meine Frau trinkt, was nun tun?

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Das Problem kenn ich zur Genüge, es ist nicht weiter erstaunlich, das sie ihre Arbeit noch im Griff hat, das haben die meisten Alkoholiker. Meist hat man ja das Bild des unter der Brücke liegenden Penners mit seiner Flasche Fusel im Arm, aber das ist überhaupt nicht so.

Das sie Alkoholikerin ist, siehst Du eindeutig daran, daß sie ihre Flaschen versteckt, vermutlich wechselt sie auch regelmäßig den Altglascontainer, damit es nicht so auffällt.

Die Phase in der Du zZ bist nennt sich Co-Abhängigkeit, festzumachen daran, daß Du Dich immer wieder "einwickeln" läßt.

Die Sauferei hat auch nicht immer und unbedingt mit anderen Problemen zu tun, obwohl das natürlich eine gern genommene Ausrede eines Alkis ist. Der Alk an sich ist schon das Problem. Das schließ natürlich nicht aus, das da noch was anderes ist, aber mit Trinken bekommt man fast nichts in den Griff.

Ich kenne mehrere Menschen, die das betrieben haben und keiner hat ausserhalb was bemerkt, bis natürlich auf die Familienangehörigen. Darunter sind mehrere ältere Damen, die sich jeden Abend ihre 2-3 Flaschen Rotwein gegönnt haben.

Ich rate Euch dringend, Euch zu einer Suchtberatung zu begeben, zB der Caritas. Dagegen wird sie sich mit Händen, Füßen und Zähnen sträuben und genau mit den Argumenten kommen, das sie ja noch nie die Kontrolle verloren hätte und überhaupt was Du eigentlich willst, BLABLABLA.

Du mußt Da knüppelhart bleiben, anders geht es nicht.

Normalerweise bekommts Du den Rat von mir, sie wirklich fallen zu lassen, das ist oft das einzige was hilft, daß Du das nicht willst versteh ich sehr gut. Aber setzt Dich durch, geht gemeinsam da hin, aber lass sofern sie es kann und will hauptsächlich, sie reden.

Ein Entzug sollte nur unter ärztlicher Aufsicht stattfinden, da es bei einem plötzlichen Absetzen des Alks zu Krampanfällen, ähnlich der Epilepsie, kommen kann die Lebensbedrohlich sein können.

Laßt Euch vom Hausarzt auf keinen Fall i-welches Zeug wie zB Antabus andrehen, das hilft gar nichts, sondern bringt sie in Extremfall um.

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Eine vernünftige Therapie beginnt mit dem Entzug in einem KKH ca 10 Tage und dann sollte sich möglichst nahtlos eine Entwöhnung in einer dafür geeigneten Klinik anschließen, dauert meist 4 Monate. Wird von der Rentenversicherung bezahlt, abhängig vom Arbeitgeber, geht das in den meisten Fällen klar, das sie hinterher wieder anfangen kann.

In Bayern kann ich für die Entwöhnung die Saaletalklinik in Bad Neustadt empfehlen, da war ich auch.

Ach ja, die gesundheitlichen Nebenwirkungen sind auch nicht zu verachten. Das geht von Polyneuropathie (Nervenschädigung, besonders in den Beinen und mglw Händen) bis Diabetes mellitus und Hypertonie (Bluthochdruck) ist schon fast selbstverständlich.

@erweh

Ich danke Dir für den Stern. Und viel Glück, das Du Deine Frau überzeugen kannst eine Entzugstherapie zu machen. Ist gar nicht so schlecht, man ist mal für 16 Wochen aus allem raus und braucht sich nicht mehr mit dem täglichen Kram rumzuärgern.

@erweh

Und wenn ich könnte, wie ich möchte ... dann würdest Du auch von mir einen Stern für diese Antwort bekommen ...

lg

e

So wie sich das liest, liebst Du ja Deine Frau TROTZ allem! Respekt für Deine Liebe! Du hast erkannt, wie schwach sie eigentlich ist, obwohl sie sich jeden Tag aufrafft und die Starke spielen will. Ein Rat, vielleicht auch daneben, wäre: Nimm Deine Frau in den Arm und sage ihr: "Morgen fahren wir an die Ostsee/Nordsee/Adria/Riviera und da schauen wir uns zusammen das Meer an. Tag und Nacht. Und dabei gibt es nur das, was gerade vorhanden ist - aber keinen Alk. Du kannst garantiert einen Menschen abholen, indem Du ihm das zeigst, was gut tut. Anders geht das echt nicht. Sonst würde ich allen anderen recht geben, die einfach sagen, "klar, Alki-Problemo" - trenn Dich!" - Nein, damit umgehen und die ganze Sache echt, mit aller Kraft und was dazu gehört auf den Kopf stellen, bis diese Person gerettet ist - denn das will sie im Endeffekt! (Macht doch eh keiner...Du vielleicht?) Ich kenne einige Frauen, die durchgefallen sind, und wenn ich sie mal wieder auf der Straße irgendwo sehe, denke ich mir - "Dir hat keiner die Hand gegeben..."

Das ist ein sehr netter Kommentar. Aber tatsächlich hilft nur völliges Gegensteuern. Man muß den Menschen darauf hinweisen, daß man diesbezüglich völlig intolerant ist, notfalls sogar den Kontakt meidet. Und man muß das, was man angekündigt hat, auch durchziehen.

Alles, was Du geschildert hast, kann nur eine Belohnung für Nicht-Trinken sein.

Ich weiß, wovon ich spreche. In unserer Familie hat sich jemand zu Tode getrunken, weil die Trinkerei immer wieder toleriert wurde. Auch dort wurden leere Flaschen überall versteckt.

So etwas kommt immer wieder vor, und es ist ganz traurig. Aber gerade das, was vermeintlich hilft, hilft nicht. Das werden Mediziner bestätigen.

@Sylboy

@Sylboy..so ganz kann ich Deinen Kommi aber nicht unterstützen auch wenn Du von Erfahrung sprichst..wichtig ist auf jeden Fall, daß der Alkoholiker seine Krankheit erkennt und sich helfen lassen will, tut er es nicht, verschwendest Du goldene Worte

@amdros

Wenn sich der Alkoholiker nicht helfen lassen will, hilft nur Weggehen... - aber mach das mal in der Familie! Du leidest jahrelang.

@Sylboy

Davon bin ich überzeugt..Du leidest jahrelang

@Sylboy

Schade, dass Du nur einen Beitrag kommentiert hast. Du hättest das Sternchen für die beste Antwort verdient - DH!

Ich habe jahrelang in der Suchtabteilung einer psychiatrischen Einrichtung gearbeitet.

Es kommt zwar seltener vor, das Frauen betroffen sind, aber man (die Angehörigen) muss in jedem Fall absolut konsequent sein.

@BuddyOverstreet

ich respektiere Euere Erfahrungswerte absolut!

@casamaria

Liebe Casa, es ist so wie die beiden schreiben, und ein nicht unter Kontrolle stehender Entzug, kann im schlimmsten Fall tödlich verlaufen, also nix mit Wechfahren, das ist in diesem Fall zu gefährlich.

verlass siew..meine mutter ist genauso....schmeis sie raus oder du ziehst aus ganz einfach....glaub mir ändern wird sich daran nichts....sie lässt sich immer andere dinge einfallen um zu trinken..und es wird auch nicht besser...

keine chance,

zwei wege - find dich damit ab oder gehe einen eigenen neuen lebensweg. alles andere ist ein strecken von qualen.

es kommt doch zu einem fiasko.

habe keine einzige andere erfahrung gemacht. tut mir leid für dich - aber es heißt - lieber ein ende mit schrecken als ein schrecken ohne ende.

Wichtig ist, dass du sie jetzt wirklich nicht im Stich lässt! Sprich sie in einem günstigen Moment auf ihr offensichtliches Alkoholproblem an! Wenn sie nicht mit dir darüber reden will, dann versuch ihr eine Therapie nahezulegen. Wird nicht einfach sein, aber du musst sie mit ihrer Sucht konfrontieren!

nicht im stich lassen?...red mit ihr....1...2...oder 3 mal...es bringt nichts mach eine therapie....es bringt nichts..ihr habt echt keine ahnung...

@sweetestlie

Das Schlimmste was man in so einer Situation einem Kranken auch noch antun kann, ist diesen zu verlassen! Schließlich sind sie auch verheiratet, und wie heisst es so schön: In guten wie in schlechten Zeiten!!! Keiner fängt aus Lust und Dollerei mit der Trinkerei an! Alkoholismus ist eine Krankheit, genauso wie Magersucht, Bulämie oder eine andere. Man verlässt diejenigen nicht, die man liebt, und die Hilfe brauchen!

@FancyDiamond

Warum soll ich meine Partner nicht verlassen können wenn er trinkt. Nur weil man verheiratet ist? So ein schmarrn. Wenn cih nicht mehr kann, dann geh ich.

@Roxy01

das hat mit wertesystem nichts zu tun.denn einer der es live miterlebt hat,oder einen alkoholkranken in der familie hat,kann sehr gut einschätzen wieviel sinn es hat wenn man dem jenigen versuchen möchte zu helfen.ja natürlich,das klingt hart...aber irgendwann ist der zeitpunkt gekommen an dem es einfach reicht,an dem man nicht mehr helfen kann.der alkoholkranke merkt am besten selbst das es scheiße ist was er macht,wenn er merkt das sich die leute nach,etlichen hilfeversuchen,abwenden.so einfach ist das...wie soll er es merken wenn man ihm zeug einredet??

Ein Drogenabhängiger läßt sich - wenn überhaupt! - erst dann helfen, wenn er in der Gosse gelandet ist. Als Angehöriger kann man nur sich selbst retten, ehe man zusammen mit dem Abhängigen in der Gosse liegt!

@Fotografin1958

zu FancyDiamond: Ja, es stimmt, man sollte in guten und schlechten Zeiten zusammenhalten. Aber Kranke, die sich nicht helfen lassen wollen (wie die meisten Alkohlabhängigen) sehen nicht ein, dass sie krank sind), belasten auch ihre Familien. Beispiel (obwohl es sehr hinkt): Fehlsichtige müssen ihre Fehlsichtigkeit durch Brillen oder Kontaklinsen korrigieren, Diabetiker müssen sich nach ihrer Krankheit richten usw. ... nur die "armen" Alkoholiker brauchen ihre Krankheit nicht behandeln zu lassen, sondern ihre Famlien haben Verständnis, immer nur Verständnis zu zeigen?

@Fotografin1958

Wenn du meine Antwort oben richtig gelesen hättest, wäre dir sicherlich auch aufgefallen, dass ich ebenso geraten habe, einen geeigenten Therapeuten aufzusuchen! Nur wichtig ist in meinen Augen eben auch, der Zusammenhalt! Diese schwachsinngen Kommentare, vonwegen dass man erst in der Gosse landen muss, damit man sozusagen "gesundet", sind sowas von kontraproduktiv! Warum haben wir denn soviele gestrauchelte alkoholabhängige Obdachlose? Eben weil man sie wie eine heisse Kartoffel hat falllen lassen! Manche zerbrechen komplett, wenn sie keine Unterstützung mehr von ihrer Familie, ihren Freunden kriegen!

@FancyDiamond

Hast DU je mit einem Alkoholiker gelebt. Mit einem richtigen alkoholiker? Nein? Na dann weisst du nicht von was ich rede.

@Roxy01

Wieso kannst du dir da so sicher sein?! Nur weil mein Wertesysthem ein anderes ist als deins?!

@FancyDiamond

das hat mit wertesystem nichts zu tun.denn einer der es live miterlebt hat,oder einen alkoholkranken in der familie hat,kann sehr gut einschätzen wieviel sinn es hat wenn man dem jenigen versuchen möchte zu helfen.ja natürlich,das klingt hart...aber irgendwann ist der zeitpunkt gekommen an dem es einfach reicht,an dem man nicht mehr helfen kann.der alkoholkranke merkt am besten selbst das es scheiße ist was er macht,wenn er merkt das sich die leute nach,etlichen hilfeversuchen,abwenden.so einfach ist das...wie soll er es merken wenn man ihm zeug einredet??

@FancyDiamond

Ich stell dein " Wertesysthem" nicht in Frage. Ich stelle eine Frage. Aber wenn du meine Antworten auf dieser Seite lesen würdest, dann wüsstest du das ich weiss von was ich rede. Und es ist keine Frage von Werten, es ist eine Frage von leben und überleben. Von Trinker und auch dem der nicht trinkt.

@Roxy01

Und da stimme ich Dir zu.

Nahelegen nützt hier nichts mehr! Er muß es klipp und klar fordern und auch die Konsequenzen aufzeigen undvor allem auch durchziehen. Und wenn er sie deshalb verlasen muß sollte er das tun!