Ist Schizophrenie erblich?

5 Antworten

Sie KANN, aber muss nicht erblich sein. Ich betreue eine schizophrene Frau, deren Sohn und Tochter die gleiche Krankheit haben. Alle drei sind schwerste Pflegefälle und können in keiner Weise mehr für sich sorgen. Die Tochter hat einen Sohn, der total gesund ist. Es kommt auf die Schwere und Art der Krankheit an. Die Ärzte raten zur Sterilisation in entsprechenden Fällen.

Die Anlage ist wohl schon erblich, Schizophrenie tritt in manchen Familien einfach gehäuft auf. Aber wie occident schon sagt, müssen ganz wesentliche Belastungsfaktoren dazu kommen, um die Krankheit wirklich zum Ausbruch zu bringen. Und oft ist sie auch medikamentös ganz gut in den Griff zu kriegen, also erst mal Ruhe bewahren und aufmerksam abwarten...Viel Glück!

Man kann natuerlich auch andersrum antworten. kein Mensch ist davor gefeit schizophren zu werden. Kurzfristig, laenger, dauernd. Nichts ist ausgeschlossen. Aus dieser Sicht wurde ich folgern: nicht zu uebertriebene Sorgen machen, hoffen, dass es nie so ist, wenn es passiert, ist es nicht zu aendern.

Daumen runter aendert nichts an der "tragischen" Tatsache, ist hoechstens Verdraengung dessen, was uns treffen kann. Mich auch.

@Bruno

Du bist wahrscheinlich nur gedaumenruntert worden, weil Du Deine eigene Frage beantwortet hast. Scher' Dich nicht drum... ;-)

Das klingt ja sehr schlimm für deine Freunde. Das Schizophrenie erblich ist, ist noch nicht bewiesen. Es gibt verschiedene Ärzte, die davon ausgehen, dass es erblich ist, aber es konnte noch nie wirklich nachgewiesen werden. Es kann höchstens davon ausgegangen werden,wie Du auch schon erwähntest, dass es eventuell, aber auch nur eventuell eine höhere Gefahr geben könnte, dass sie daran erkranken. Gruß TechnoT

Vererbung kann eine Rolle spielen. Das Risiko, irgendwann im Leben eine Schizophrenie zu entwickeln, steigt von einem auf drei Prozent, wenn einer der Großeltern betroffen ist, beziehungsweise auf zehn Prozent, wenn einer der beiden Elternteile erkrankt ist. Eineiige Zwillingsgeschwister sind jedoch nur zu 40 bis 60 Prozent beide betroffen, sodass erbliche (genetische) Faktoren nicht die einzig mögliche Ursache der Schizophrenie sein können. Vermutlich erben manche Menschen eine besondere Anfälligkeit gegenüber der Krankheit, die bei hinzutretenden Belastungen dann ausgelöst wird. Geburtskomplikationen oder schwere körperliche Krankheiten können solche Auslöser sein, in 50 Prozent der Fälle aber gehen einer Erkrankung oder Wiedererkrankung psychische Belastungen (unglückliche Kindheit, Stress in der Arbeit, im zwischenmenschlichen Bereich) voraus.

Frage zu Schizophrenie?

Okay, wie genau ich es schreiben soll, ist mir noch unklar. Kann sein, dass es zusammhangslos wirkt, weil ich alles jetzt so schreiben werde, wie es mir in den Kopf kommt. Da es aber viel ist, werde ich es in Stichpunkten halten.

  • Keine Ahnung seit wann. Aber schon länger ist es so: sobald es Abends wird, 6 oder 7 - die Sonne also untergeht - geht es mir deutlich anders. Ich fühle mich alleine, hab einen Druck in der Brust und bekomme Bauchschmerzen.
  • Zu dieser Zeit hab ich einen richtigen Charakterwechsel. Normalerweise bin ich sogar sehr sensibel, schüchtern und manchmal auch etwas näher am Wasser (so dumm es auch klingt als Junge...) Ich hasse Streit und will alles Friedlich klären. Ich hatte keine nette Kindheit und trotzdem hab ich nie meine Wut an jemanden ausgelassen. Nie. Nicht einmal. Aber wenn es Nacht wird, hab ich ein erschreckendes verlangen nach Streit oder etwas zu zerstören. Ich werde sehr schnell aggressiv und fühle mich aber trotzdem vollkommen einsam und alleine. Egal wie viele Leute um mich herum sind, ich fühle mich ungeliebt und alleine. Da könnte das Mädchen meiner Träume vor mir stehen und sagen, wie sehr sie mich liebt. Das würde nichts an meinem Gefühl der Einsamkeit ändern.
  • Heute hat eine Freundin das Wort "Persönlichkeitsstörung" hervorgebracht, als ich ihr davon erzählte. Eigentlich hab ich nicht viel davon gehalten, bzw dran geglaubt. Aber wenn ich bedenke, war meine Oma Schizophren und man kann diese Krankheit schließlich erben.

Und hier wäre dann auch meine Haupt-Frage. Ich habe ja meine Oma erlebt und dieses verhalten passt so gar nicht zu meinem. Darum frage ich mich, ob sich diese Krankheit auch anders äußern kann - wie bei mir zb.

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