Tod und Beerdigung von Mama und Schwester...

5 Antworten

Zunächst einmal (auch wenn das Thema nun schon etwas älter ist) mein Beileid! Angehörige zu verlieren, die man liebt, ist schrecklich, ich habe 2006 den Vater meiner Mutter (=mein Lieblingsopa) und die Mutter meines Vater verloren. (Er starb an einem Herzinfarkt und sie an den Folgen eines Schlaganfalls.)

Den Gedanken nicht an dich heranzulassen ist ein großer Fehler! Klar, anfangs ist es unmöglich den Tod eines geliebten Angehörigen zu akzeptieren, ich wollte bei meinem Opa (Er starb vor der besagten Oma von mir) auch erst glauben, dass sich die Ärzte vertan hätten und er noch leben würde. Aber seine Beerdigung hat mir nicht nur geholfen, seinen Tod zu akzeptieren! Dadurch, dass ich die Beerdigung selbst miterlebt habe und mich auch persönlich von ihm verabschiedet habe, habe ich auch gelernt, den Tod als Teil des natürlichen Kreislaufs des Lebens zu akzeptieren! Da sehe ich für mich den Grundstein dafür, dass ich den Tod akzeptiert habe! Und ich war damals 11 Jahre alt, also habe ich schon sehr früh gelernt, wie grausam das Leben sein kann!

Abgesehen davon wird dich niemand für gefühlskalt halten, nur weil du nicht weinst! Man muss auch nicht unbedingt ein paar letzte Worte sagen! Jeder trauert auf seine Weise! Ich habe beispielsweise auch nicht geweint, als besagte Großeltern gestorben sind, aber ich war wirklich unbeschreiblich traurig darüber! Ich werde auch nach fast zehn Jahren noch immer wieder traurig, wenn ich daran denke, aber ich trauere auf meine Weise, du auf deine, dein Vater auf seine...

Und wenn es möglich ist, dann lass deine Trauer raus! Wenn du so eine Situation nochmal erleben solltest, dann halte dich nicht zurück und lass dich nicht davon abbringen, auf deine Weise zu trauern! Es ist ganz normal und auch völlig richtig, dass man trauert! Mit der Zeit fängst du dich dann automatisch wieder, egal, wie lange es dauert! Beim Tod meines Opas hab ich damals gut ein halbes Jahr gebraucht, um seinen Tod innerlich überhaupt ansatzweise überwinden zu können!

Hallo Isabelle,

das, was Du im Moment durchmachen musst, gehört wohl zu den schlimmsten Erfahrungen im Leben. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, da ich vor wenigen Jahren beide Elternteile und meine Schwester verloren habe. Ich kann mich daher gut in Deine Lage hineinversetzen.

Es gibt in dieser schwierigen Situation einiges, was helfen kann und Erleichterung bringt. Wenn Du z.B. mit jemandem, der geduldig und mitfühlend zuhört, über Deine Gefühle sprechen kannst, mag Dir das ein gewisses Maß an Erleichterung bringen. Vielleicht kennst Du ja jemanden, der Ähnliches wie Du durchgemacht hat und sich deswegen in Deine Lage hineinversetzen kann. Es könnte Dir allerdings auch schwerfallen über Deine Gefühle zu sprechen. Dann kannst Du versuchen, das, was Dich bewegt, niederzuschreiben oder später wieder zu lesen.

Was ebenfalls Erleichterung bringen kann, ist weinen. Schon die Bibel sagt, dass es "eine Zeit zum Weinen" gibt. (Prediger, Kapitel 3, Vers 1 u. 4) Ja das Vergießen von Tränen der Trauer ist ein wichtiger und notwendiger Bestandteil des Heilungsprozesses. Du brauchst Dich daher nicht zu schämen, wenn Du weinen musst. Es kann allerdings auch sein, dass Du zeitweise gar nicht weinen kannst. Aber auch diese Zeit geht vorüber. Was mir sehr geholfen hat, ist die Hoffnung, die die Bibel bezüglich einer Auferstehung gibt.

Jesus Christus gab einmal folgende deutliche Erklärung ab: " Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will. Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören 29 und herauskommen werden, ..." (Johannes, Kapitel 5, Verse 21, 28 u. 29a). Diese Verheißung beschreibt, das Millionen von Verstorbenen wieder auf der Erde leben werden, und zwar unter besseren Verhältnissen als heute. Die Bibel lässt erkennen, dass wir dann unter friedlichen, paradiesischen Verhältnissen leben werden. Dazu heißt es in der Bibel: " Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen" (Psalm 37:29).

Da also die Toten nicht für immer im Grab bleiben werden, verglich Jesus den Tod mit einem Schlaf. Sowohl der Tod, als auch der Schlaf sind Zustände ohne Bewusstsein. So, wie es aus dem Schlaf ein Erwachen gibt, so gibt es auch aus dem Tod ein Erwachen durch die Auferstehung. Es ist vielleicht damit zu vergleichen, als ob der Tote auf eine lange Reise gegangen wäre, von der er eines Tages zurückkehrt. Ist das nicht ein tröstlicher Gedanke? Du kannst also Deine Mutter und Deine Schwester wiedersehen!

Ich weiß, dass trotz dieser schönen Hoffnung erst einmal der Schmerz sehr groß ist. Doch die Aussicht, eines Tages seine lieben Angehörigen wieder in die Arme schließen zu können, mildert diesen Schmerz enorm ab.

Ich wünsche Dir und Deiner Familie in der kommenden Zeit viel Kraft. Hoffentlich gibt es in Eurem Bekannten- und Freundeskreis Menschen, die in dieser schweren Zeit für Euch da sind, Euch trösten und Euch aufrichten. Alles Gute für Euch!

Liebe Grüße

Philipp

Sehr einfühlsam, Philipp! DH. Der Tod ist immer wieder ein Trauma! Und die Hoffnung auf ein Wiedersehen scheint ein Traum zu sein. Dabei ist es nur logisch, wenn man an Gott, seine Schöpfung und an die Wahrhaftigkeit seines Versprechens glaubt. Denn ein Gott, der diese wunderschöne Welt, mit allem was darauf kreucht und fleucht, erschaffen hat, kann nicht für immer zulassen, was jetzt hier geschieht! Und da er nicht ungerecht ist, wird er die Toten, wie versprochen, auch nicht tot lassen.

LG-stine

Wer verlangt denn von einer 16jährigen, die gerade ihre Mutter verloren hat, eine Grabrede?? Das kann ja nicht wahr sein. Hol dir Hilfe vom Schulpsychologen oder über den Hausarzt Hilfe vom Psychiater. Du bist in deiner Reaktion VOLLKOMMEN NORMAL! Jeder geht mir so einem furchtbaren Schock anders um und du hast das Recht, dein Verhalten selbst zu bestimmen!

liebe lissy.erst einmal herzlichstes beileid für deinen verlust. das ist ein riesenschock für dich. und ganz normal,das du dich weigerst,das geschehene zu akzeptieren.dewegen bist du nicht kalt oder gefühllos. sowas zu behaupten ist einfach quatch!!!! jeder mensch hat seine eigene art,mit trauer und verlust umzugehen. da gibt es kein "falsch" oder "richtig". ihr alle seit im absoluten ausnahmezustand.deswegen reagiert jeder von euch auch sehr empfindlich. das weiss ich. als mein vater starb,war meine mutter 1,5 jahre im schockzustand. erst danach fand sie langsam ins leben zurück. und sie war immerhin schon 64 jahre alt.                                         du brauchst dich nicht schuldig zu fühlen.denn egal,was du machst oder tust:: nichts bringt dir deine mama und deine schwester zurück. ich weiss: das klingt hart und brutal..                                                                           aber so ist es in dieser welt: du wirst geboren,lebsts,blühst auf und stirbst.dieses gesetz ist von der natur vorgegeben und kann nicht gebrochen werden.  sorry,aber das geht nicht.   irgendwann wirst du das verstehen. und dann wirst du dich auch von deiner mama und deiner schwester verabschieden können. wenn du morgen nur weinen kannst und zusammenbrichst,ist das ok. schliesslich ist das ein riesenverlust!! die beiden ninterlassen ein loch,welches du noch gar nicht erfassen kannst.        mach dir eins klar: von einen 16 jahr alten mädchen zu verlangen,eine grabrede zu halten,ist echt unfair. dafür sind die erwachsenen da. und ein pfarrer.

ich wünche dir viel kraft auf deinen weg.

 - (Auto, Angst, Schmerzen)

Also erstmal tut es mir wirklich leid für dich und deine ganze Familie!. Zuerst kann ich dir eigentlich nur raten mal eine Therapie zu machen. Ich denke es würde euch allen helfen und vielleicht würde deinem Vater dann klar werden wieso du nicht geweint hast. Ich glaube er meinte das auch gar nicht böse, aber für ihn ist die Situation genau so schlimm wie für dich und jeder hat seinen eigenen Weg damit umzugehen. Es wir sehr schwer sein das geschehene zu vergessen, aber du musst immer daran denken, dass deine Mama und deine Schwester wollen würden, dass dein Leben weiter geht und dafür solltest du auch sorgen. Du wirst gleich lange leben, egal ob du lachst oder weinst und lachen würde ihnen sicher besser gefallen. Also wie gesagt, schlag deinem Vater doch mal vor eine Therapie zu machen, dann wird es sicherlich besser. Ich hoffe ich konnte dir helfen

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