Wer kann mir zur Schädlichkeit der "Itanit" Platten in den 70er Jahren etwas sagen?

5 Antworten

Asbest schädigt die Gesundheit! Ein Asbestzementdach, welches über 25 Jahre (denn seit 1991 verboten zu installieren) Sonne, Wind, Regen, Schnee und Hagel ausgesetzt war hat sicher Witterungserscheinungen, so dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass durch diese äusseren Einflüsse Partikel abgetragen werden können und als Staub eingeatmet werden.

Es erscheint mir notwendig, dass die Gefahr, die von Zementasbestdächern und -fassaden ausgeht, nicht auf die Schutzmassnahmen bei Abriss beschränkt bleiben sollte, sondern Bewohner, Nachbarn, Vorbeipassierende und vor allem spielende Kinder durch Auflagen zur Sanierung geschützt werden, um Langzeitschäden vorzubeugen.

Du meinst sicher ETERNIT (Faserzementplatten). Wenn du's richtig machen willst, wirst du kaum darum herum kommen, dir eine Spezialfirma kommen zu lassen. Auch kann es sein, dass du die Kommunalbehörde informieren musst, was jedoch evtl. vom jeweiligen Bundesland abhängen kann. Bevor du aber nun unnötig Kosten produzierst, würde ich mal so eine Platte nehmen und einen Fachmann fragen, ob da überhaupt Asbest drin ist. Ist das nicht der Fall, ist die Sache halb so schlimm.

Das Asbest in den "Eternit"-Platten wird dann gefährlich, wenn es bearbeitet oder abgerissen wird bzw. verwittert.Es empfiehlt sich, die Fläche mit Farbe zu streichen, um die feinen Asbestfasern zu binden. Sollten die "Eternit"-Platten doch abgerissen werden, müssen sich die Arbeiter unbedingt vor den Krebs erregenden Feinstäuben schützen.

Die Platten heißen Eternit, bzw. so heißt die Firma, die sie herstellte. Es handelt sich um Asbestzementplatten, die sehr teuer zu entsorgen sind. Solange Ihr nicht an den Platten herumsägt oder sie kleinschreddert, gefährdet Ihr auch nicht Eure Gesundheit. Die Asbestfasern sind im Beton eingeschlossen. In Spanien hatten wir auf den Ställen noch in den 90-gern Asbestzementdächer.

Ich an Eurer Stelle würde die Platten drauflassen, sofern sie nicht schadhaft sind. So richten sie am wenigsten Schaden an. Wie gesagt, die Entsorgung ist richtig teuer.

Alles wesentliche zu Eternitplatten wurde ja schon gesagt. Um die absurde Angst davor, Asbest können durch Beton diffundieren, mal abzustellen: Asbest ist kein Gas, sondern eine längliche Faser, die die dämliche Eigenschaft hat, bei mechanischer Beanspruchung solange feiner zu splittern, bis die staubfeinen Mikronadeln lungengängig werden. Eingeatmeter Asbeststaub verkantet sich dauerhaft in den Lungenbläschen, wird dort verkapselt und kann langfristig zu Gewebewucherungen führen. Solange das Zeug in den Zementplatten gebunden ist, ist es völlig unschädlich. Seit langer Zeit verwendet Eternit auch kein Asbest mehr, sondern bewehrt die Fassadenplatten mit harmloseren Faserstoffen.

Trotz letzter Antwort, war auch diese sehr hilfreich- Vielen Dank

Endlich mal eine nicht von Hysterie geplagte und daher vernünftige Antwort. Ich habe selber in einem Industriebetrieb gearbeitet, in dem pro Jahr ca. 300 to Asbest verarbeitet wurden. Es gab in der gesamten Firmengeschichte bis heute keinen einzigen Fall von Asbestose. Man merke sich: Solange man die Asbestfasern mit bloßem Auge sehen kann, sind sie ungefährlich. Wirklich gefährlich sind nur die mikroskopisch kleinen Partikel. So wie es @Anna92 beschrieben hat.

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