Wer kümmert sich um alleinlebende alte Leute, falls sie Hilfe brauchen?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Entgegen meiner eigentlichen Gewohnheit, habe ich die Antworten gelesen und gewinne den Eindruck..ob ihr, der alten Dame, nicht evtl. schon dadurch geholfen werden könnte..wenn sie nur jemandem zum Reden hat?

Du hast sicher die Möglichkeit, bei der Krankengymnastik mal ganz diplomatisch in Erfahrung zu bringen..wie ihr Tagesablauf denn so aussieht?? Ob sie sich allein fühlt, ob sie sich auf das Abstellgleis geschoben fühlt und sollte es so sein..dann könntest du ihr doch evtl. (??) Hilfe anbieten!? Ein Mensch zum reden, zuhören und nur mal da zu sein..würde ihr sicherlich schon genügen um etwas Sonne wieder in ihr Dasein zu bringen. Vllt. könntest du die Sonne für sie sein?

Du schreibst, den Eindruck gewonnen zu haben, daß sie an dem Zustand nichts ändern will. Dann muß auch keine Überzeugungsarbeit geleistet werden um an der Situation etwas ändern zu wollen/müssen!

Da hast Du recht. Dann würden sich aus diesen Gesprächen vielleicht Lösungen finden.

@seetiffy

Vllt. ist es tatsächlich auch die einzige Möglichkeit ohne ihr zu nahe zu treten. Ein Versuch sollte es dir wert sein und..Danke für's Sternchen

Das ist aber auch nur Deine Meinung: lebensunwürdig, sie überzeugen müssen, nötige Schritte einleiten... Ja, aber warum denn? Wenn sie sich doch so eingerichtet hat in ihrem Leben und sich zu helfen weiß (Taschen um den Hals hängen). Letzten Endes kann der Wille zu einer Änderung (altengerechte Wohnung ohne Treppen etc.) nur vom Mensch selbst kommen. Und von Angehörigen oder - wenn es irgendwann ganz mies wird - von einem Betreuer.

Du kannst niemandem vorschreiben, dass seine Situation unerträglich ist und er jetzt gefälligst Hilfe bekommen muss. Die meisten alten Menschen, die ich kennengelernt habe, waren froh, noch alles irgendwie alleine auf die Reihe zu bekommen, eine eigene Wohnung zu haben, ihr eigener Herr zu sein, sich nicht bevormunden lassen zu müssen. Da kann dann eine Einkaufshilfe sinnvoll sein usw.

Eine Anlaufstation, die Menschen hilft, die gar keine Hilfe wollen? Mmh...

Ganz genau so seh' ich das auch!

@Beutelkind

Ich denke Du hast meine Frage ganz falsch verstanden. Les sie Dir einfach noch mal richtig durch. Es geht nicht darum alte Menschen zu bevormunden, sondern ihnen Hilfe zu geben, ihnen Möglichkeiten zu nennen, wie sie leichter leben können. Allein schon ihre Aussage " was soll ich denn anderes machen", zeigt doch schon, dass sie eigentlich nicht glücklich ist mit diesen Zustand, aber sie weiß nicht, wie sie daraus kommen soll. Genau Deine Einstellung und wegsehen und falsch verstehen und "geht mich nichts an", führt dazu, dass Menschen tagelang tot in den Wohnungen liegen und die Nachbarn erst sich einmischen, wenn sie sich vom Geruch belästigt fühlen. Ich wundere mich, dass Du dafür auch noch Beifall bekommst. Soll sie doch einfach die Treppen runterfallen, wenn sie das unbedingt will, oder wie meinst Du das? Das ist die Einstellung unserer Gesellschaft, da liegst Du genau richtig. Ich hoffe, dass ich dich da falsch verstanden habe.

@seetiffy

Genau Deine Einstellung und wegsehen und falsch verstehen und "geht mich nichts an", führt dazu, dass Menschen tagelang tot in den Wohnungen liegen und die Nachbarn erst sich einmischen, wenn sie sich vom Geruch belästigt fühlen.

Von meiner Einstellung weißt Du absolut nichts. Das ist schon starker Tobak, was Du mir da unterstellst.

Ich habe Deine Frage verstanden. Aber solch eine Stelle, wo man anrufen kann und sagen: "Hey, ich kenne da die Frau Soundso und die braucht wirklich Hilfe!" und dann fahren treusorgende Menschen los und helfen, wo immer sie können, die gibt es bei uns nicht. Nicht umsonst. Und schon gar nicht, wenn besagte Frau noch halbwegs selbst zurecht kommt.

Und eins steht fest: Einfach Hilfe klar machen, ohne das mit dem Hilfebedürftigen besprochen zu haben, das ist Bevormundung.

Ich nehme mal an, die alte Dame hat nicht besonders viel Geld?! Dann sponsor ihr doch eine Haushaltshilfe einmal die Woche für einige Stunden. Oder suche Leute, die diese sponsern.

"Deine" Dame fährt noch Auto! Die ist noch niemals Pflegestufe 0. http://www.pflegeverantwortung.de/pflegestufen-eins-zwei-drei/pflegestufe-null/2-voraussetzungen-bei-pflegestufe-null.html

@seetiffy

@ seetiffy: Du verkennst die Realität, will mir scheinen...^^ Alle alten, gebrechlichen Menschen, die mir persönlich bekannt sind, wollen unter allen Umständen ihre persönliche Freiheit behalten! Sie wollen mit dem Auto fahren, solange es ihnen irgend möglich ist, sie wollen in ihren vier vertrauten Wänden bleiben, ihre Wäsche selber waschen und ihre Entscheidungen alleine fällen... Dafür zahlen sie unter Umständen einen hohen Preis... In diesem Fall eben mit dem Wäschebeutel um den Hals...

Altruismus in der Altenpflege mag es in Ausnahmefällen geben, die Regel ist er jedoch nicht...^^

Die Hilfe, die Du suchst, die gibt es schlicht nicht in Deutschland! Wer kein Geld oder treusorgende Verwandschaft/Freunde hat, zahlt drauf... In der einen oder anderen Währung...

@Beutelkind

Da hast Du recht. Meine Mutter ist auch noch lange Auto gefahren, wohnte aber die letzten Jahre barrierefrei. Aber das muss man auch alles selbst finanzieren können.

@aotearoa01

So schnell bekommt man keine Pflegestufe. Da kenne ich mich aus.

Hallo, seetiffy. Es gibt keine Behörde, die sich um solche Fälle kümmert: es sei denn die Betroffenen fragen selbst bei Krankenkasse, Rententräger etc. nach. Aber `deine' alte Dame schafft es mit Ruhe und Gemütlichkeit noch gut selbst, ist gar noch mobil per Pkw. Natürlich will sie nix ändern, denn sie weiß natürlich wie es ist, kommt man etwa unter behördliche Obhut sprich Betreuung durch Gericht. Die Betreuer haben 20 - 30 Leute unter sich und nicht wirklich Zeit, sich explizit um die Probs des Einzelnen zu kümmern, arbeiten nur stereotyp ab, was auf kommt. Vor ein paar Jahren gab es auch einen Skandal mit einer Betreuerin oben im Norden: durchschnittlich 14 Tage nach Übernahme eines Falles durch die waren die Betroffenen im Heim und deren Haus stand zum Verkauf... Da versteht man das Mißtrauen der Leute doch erst recht. Die Dame wird sich schon Hilfe holen, wenn sie meint, die zu brauchen. Alles andere ist üble Bevormundung und sollte niemandem aufgedrängelt werden. Lass sie ja in Ruhe! Denn: DU kannst nicht beurteilen, wie SIE sich fühlt, lG.

Ich will doch niemanden Hilfe aufdrängen. Ich habe wirklich was anderes zu tun. ... und übrigens, ich tue auch was ich will. Du glaubst doch wohl nicht, dass ich mich von Dir bevormunden lasse.

@seetiffy

Wir schreiben hier alle ähnliches. Manche haben sofort recht, andere werden angegangen. Seltsam.

@aotearoa01

...Mir wurde sogar die Freundschaft gekündigt...

@aotearoa01

@ Beutelkind und aotearoa: seetiffy ist nicht mein Freund @ seetiffy. Wie kommst du drauf, dass ich dich bevormunde? Der Job, dein Betreuer zu sein wäre mir viel zu anstrengend, wenn du schon andere Wissende wie Beutelkind und aotearoa abwürgst, die doch auch nur die Wahrheit sagen: Die W. mag zwar unbequem sein, wird sich aber immer durch setzen.

Hallo seetiffy,
die Dame geht also zur Krankengymnastik, in ein Cafe, fährt mit dem Auto, hat nette Nachbarn und Du hattest das Gefühl, daß sie ihren Zustand nicht ändern will.
Jetzt suchst Du jemanden, der diese Dame davon überzeugt, daß sie, wie Du meinst, in einem lebensunwürdigem Zustand lebt und weil sie das ja "nur nebenbei" mitbekommt, auch noch die nötigen Schritte zur Fremdbestimmung, ach nein, "Hilfe" einleitet.
Das lese ich alles in Deinem Text.
Nun meine Antwort dazu:
Die Dame die Du beschreibst, ist zwar alt und nicht mehr ganz fit, weiß sich aber zu helfen. Laß sie doch einfach selber entscheiden, was sie möchte. Da sie noch mobil ist, fährt ja Auto, kommt sie überall hin, wo sie hin möchte. Einkaufen kann man täglich, dann ist der Korb nicht so schwer. Wäsche waschen kommt alle 4 Wochen mal in Frage, evtl. fragt sie den Nachbarn, wenn die Tasche zu schwer wird.
Was ich eigentlich sagen will, misch Dich nur ein, wenn Du um Hilfe gebeten wirst.
Selbstbestimmtheit ist das letzte was man verlieren möchte. Außenstehende sollten außen stehen, bis sie um Hilfe gebeten werden.
Ich glaube nicht, daß Du, wenn Du alt bist, zwangsversorgt werden willst, ohne darum gebeten zu haben. ((-:

Saugeiile Antwort! Kompliment!

@Beutelkind

Danke für das Kompliment ((-:

Danke! Dh!

Da hast du recht, würde ich auch nicht tun. Ich kenne sie nämlich gar nicht. Ich hätte ihr vielleicht mitgeteilt, an wen sie sich wenden kann, sonst nichts. Ich bin weder Nachbar noch Angehöriger und ich weiß nicht, wie man darauf kommt, dass ich Schritte ergreifen will.

@seetiffy
Wie kann man ihr helfen? Es müsste jemand sein, der ersteinmal sie überzeugt und dann auch noch** die nötigen Wege einleitet**.

Ich verstehe Deine Zeilen so, als wenn Du "Schritte ergreifen" wolltest, wenn Du könntest.

"...Ich hatte auch das Gefühl, das sie den Zustand nicht ändern will..." Wahrscheinlich hat sie Angst vor Bevormundung durch Fremde...! Vielleicht könntest Du ihr Deine Hilfe anbieten?!

Ich kann ihr schlecht helfen. Bin selbst körperlich behindert. Wenn ich ihr helfen könnte, hätte ich die Frage hier nicht gebracht.

@seetiffy

Sich im Internet nach altengerechten Wohnmöglichkeiten in Eurer Umgebung umzuschauen, könntest Du ja zum Beispiel.

@aotearoa01

Wenn sie gar nicht umziehen will, brauche ich ihr keine Wohnung zu suchen. Aber ich werde sie bei Gelegenheit fragen, ob sie nicht mal ihren Vermieter fragen kann, ob sich mal eine Möglichkeit bietet, in das Erdgeschoss zu ziehen.