Splittbett - wirklich ausreichend für Terrassenplatten?

5 Antworten

Zunächst kommt eine Schicht von ca. 25cm grobem Splitt (Schotter), der gute verdichtet sein muss.
Dabei sollte schon darauf geachtet werden, dass ein Gefälle von ca. 2-3% vom Haus weg entsteht.
Um dies hinzubekommen, kannst Du Dir eine (oder mehrere) Schnüre senkrecht zur Hauswand spannen. Diese per Wasserwaage zunächst horizontal ausrichten, um dann das vom Haus entfernte Ende um einen berechneten Betrag (so dass das Gefälle stimmt) weiter nach unten zu verschieben. (für jeden Meter ca. 2-3 cm)
Statt Schnur kann ggf auch eine gerade Latte verwendet werden.
Auf diese Schicht kommt der Feinsplitt oder Sand ca. 5cm dick. Du kannst dann jeweils zwei gerade Latten hineinlegen (direkt auf dem groben Splitt/Schotter, dann stimmt das Gefälle schon ungefähr), über diese kannst Du mit einer dritten Latte den Feinsplitt abziehen.
Dann legst Du die Platten darauf. Es hat sich bewährt, an der Hausseite in der Mitte anzufangen. Lass genügend Platz zwischen den Platten (ca. 0,5 cm) - dafür kannst Du ggf Abstandhalter verwenden.
Nun kannst Du zunächst eine Reihe Platten senkrecht zum Haus verlegen. Achte dabei besonders gut auf exakte Ausrichtung und Gefälle. Mit dem Gummihammer lassen sich die Platten gut in der Höhe und Position korrigieren, sie "schwimmen" gewissermaßen auf dem Splitt/Sand.
An dieser ersten Reihe kannst Du die anderen Platten ausrichten. Parallel zur Hauswand sollten sie in der Waage sein (oder ganz leicht nach außen abfallend).
Hast Du die Platten verlegt, kannst Du bei den Randplatten etwas Beton "unterschieben" (dafür kann am Rand etwas Feinsplitt/Sand weggelassen werden)
Diesen Beton führst Du so aus, dass die Platte nur wenig in ihm liegt und der Beton von der Terrasse weg nach unten abfällt. Dieser schräge Bereich des Betons kann dann mit Muttererde verdeckt werden.
In die Fugen kannst Du etwas Sand/Feinsplitt kehren. Aber fülle sie auf keinen Fall ganz auf. Das soll nur dazu dienen, dass sie sich beim Rütteln nicht zu sehr verschieben.
Bevor Du mit dem Rütteln beginnst, sorge dafür, dass keine Steinchen, Splitt oder Sand auf den Platten sind, sonst werden die neuen Platten gleich zerkratzt. Nun kannst Du mit einer Rüttelplatte mit Gummischicht - jedenfalls kein Stahl direkt auf den Terrassenplatten - die Terrasse abrütteln.
So sollte das ganze schon hinhauen. Am Ende bewegen sich die Platten auch nicht mehr nennenswert.
Gruß wiele

Super Erklärung. Vorschlag : fahr hin und hilf, dann klappts auch...lach

Das ist wirklich ausreichend, wenn eine Frostschicht eingebracht wurde und GUT verdichtet wurde. Die Platten sollten dann mit den entsprechenden Fugenkreuzen verlegt werden und nicht "schwimmend". Suche Dir unbedingt eine Fachfirma und nicht einen "Wald- und Wiesen-Gala-Bau Betrieb" für die Ausführung. Besser, Du bezahlst etwas mehr und hast dann 30 Jahre Freude an der Terrasse, als nach 2 Jahren Regreß anmelden zu müssen, weil alles kreuz und quer hochgefroren ist.

Der Splitt muß mit einem Rüttler verdichtet werden. Darauf kommt dann eine dünne Schicht Sand, um die Platten mit dem Gummihammer plan verlegen zu können.

gute Antwort, aber als Rüttler würde auch der von dem Bild reichen :-)

@Guppy194

Ein Grund mehr, wieder ein doppeltes Mega-Menü bei McDo zu Essen :D

@Guppy194

mit der Anmerkung, dass man den Split ja nicht verdichten kann, sondern die verlegten Steine rütteln muss

@Guppy194

Doch, vorher auch Rütteln. Siehe auch die Antwort von HoBi06

@Guppy194

Sehr wohl kann man Splitt verdichten!!! Klar, daß die Platten dann auch noch gerüttelt werden müssen...

Splitt hat den Vorteil das eindringende Nässe versickern kann und imm winter eventuelle Frosthebungen ausgeglichen werden ohne das es zu Rissbildungen kommt. kies braucht nicht verdichtet werden sondern wird mit einer Alulatte waagrecht abgezogen. Es kann auch zu keinen Senkungen kommen das Kies im eingefastem Zustand nciht verinnen kann.

Boden bereits beim auffüllen verdichten,Schotter oder Split aufbringen,immer wieder verdichten.Sandschicht aufbringen,in Sandschicht 2 Rohre einlegen und ausrichten.Mit Richtlatte und Wasserwaage Sand abziehen,dabei Rohre als Auflage der Richtlatte benutzen.Wenn Untergrund geebnet ist Platten ins Sandbett einlegen und mit Gummihammer festklopfen.Wenn alles verlegt ist mehrmals Sand in die Fugen kehren.

Ist ein Beckenbeingips in so einer Situation normal/sinnvoll?

Hallo liebe Community

Ich bin gerade wirklich etwas verunsichert und bräuchte dringend euren Rat.

Mein Freund (24) hatte gestern während unserer Osteuropa-Reise (momentan sind wir in Polen) einen schweren Unfall, bei dem er sich mehrere Bein- und Beckenfrakturen zugezogen hat. Im Krankenhaus ging alles sehr schnell, ich bekam leider kaum Informationen, und er wurde auch gleich operiert.

Als ich nach der OP nach einigem Hin- und Her endlich zu ihm konnte, dann der Schock: Ich kenne mich mit solchen Dingen nicht aus, aber ich hätte maximal mit einer Schiene o.Ä. gerechnet, mein Freund hat aber einen Gips bekommen, der unterhalb der Achseln beginnt, das Becken und beide Beine umfasst! Die Beine sind zudem mit einer Stange verbunden. Ein sogenannter Beckenbeingips, wenn ich soweit richtig recherchiert habe? Ich habe so etwas vorher noch nie gesehen und bin nach wie vor fassungslos. Auch mein Freund ist mit den Nerven am Ende - er kann so ja nur die Arme und den Kopf bewegen!

Ich habe einfach das Gefühl, dass es für ihn angenehmere/unkompliziertere Methoden geben müsste - zudem habe ich gelesen, dass Beckenbeingipse vor allem bei Kleinkindern angewendet werden, was mich extrem verunsichert hat. Die Verständigung mit den Ärzten ist zudem zu allem Übel extrem schlecht.

Nun zu meinen Fragen:

Ist ein Gips dieser Art bei solchen Verletzungen wirklich angebracht?

Wie würde das in Deutschland behandelt werden?

Wie lange muss so ein Gips ca getragen werden?

Welche weiteren Schritte würdet ihr uns in dieser Situation empfehlen?

War jemand selbst schon in so einer Lage, wenn ja, gibt es irgendwelche Tipps?

Um jegliche Meinungen/Ratschläge/Erfahrungen wäre ich wirklich froh.

LG Clementine

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Update: 

Genauere Informationen zu den Verletzungen: Mein Freund (24) hat sich einen kompletten Unterschenkelbruch rechts, beidseitige Oberschenkelfrakturen, Brüche der Hüftpfannen und mehrere stabile Beckenfrakturen zugezogen (wenn ich alles richtig verstanden habe).

Der Gips sei laut Arzt notwendig, da die Frakuren tw operativ nicht genügend stabilisiert werden konnten. 

Ich bin trotzdem nach wie vor sehr verunsichert,  weil ich bei meinen Recherchen immer wieder gelesen habe, dass solche Gipse bei Erwachsenen eigentlich nicht angewendet werden. Auch die Tragedauer von 12 Wochen finde ich schockierend (das sind ja 3 Monate, in denen mein Freund vollommen immobil wäre)?!

Zu allem Übel herrscht auch noch Chaos mit der Versicherung, ein Rücktransport scheint momentan nicht möglich zu sein.

Ich wäre nach wie vor extrem froh über jegliche Ratschläge und Meinungen, da ich selbst die Situation irgendwie überhaupt nicht beurteilen kann. 

Mein Freund macht sich zudem große Sorgen, dass er nie wieder richtig Sport machen kann (er istleidenschaftlicher Läufer und Freerunner) - ich weiß,  übers IInternet ist das immer schwer, aber weiß jemand, wie da die Chancen aussehen?

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