Warum sind deutsche Ärzte so unterbezahlt im Vergleich zu amerikanischen?

11 Antworten

Hallo,

also unterbezahlt  würde ich die auch nicht nennen.

Ansonsten ist der Unterschied zwischen den USA und Deutschland aber auf das Krankenversicherungs-System zurück zu führen.

In Deutschland wird durch die Krankenkassen der Ärzte-Verdienst gedeckelt.

In den USA sind das Leistungen von Privaten Versicherern, die sich das Geld von ihren Kunden holen.

Wobei diese Zeiten aber bald vorbei sein werden.Denn auch in den USA werden die Menschen immer älter und damit wird die Gruppe der Leute, die sich so teuere Ärtzte leisten können immer kleiner.

Denn im Ruhestand hat man kaum noch Geld.

Der Hippokrates ist kein Anlageberater.....

Aber im Ernst: Die Bezahlung der Ärzteschaft in Deutschland ist im Moment eines der kleineren Probleme unseres Gesundheitswesens.

Wer gehen will des Geldes wegen - der möge gehen (und möglichst nicht wieder kommen)

In den USA kostet dafür ein Kaiserschnitt schnell mal 18.000 Dollar - hier rechnet ein Krankenhaus bei einer privat versicherten Frau 630 Euro dafür ab (vor 10 Jahren).

Und selbst wer in den USA eine Krankenversicherung hat, bezahlt z.B. für eine Herz-OP einen so hohen Eigenanteil (50.000-100.000 Dollar), dass viele Rentner ihr Haus verkaufen müssen, nur im eine lebensrettende OP zu haben. Und wo wohnen sie dann??

Also die deutschen Ärzte sind meiner Meinung nach nicht unterbezahlt, die amerikanischen sind überbezahlt - weil ihre Patienten SEHR unter diesem hohen Verdienst leiden müssen.

Wir sind nicht die USA.Wie sieht es in Europa aus, das wäre ein realistischer Vergleich.Wer unzufrieden ist, sollte auswandern.

yuppieyuppie 
Beitragsersteller
 05.11.2017, 18:52

Das machen Ärzte ja auch, ist aber ein fettes Minusgeschäft für den deutschen Steuerzahler, der das teure Studium finanziert hat.

lifefree  05.11.2017, 18:59
@yuppieyuppie

Das kommt aber billiger, als Ärzte über zu bezahlen.

Hi,

wie schon von vielen Leuten festgestellt wurde: zwei völlig unterschiedliche Systeme.

Wir haben in Deutschland

  • eine verpflichtende Krankenversicherung (mit ein Paar Ausnahmen),
  • eine staatlich finanzierte Ausbildung zum Mediziner,
  • eine gänzlich anders organsiertes öffentliches Gesundheitswesen.

Es gibt außerdem nicht den Facharzt, es gibt zahlreiche verschiedene Fachrichtungen, auf die sich ein Arzt spezialisieren kann - mit entsprechend unterschiedlichen Gehältern.

Das Gehalt von Fachärzten in Deutschland ist - wenn wir uns auch andere Länder im Europa ansehen - sogar als angemessen zu betrachten (vgl. hier https://www.praktischarzt.de/blog/arzt-gehalt-ausland-vergleich/).

Als Niedergelassener Arzt oder in Führungspositionen kann man auch in Deutschland ein sechsstelliges Jahresgehalt erreichen.

Ich frage mich, woher Du deine Zahlen nimmst.

LG