Ist es möglich eine offene Wunde selbst zu zunähen?

17 Antworten

Mein Süßer ist auch so ein Arztphobiker-Spezi und hat sich eine größere tiefe Wunde am Arm selbst genäht. Mit normaler Nadel und Nähgarn, weil grad nichts anderes zur Hand war. Mir wird schon schlecht, wenn ich nur dran denke.

Mein Tipp: lege statt Nadel und Faden lieber Chloroform oder KO-Tropfen in die Nottruhe, dann kannst du ihn ohne Mühe zur Chirurgie abtransportieren lassen ;-))

Der Gedanke kam mir bei der Frage auch gleich...

@manu1979

normalen näh garn sollte man nicht benutzen weil dieser mit dem flesch verwächst ....

Es geht. Ich hab eine stichwunde an der hüft u eine am oberschenkel genäht. Starkes antibiotikum und bzw oder starkes penicilin ist ein muss. Die nadel kann man sich selber biegen, abbrennen und mit desinfektionmittel reinigen. Keine ahnung welches material man für den faden nehmen kann, aber baumwolle entzündet sich sofort. Die wunde immer sauber abdecken u oft desinfizieren. Entzündet sich aber so oder so. Dh starkes antibiotikum vorrätig haben, falls man mal nicht zum arzt möchte. Wenn man kein atibiotikum nimmt, färben sich die artherien schwarzblau in richtung herz. Man bekommt fieber und stirbt ab ner blutvergiftung.

Ich habe erst gestern einen etwa 6mm tiefen Schnitt an meinem linken oberarm selbst genäht. Es ist auf jedenfall möglich, dennoch sollte man mit größter Sorgfalt vorgehen und niemals insterile Werkzeuge oder Fäden verwenden. Ich hatte zwar auch keine ärztlichen Utensilien, jedoch habe ich eine dessinfizierte und ausgebrannte Nähnadel und gut dessinfizierten Kunststofffaden verwendet. Die Fäden einer selbst genähten Wunde sollte man desweiteren nicht länger als 2-3 Tage drin lassen, da normale Fäden nicht nachhaltig sterilisiert bleiben. In diesen 2-3 tagen sollte man die wunde mehrmals am Tag mit hoprozenigen Alkohol oder Dessinfektionsmitteln dessinfizieren, um einer Infektion vorzubeugen. Es besteht jedoch immer ein Restrisiko. Gerade, wenn man sich selbst näht ist das Risiko einer Infektion grundsätzlich höher. Nach dem Nähen sollte man außerdem auch ein Pflaster oder Verband um die Wunde legenund dies ebenfalls mehrmals am Tag wechseln, um Verschmutzung von außen vorzubeugen. Beim ziehen der Fäden sollte man auch mit äußerster Vorsicht vorgehen, um das Gewebe nicht wieder zu beschädigen. Wundheilsalben eignen sich auch gut, um den Heilungsprozess zu unterstützen. Mit freundlichen grüßen und besten Genesungswünschen an Ihren Mann

Traust du dir ernsthaft zu, eine offene Wunde deines Mannes fachmännisch zuzunähen?!? Das größte Problem hierbei wird vor allem die mangelnde Sterilität werden. Auch wenn du die Nadel (würdest du eine aus deinem Nähkasten nehmen... :0) ) über einem Feuerzeug "röstest", wie man es früher gemacht hat, wirst du nie genug Keimfreiheit erreichen und eine heftige Infektion ist vorprogrammiert! Ich denke, jeder Beruf hat mit seiner Ausbildung auch seine Berechtigung. Laß lieber die Finger von großen Wunden und sich jemanden damit befassen, der sich damit auskennt!

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