Wie oft bezahlt eine gesetzliche Krankenkasse eine Psychotherapie?

3 Antworten

Richtlinien hin oder her, die Entscheidung, ob die Kosten erneut übernommen werden oder nicht hängt stark von der Krankenkasse ab. Ich habe bereits Patienten behandelt, die schon 7 oder 8 Therapien hinter sich hatten bevor sie zu mir kamen. Aber auf der anderen Seite wurde schon bei der ersten Therapie gemurrt und der MDK eingeschaltet, welcher von mir ein Gutachten verlangte, in dem ich ausführlich begründen und rechtfertigen mußte, warum dieser Patient eine Psychotherapie braucht. Diese Gutachten werden natürlich nicht bezahlt. Psychotherapien brauchen Zeit. Nach 25 Sitzungen, egal welches Verfahren, wird nur in wenigen Fällen dauerhafte Stabilität erreicht. Wenn die Krankenkasse jedoch mal absolut nicht zahlen möchte und man aufgrund der psychischen Erkrankung nicht erwerbsfähig ist, kann auch die Rentenversicherung mal zum Kostenträger werden (Rehamaßnahme). Bedauerlicher Weise sind psychische Erkrankungen in der Gesellschaft nicht so anerkannt wie ein Beinbruch oder Schlaganfall. Und da nunmal ein Teil davon die Psychotherapieanträge bearbeitet, wird immer wieder jemand behaupten: "Der/die soll sich mal nicht so anstellen. Antrag abgelehnt." Ich finde es jedenfalls sehr lobenswert, wenn jemand sich eingesteht, daß er/sie eine Therapie/Hilfe braucht. Das ist ein gesundes Zeichen.

Das ist vermutlich eine Entscheidung im jeweiligen Einzelfall, wie oft eine Psychotherapie bezahlt wird.

Falls ein anderer Grund als bei der ersten Therapie vorliegt, kann ich mir vorstellen, dass die Therapie bewilligt bzw die alte verlängert wird.

Zwei Bedingungen müssen erfüllt sein, damit Ihre gesetzliche Krankenkasse (z.B. AOK, Betriebskrankenkassen, Ersatzkassen (BEK, DAK, HEK; KKH, TK) die Kosten der Psychotherapie trägt:

  1. Sie müssen eine behandlungswürdige Störung gemäß den Psychotherapierichtlinien, d.h. eine Störung mit Krankheitswert haben (z.B. Ängste, Depressionen, Essstörung). Die Kosten für Ehe, Lebens- oder Erziehungsberatung werden beispielsweise nicht übernommen.
  2. Der psychologische oder ärztliche Psychotherapeut muss approbiert und bei den Krankenkassen als Psychotherapeut zugelassen sein. In besonderen Fällen erstatten die Krankenkassen auf Antrag die Kosten, die bei privat praktizierenden Therapeuten anfallen (wenn z.B. in angemessener Zeit und räumlicher Entfernung keine Behandler mit Kassenzulassung zur Verfügung stehen).

Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen 100 Prozent des Honorars.

http://www.palverlag.de/Psychotherapie.html

Die Frage ist relativ einfach zu beantworten: so lange Du noch nicht gesund (= noch psychisch krank) bist, müssen die Kassen zahlen

Würdet ihr zu der Bahn BKK wechseln oder lieber bei der AOK bleiben? Es ist für mich aber nicht vorhersehbar, wie die Krankenkassen sich verhalten werden!

Hallo zusammen, ich mache derzeit eine Psychotherapie und habe noch 11 Sitzungen. Die AOK hatte mir große Probleme gemacht, damit die Therapie genehmigt wird und ich musste hart darum kämpfen und dran bleiben. Bis dann herausgestellt wurde, dass ich Bedarf habe.

Da meine Therapeutin im Kostenerstattungsverfahren tätig ist, das heißt aber dass sie genau so ausgebildet ( (psychologische Psychotherapeutin) und Qualifizierung hat.

Also ich habe zufällig eine Krankenkasse entdeckt die Bahn BKK. Die Krankenkasse macht nicht Probleme wie bei den anderen Krankenkassen und bietet Therapien im Kostenerstattungsverfahren an. Allerdings wird die Krankenkasse dann mit meiner Therapeutin einen Sondervertrag abschließen.

Die AOK, die TK, die Barmer, DAK diese Krankenkassen sind nicht offen für Psychotherapien im Kostenerstattungsverfahren, die lehnen Erstanträge ab. Die AOK steht an der ersten Stelle.Bei Fortführungsanträgen ist das aber anders.

Was wir vorhaben: -Erstmal die 11 Sitzungen abschließen - Dann eine Fortführung beantragen.

Ich habe derzeit noch recht den Mitgliedsantrag bei meiner Krankenkasse bis zum 28.11.17 zu widerrufen und zu der Bahn BKK zu wechseln.

Außerdem werde ich bei meiner Therapeutin bleiben und nehme keinen Wechsel vor!!! Ich fühle mich bei ihr gut aufgehoben. Außerdem meinte die Bahn BKK selber, es wäre sinnvoller bei der Therapeutin zu bleiben und keinen Wechsel vorzunehmen, da es für die für nicht kostengünstiger wäre. Und für mich nicht sinnvoll da ich von vorne beginnen muss. Die Bahn BKK meinte zudem wir als Krankenkasse haben einen MDK im Hause und müssen nicht dem MDK zu Seite ziehen. Wir können auch die Anträge eigenständig entscheiden. Außerdem arbeiten viele Praxen mit der Bahn BKK zusammen, da das unbürokratisch ist, wenn die Therapeutin einen Vertrag abschließt. Dies bekommt eine Sitzung wie alle anderen Therapeutin bezahlt.

Siehe Link : http://www.kinder-psychotherapie-berlin.de/kostenübernahme

Ich habe halt Angst, dass ich den Stress wieder erleben muss, weil das mit der AOK sehr hart war. Aber dieses Mal ist es ein Fortführungsantrag, das könnte nicht so sein. Aber meine Therapeutin meinte ich muss mich auf eine Ablehnung einstellen, da die AOK und viele andere Krankenkassen die Erstanträge seit dem 01.04. ablehnen, Fortführungsanträge wären anders. Ich habe auch Angst, dass ich eine falsche Entscheidung treffe und das selbe mit der Bahn BKK erlebe.

Also Vorteil wäre, dass die Bahn BKK der Kostenerstattung insgesamt recht positiv gegenüber eingestellt ist. Die AOK hingegen weiß, dass ich mich nicht so einfach abspeisen lasse, was ebenso von Vorteil sein kann.

Was wäre euer Tipp. Würdet ihr zu der Bahn BKK wechseln oder bei der AOK bleiben.

Ich möchte mich aber erst nach dem Telefonat mit der Bahn BKK mit dem Teamleiter der Krankenkasse am Montag entscheiden. Vielen Dank und bitte sachlich bleiben. Die Entscheidung fällt mir nicht leicht. Danke :)

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