Nach Bandscheiben OP Fußlähmung - hat auch jemand das Problem?

10 Antworten

Ich würde an Deiner Stelle erst einmal prüfen lassen, ob die Lähmung irreversibel ist. Was sagen denn die Ärzte? Konsultiere ggf. erst noch einen Neurologen, bevor Du Dich auf den mühevollen Weg begibst, eine Schwerbeschädigung anerkannt zu bekommen.

Mein Mann hatte vor einem guten halben Jahr eine große Rücken-OP mit Versteifung des L4/L5. Danach hatte er Lähmungserscheinungen in einem Fuß, die mittlerweile durch Krankengymnastik und Reha zu einem "Schwächegefühl" abgemildert wurden. Zur Zeit ist er bei einer Osteopathin und Chiropraktikerin und meint, durch die Mobilisierung seiner Lendenwirbelsäule weitere Besserung sowie Schmerzlinderung zu spüren.

Ich weiss nicht, ob dieser Weg auch für Dich gangbar und sinnvoll ist. Jeder Fall liegt anders. Ich möchte Dir nur Mut machen, Deinen gegenwärtigen Zustand nicht für endgültig anzunehmen. Bis zu einem halben Jahr nach der OP kann sich noch einiges ändern bzw. zurückbilden. Also lass nicht locker und hole Dir weitere Ärztemeinungen ein. Ziehe auch Heilmethoden im ausserschulmedizinischen Bereich in Betracht! Ich wünsche Dir gute und schnelle Besserung.

Ja , ich habe Erfahrungen damit . Bin vor 3 Jahren an der Bandbreite Operiert worden , und die Ärzte haben mir 3 Nerven durchtrennt. Seitdem Fuß taub , inkortinenz, Erwerbslosen Rente beantragt usw usw , bin natürlich am klagen . Und ja , ich habe ein Schwerbehinderten Ausweis zu 90 % . Du kannst natürlich ein beantragen, bei mir kommt noch Pflegestufe dazu , da ich nicht mehr viel machen kann . Ich habe mein Rollator usw ... mehr als den Ausweiß ablehnen können die nicht . Ich würde es an deiner Stelle versuchen , und wenn du nur 60 % bekommst .. viel Glück

Nervus Peroneus. Harte Sache. Hatten wir alle, die so einen Vorfall und ne O.P. hatten. Der Nerv kommt nur sehr! langsam zurück. Rechne mit 1 mm alle 3 Tage. D.H. ... es dauert etwa so anderthalb bis 2-einhalb jahre bis der Nerv wieder voll funktionsfähig ist. Ich würde dir empfehlen irgendeine sportart regelmäßig zu machen. Als ich es gemacht hatte... war mein Gefühl fast voll da... obwohl noch nicht so viel Zeit vergangen war. Dann wurde ich faul... und der Fortschritt verschwand... und... es heilte extrem langsam. Ich kann meinen rechten Fuß heute immer noch nicht so gut heben wie vorher. Aber... das ist meine eigene Schuld der Faulheit. Der Nerv dürfte nach 7 Jahren zu 100 % da sein.

Da muss ich dir widersprechen , wenn der bzw die Nerven durchtrennt waren so wie bei mir , dann kommt nichts wieder zurück . Ab is ab . Ein Ast am Baum kannst du auch nicht wieder zusammen kriegen . Und die Ärzte haben es erst 1 Woche später entdeckt , obwohl Nervenwasser auslief

@Schnecke1971

Ab ist ab. Das stimmt natürlich. u.U. gibt es aber noch andere "Äste" und Zweige des Hauptnervenstranges die vielleicht was kompensieren können von dem Ausfall.

@Schnecke1971

Na ja... von "Nerv durchtrennt" stand in der Beschreibung der Frage ja nichts. Hier sieht die Sache natürlich anders aus. Bis zu einem gewissen grad kann das Nervensystem aber dennoch verlorengegangene Nervfunktionen wieder kompensieren. Ich würde mindestens täglich eine Stunde "spazieren" gehen.

Zwischen "Fuß gelähmt" und "ganzes Bein" gelähmt ist immer noch ein himmelweiter Unterschied.

Ja , ich habe Erfahrungen damit . Bin vor 3 Jahren an der Bandbreite Operiert worden , und die Ärzte haben mir 3 Nerven durchtrennt. Seitdem Fuß taub , inkortinenz, Erwerbslosen Rente beantragt usw usw , bin natürlich am klagen . Und ja , ich habe ein Schwerbehinderten Ausweis zu 90 % . Du kannst natürlich ein beantragen, bei mir kommt noch Pflegestufe dazu , da ich nicht mehr viel machen kann . Ich habe mein Rollator usw ... mehr als den Ausweiß ablehnen können die nicht . Ich würde es an deiner Stelle versuchen , und wenn du nur 60 % bekommst .. viel Glück

Mein Schwager hat das gleiche Problem. Vor der OP gab es Äußerungen wie "neueste Methode, problemlos, neueste Erkenntnisse etc."

Nach der OP hatte er dann doch Taubheitsgefühl im Bein, das sich nach der Reha kaum besserte.

Mit der Aussage bezüglich Schwerbehindertenausweis würde ich mich nicht zufrieden geben, sondern erst einmal einige Fachärzte konsultieren und eindringlich um Rat fragen.

Die besten Erfahrungen haben wir allerdings in meiner Familie schon mehrfach mit einer Osteopathin gemacht.

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