Wer ist verantwortlich für (Pflege)heimbewohner, die schon öfter weggelaufen sind?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

weder Das Heim noch ein gesetzlicher Betreuer sind hier verantwortlich. Das Pflegeheim hat zwar die Aufsichtspflicht. Es darf den Bew. jedoch nicht daran hindern das Haus zu verlassen! Das wäre eine Freiheitsentziehende Maßnahme und die braucht einen richterlichen Beschluss!! Wenn so etwas nicht noch einmal vorkommen soll, wird ein solcher Beschluss benötigt. Dann wäre auch ein behüteter Wohnbereich in einem Pflegeheim angebracht! Den kann der Demente dann nicht mehr verlassen.

Lg aus der Pflege

Vielen Dank für Deine Antwort! Leider hat sich dieses "Problem" zwischenzeitlich von selbst gelöst. Meine Mutter verstarb im Februar 2010.

In dem Heim, in dem ich eine Bewohnerin betreue, achten die Pflegekräfte wie verrückt auf die Dementen; denn das Heim ist dafür verantwortlich. An der Eingangstür sitzt eine Nonne, die aufpasst, und an anderen Ausgängen sind Ketten angebracht, die für die Dementen eine unüberwindliche Barriere bilden.

Rechtlich gesehen aber nicht zulässig!Ohne richterlichen Beschluss ist eine freiheitsentziehende Maßnahme ein Strafbestand! Natürlich sieht die Praxis so aus wie beschrieben, aber: unzulässig!

@neurodoc

Die Kranken sind doch nicht angekettet! Es ist nur vor den offen stehenden Türen, z.B. im Sommer, außen eine Kette mit Karabinerhaken zum Öffnen gespannt, über die die Menschen drüber oder drunter her könnten. Die geschlossenen Außentüren sind etwas streng eingestellt, und die Dementen wenden die Kraft, die sie zum Öffnen bräuchten, nicht auf. Außerdem wären dann alle geschlossenen (nicht abgeschlossenen) Türen und Fenster Freiheitsentzug. Mit Personal können die Leute in den Garten, aber dort nicht heraus. Man muss erst einen Drücker für die Törchen betätigen, von dem die Dementen nichts wissen.

@critter

Das ist zwar eine wunderbar wirksame Methode, juristisch aber Freiheitsentzug. Nur zulässig, wenn richterlich angeordnet!

Die Verantwortung liegt beim gesetzlichen Betreuer! Wenn sie noch keinen hat, wird es Zeit. Wenn sie weglaufgefährdet ist und mobil ist, muss sie gegebenenfalls in eine geschlossene Einrichtung verlegt werden. Stell Dir das so vor. 40 alte, gebrechliche Leute, 2 Altenpflegehelferinnen, wie soll man einer Person nachlaufen? Das ist dann Sache der Polizei.

Was ist "ein gesetzlicher Betreuer"? Wir haben vor einigen Jahren eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung für meine Mutter beim Notar gemacht. Entspricht das dann dem gesetzlichen Betreuer? Das Personal in diesem Heim ist echt ausreichend, da nur 3 oder 4 Heimbewohner erkennbar "dement" sind. Bei den anderen handelt es sich um Menschen, die aufgrund körperlicher Probleme nicht mehr alleine leben können. Und genau von solchen, geistig absolut normalen, Bewohnern wurde das Pflegepersonal ganz deutlich darauf hingewiesen, dass meine Mutter "nach Hause gehen wollte". Und genau DAS hat keinen interessiert. Daraus ergibt sich folgende neue Frage: "Wer haftet, wenn ein weggelaufener Heimbewohner einen (schweren) Unfall o. ä. verursacht, obwohl das Heimpersonal von mehreren Personen darauf aufmerksam gemacht wurde, dass die Person wegläuft. Dies aber ignoriert hat?"

@gildeschnecke

Ein gesetzlicher Betreuer ist eine vom Notar/ Gericht (je nach Bundesland) ernannte Person, die im Falle z.B. einer geistigen Behinderung für diejenige Person über Gesundheit und Aufenthalt bestimmen darf. Nur diese darf (ggf.) in Absprache mit dem Gericht über Freiheitsentziehende Maßnahmen entscheiden. Dazu gehört schon das Festhalten einer Person, das Fesseln, oder das Verschließen der Tür. Wenn eine Weglaufgefährdung erkennbar ist, muss der gesetzliche Betreuer darlegen, welche Massnahmen gerechtfertigt sind. Dann, wenn das Heim dafür ausgerüstet ist, liegt die Verantwortung beim Pflegepersonal. Auch wenn vielerorts das Problem irgendwie gelöst wird, kann nicht automatisch das Pflegepersonal jemanden festhalten. Nur mit klarer richterlicher!betreuerischer Anordnung. Nicht jedes Heim ist für Demenzkranke geeignet, Heime sollen eigentlich die Pflege übernehmen, nicht die Aufsicht über Aufenthalte von Patienten.

das ist eine frechheit von dem pflegepersonal. man kann sich an den leiter dieser firma wenden und darüber berichten, es muss sich was ändern! das geht so nicht.wenn es nicht klappt eine andere betreuung suchen. eigentlich könnte man damit auch richtig an die öffentlichkeit gehen und bericht darüber erstatten.!? da werden sich manch andere dreimal überlegen ihre omi oder opi in dieses heim zu bringen.

Privat Pflegeheim verklagen, Rippenbruch beim Vatern

Hallo Leute , ich brauche einen Rat. Nachdem ich meine Mutter für 3 Tage ins Spital bringen musste, habe ich meinen Vater ; Pflegestufe 5, Dement und im Rollstuhl in ein Pflegeheim ( Bezirk Baden in Österreich ). Drei Tage ging alles gut, mein Vater war Lustig usw. Am 4 Tag kam ich vormittags in das Heim und fand meinen Vater im Rollstuhl hängend weggetreten, die Rechte Hand war Schwarz von Stichwunden und er hatte einen Brustverband, meine Frage an die Heimleitung was mit meinen Vater sei,,,,, was? hat man Sie nicht Angerufen, er hat sich in der Nacht die Rippen gebrochen, er ist vermutlich aus seinen Bett gefallen, keine Entschuldigung nur,, da wären noch die Medikamente mit € 54,- zu Bezahlen . Ich war Entsetzt und Schockiert. Meine Mutter musste mit Ihm noch Tagelang ins Spital nach Baden wegen der Nachbehandlung Fahren. Wir nahmen einen Anwalt in Anspruch und dieser sagte das wir Klagen sollen und nach der schwere der Verletzung eine Entschädigung von ,bis € 10.000,- möglich sei. Wir schrieben diesen Fall auch den Patientenanwalt, dieser bat uns nach Monaten zu einen Persönlichen Gespräch, da dieses am Telefon nicht möglich sei. Bei diesen Gespräch teilte uns dieser Patientenanwalt mit das wir mit einer Klage überhaupt keine Chance hätten und es besser wäre diese zu lassen, aber diese Pflegeheim bekommt einen Punkt. Er sagte das das Pflegeheim für solche Unfälle nicht haften da so etwas immer wieder passieren kann und leider Gottes für ca. 60-70 Patienten nur ein Nachtpfleger anwesend wäre. Was haltet IHr davon , und was würdet Ihr uns Raten. ? Die Heimhilfe was unter der Woche 2x Täglich kommt sagte noch zu uns, na Hoffentlich bekommen Sie Ihren Vatern nicht Kränker nach Hause als er eh schon ist. Ein NAchbar sagte er habe seine Frau in dieser Anstalt gehabt und da wäre auch einiges Schief gegangen, nur sagte er uns nichts näheres. Das Pflegeheim hatte 3 Telefonnummern von uns, wusste was für Medikamente mein Vater nehmen muß, das er im Rollstuhl eingeliefert wurde er Dement ist und die Pflegestufe 5 habe. Was soll ich jetzt machen? Wer weis Rat, So soll das Plegeheim nicht durchkommen. Schöne Grüße an den Österreichischen Patientenanwalt von mir. Danke im -vorhinein

...zur Frage

Kein Heimplatz frei! Kann Familie häusl. Plegedienst ablehnen & Aufnahme im Pflegeheim "erzwingen"?

Liebe User,

ich wende mich an Euch, weil die Familie nicht mehr weiter weiß. Sie muss aufgrund einer Notsituation schnell handeln und weiß nicht was als nächstes zu tun ist, bzw. welche Möglichkeiten sie haben.

Es geht um folgende familiäre Situation:

Ehefrau: - über 70 Jahre, Pflegestufe 2, multimorbide, blind, Zucker, 120 kg schwer, im Rollstuhl - durch Notfall aktuell in Intensivbehandlung, wird jedoch demnächst entlassen (möglicherweise mit Pflegestufe 3)

Ehemann: - ebenfalls 70 Jahre, pflegt seine Frau seit 2003 in einer kleinen 50 qm Wohnung, die nicht behindertengerecht ist - ist gesundheitlich und psychisch angeschlagen und aufgrund des hohen Alters kaum noch in der Lage die Pflege der 120 kg schweren Frau in der eigenen Wohnung zu übernehmen

Kinder: - Sohn (40 Jahre, Vollzeitbeschäftigt mit Kind), Tochter (30 Jahre, Studentin, 250km entfernt) können Pflege nicht übernehmen

Problem: Eine Hilfestellung durch einen Pflegedienst in der Wohnung kommt für die Familie wegen des angeschlagenen Ehemannes nicht in Frage!

  • Heimplatz dringend benötigt.
  • Alle Heime im Landkreis sind belegt (Wartelisten!)
  • Örtliche Krankenkasse verweist lediglich auf Pflegedienste, die in die Wohnung kommen können, aber für die Familie nicht akzeptabel sind

Es entstehen deshalb für die Familie folgende Fragen:

  • Kann die Familie die Aufnahme der Ehefrau in ein Heim ''erzwingen", bzw die Aufnahme dieser in der eigenen Wohnung verweigern?

  • Kennt jmd. vielleicht ein Gesetz / Urteil zu dieser Frage?

  • Wie solle die Familie hier am besten vorgehen / an wen kann Sie sich genau wenden?

Wir würden uns sehr über Antworten freuen.

Vielen Dank.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?