Wie lange nach einer Verletzung kann man eine "klaffende" Wunde nähen lassen?

11 Antworten

Die alte chirurgische Regel war tatsächlich die 6-Stunden-Grenze. Das gilt heute nicht mehr, weil wir die Wundphysiologie besser kennen, Antibiotikum haben etc. Also generell kann man die Wunde (Unterschied: Art der Verletzung, z.B. Quetschung mit erheblichem Gewebeschaden!) auch nach dieser Zeit zunähen, dabei muß man mit erhöhtem Infektionsrisiko rechnen, weil die Wunde über diesen Zeitraum hinaus bereits kontaminiert (d.h. die Wunde enthält Keime) ist. In so einem Fall müßte man die Nähte einfach entfernen & die Wunde wieder öffnen (=offene Behandlung). Am gefährlichsten ist die Naht nach 2-3 Tagen, das sollte man lassen. Dann lieber 1 Woche warten, interessanterweise in dieser Phase kann man die Wunde wieder mit guten Erfolgschancen zunähen. NB: auch wenn die Wunde nicht zugenäht wird, dürfte man die aktualisierung der Tetanus-Impfung nicht vergessen!

Für die Wundversorgung nach FRIEDRICH hat man 6 h Zeit Ist ein lägerer Zeitraum vergangen kann man unter Umständen die Wund noch Ausschneiden und eine sog.verzögerte Primärnaht unter Antibiose durchführen.

Fürs nächste Mal: max. 6 Stunden danach. Alles was länger her ist,muß Sekundär (d.h. offene Wundbehandlung) behandelt werden. Am besten vom Arzt.

Solche, die älter sind als 8 Stunden nicht mehr. Auch keine die von Bissen herrühren oder von Schlachter- und Fischmessern. Wunden, die genäht werden, sollten außerdem glattrandig sein.

Das sollte schon innerhalb von wenigen Stunden passieren.

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