ist?

4 Antworten

hat nicht nur damit zu tun, wie oft du etwas wiederholst, sondern auch, wie sehr dich das interessiert und wie spektakulär das ist. Und das Gehirm wählt ja aus, was ins Langzeitgedächnis soll. Unteranderem natürlich auch, wie oft sich eine Information wiederholt. Irgendwann sagt es sich wirklich "oh das wird wohl oft gefragt, da lohnt es sich die Antwort parat und schnell abrufbar zu haben" aber das Gehirn filter auch nach Kriterien wie "kenne ich doch schon, also nicht noch mal speichern" oder "nicht mit Zeugs belasten, was ich nicht will" usw. Und aus diesen ganzen Punkten in einer Mischung bilden sich die Kriteiren, wann das Gehirn etwas ins Langzeitgedächtnis schiebt.

Es gibt ein Buch http://www.amazon.de/Denken-Lernen-Vergessen-Frederic-Vester/dp/3423330457/ref=sr11?ie=UTF8&s=books&qid=1204782218&sr=1-1

Hier wird das Gedächtnis in 3 Kategorien geteilt. Langzeitgedächtnis, Kurzzeitgedächtnis und Ultrakurzzeitgedächtnis. "Der Troll" hat recht DH. Ultrakuzzeitgedächtnis: z.B. Fährst mit dem Auto an Geschäften vorbei. An einer Ampel fragt dich ein Fußgänger wo eine Apotheke sei. Du kannst aber nur sagen das da vorhin Geschäfte waren, welche hat dein Gehirn nicht gespeichert. Um in das Kurzzeitgedächtnis einzulagern sind mindestens 20 sec. Aufmerksamkeit nötig. Für das Langzeitgedächtnis muß es längere Zeit mehrere Tage immer wieder wiederholt werden am besten mit Ereignissen oder gehabten verknüpfen. z.B. Wenn du jahrelang ein blaues Auto einer Marke gefahren hast welches sehr gute Eigenschaften oder Ausstattungen hatte, vergist du es erst nach langer zeit wenn dein neues Auto noch hervorragender ist, wenn nicht wirst du immer daran erinnert wie toll das blaue Auto war.

Gemessen an aktuellen lernbiologischen Erkenntnissen sollte man eine Information unmittelbar nach der ersten Wissensaufnahme, dann innerhalb der darauf folgenden 24h und letztendlich eine Woche später nochmals wiederholen um der „Vergessenskurve“ entgegenzuwirken. Als Tipp kann ich dir noch mitgeben, dass du neues Wissen möglichst immer mit bereits vorhandenem verknüpfen solltest. Frage dich also stets: Wo kann ich die neue Information einordnen?

Es gibt da ein Karteikartensystem, wo du jede Information auf eine Karteikarte schreibst, und dann in das erste Fach ablegst. Dann rufst du jede Information einzeln ab. Die Information, die du kannst, legst du ins 2. Fach, und die Information, die noch nicht so gut sitzt, bleibt im 1. Fach. Das geht immer so weiter, vom 2. ins 3. Fach bis das 5. Fach erreicht ist. Wenn du das 5. Fach erreicht hast, ist die Information auf der Karte in deinem Kopf.

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