Kann man an Schlafmangel sterben?

5 Antworten

Normaler Weise gibt es keinen Schlafmangel. Wenn man absolut nicht mehr kann, schläft man einfach ein und kann es nicht verhindern. Aber wenn man medikamentös trotzdem verhindert, daß jemand einschläft, schlägt das auf die Nerven. Die Nerven sind nur bis zu einem bestimmten Grad belastbar. Und irgendwann nehmen sie irreperable schäden an, die im schlimmsten Fall den Tod zur Folge haben.

Du hast diese Frage zwar schon vor sehr langer Zeit gestellt, aber ich möchte hier mal meinen eigenen Senf dazu geben, weil ich.mich das selbst schon.länger frage und keine der Antworten.hier befriedigend finde.

Ich habe seit längerer Zeit (sechs Jahre) mit psychischen Problemen zu kämpfen, u.a. sehr starken Depressionen und einer posttraumatischen Angststörung. Als Begleiterscheinung hatte ich von Anfang an immer wieder heftige Schlafstörungen, konnte teilweise bis zu 3 Wochen am Stück nicht schlafen und der einzige Kommentar der Psychologen war, dass mein Körper sich den Schlaf schon holen würde, wenn er ihn tatsächlich nötig hätte.

Tat er aber wie gesagt über mehrere Wochen hinweg nicht. Die Folgen waren starke Wahrnehmungseinschränkung, wie z.B zeitweise (minutenlange) Blindheit, Einbilden von Geräuschen, dauernde Kälte und das Gefühl.von Schultertippen, Sprachstörungen weil ich nicht mehr denken konnte (weißer, greller Nebel in.meinem Kopf, glühende schmerzen, dir einen um den Verstand zu bringen drohen -> Geschrei, Gedanken fühlen.sich 'taub' und 'leer' an) und zuletzt dann das plötzliche Wegdämmern mit einhergehendem Atemstillstand. Wenn nicht 24h jemand um mich rundum gewesen wäre und mich in diesem Fall "aufgeweckt" hätte, wär ich jetzt hinüber.

Warum ich trotzdem noch hier bin und dir antworten kann? ICH BIN EIN ZOOOMBIIIEE!!! ...Nein, ich hab dem S©heiß-Psychologen 'Auf-Wiedersehen' gesagt und hab den Grund für die Angst gemieden. Ging ja nicht mehr anders, laufen funktionierte nicht mehr richtig, Reden und Harnkontrolle übrigens auch nicht.

Erst als meine Eltern mir versicherten, dass ich mich diesen 2Faktoren.nicht.mehr stellen bräuchte, wurde es innerhalb von wenigen Tagen besser.

Ich habe übrigens Langzeitschäden davongetragen: Ständiger Kopfschmerz, bei leichter Müdigkeit kommt der Nebel zurück und damit das Nicht-Denken-Können, gelegentlich kurzzeitiger Atemstillstand beim Einschlafen.oder in Tiefschlafphasen, aus dem ich aber zum Glück selber wieder wach werde, gelegentliches Aussetzen von Kontrolle über Gliedmaßen (Beine sind zwar nicht taub, aber knicken weg, selbes mit Hals/Kopf, Arme lassen sich nicht heben, Blasenprobleme).

Ich hoffe das beantwortet deine Frage einigermaßen, ich denke, einen Toten, der dir erzählt an was genau er gestorben ist, wirst du nicht finden.

Und die ärztliche Diagnose in meinem Fall hätte wohl einfach nur "Tod durch Atemstillstand" geheißen. Daran sterben viele, aber durch was das Ausgelöst wurde wird fast nie erwähnt. Bei mir wäre der Auslöser Schlafmangel gewesen.

Also gut sind schon.viele Antworten, aber es ist halt nicht das, was ich suchen würde uns "nachgewiesene" Erkrankungen und Todesfälle stehen auch nicht dabei.

Grundsaätzlich führt vollkommender Schlafentzung unweigerlich zum Tod. Vollkommender Schlafentzug kann z.B. dann eintreten, wenn jmd. immer sofort nach dem Einschalfen geweckt wird.

Die Mechanismen des Shclafes sind allerdings noch nicht vollständig untersucht, man weiss also nicht geau, warum Schlafentzug zum Tode führt.

Und herausfinden tut man's nicht, weil's keiner testet. Da musste wieder mal ich herhalten. (;

nein da kann man nicht sterben, der Körper holt sich sein schlaf wenns nötig ist von allein....

Absichtlich herbeigeführter Schlafentzug (z.B. Folter, Opfer wird durch Medikamente oder permantes gewaltsames Wecken wachgehalten) führt unweigerlich zum Tod. Durch den Schlafentzug kommt es nach Tagen zur maximalen Stress-Situation im Körper. Der Körper ist durch den Erschöpfungszustand nicht mehr in der Lage Stoffwechselprodukte ausreichend abzubauen. Das führt zu einer Mineralisierung der Nervenenden. Milchsäure-Kristalle setzen sich zwischen den Nervenenden ab, und die Reizleitung wird unterbrochen. Einmal angefangen kommt es zur Kettenreaktion in allen Zellen. Dies ist ein irreversibler Zustand. Der Tod tritt nun rasch ein und lässt sich nicht mehr verhindern. Im Normalfall holt sich der Körper natürlich den Schlaf, den er braucht. Dieser Schlaf braucht nach langem Schlafentzug (z.B. Ärzte in 36 Stundenschicht) nicht einmal lang sein. Der Körper regeneriert den Erschöpfungszustand bei Schlafentzug schon nach 2 Stunden Schlaf.

Echt? Ich hab danach fast 4 Tage durchgeschlafen, wie im Koma.

Das mit den Kristallen ist interessant und wäre (denke ich) auch eine Erklärung für alle meine oben aufgeführten Symptome. Shit, sieht aus, als wär das echt knapp gewesen... O.O

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