Ist eine "schlechte" Mutter besser, als gar kein Mutter?

5 Antworten

Hm, das ist eine sehr schwierige Frage u.ich denke es ist noch schwieriger zu entscheiden, was in so einem Fall besser für´s Kind ist. Ich habe z.B. eine Bekannte, die war eigentlich mit ihren beiden Kindern ständig absolut überfordert.Einen normalen Umgangston habe ich bei ihr im Umgang mit den Kindern nie zu hören bekommen.Auch hat sie sehr viel mit ihnen herumgebrüllt, z.B. bei den Hausaufgaben, oder wegen Nichtigkeiten.Ich erinnere mich auch, das die Kinder in den ersten Schuljahren fast ständig mit Bauchschmerzen in die Schule gegangen sind, weil meine Bekannte auch immer drohte "wehe ihr kommt mit einer schlechten Note heim". Ich empfand das als Aussenstehende immer als sehr bedrückend. Ich kann nicht behaupten, dass sie sich nicht um die Kinder gekümmert hat, sie war sauber,ordentlich,die beiden hatten schöne Zimmer u.es gab regelmässige Essenszeiten.ABer sie brüllte halt immer u.ich kann mich auch nicht erinnern, dass sie eins ihrer Kinder mal in den Arm nahm. Trotzdem wundere ich mich heute sehr, dass die beiden (mittlerweile 19 u.15)zu sehr selbstständigen,selbstbewussten,hilfsbereiten u.überaus freundlichen jungen Menschen herangewachsen sind, denen beide auch die Mutter (u.auch der Vater) über alles geht.

Also eine Freundin von mir war mal bei der Britta Hochheimer!

Sie hätte nie mit solche einem Ergebnis gerechnet, sie kann nur sagen, dass sie vollstens zufrieden mir ihr war und kann sie nur weiterempfehlen!

Am besten schaut ihr euch mal die Webseite an, schon dort erkennt ihr das Sie eine Frau voom Fach ist! :)

http://britta-hochheimer.de

Das ist eine sehr gute, aber auch sehr schwer zu beantwortende Frage. Nicht immer liegt die Situation, dass eine Mutter überfordert ist, offen auf dem Tisch und das Leiden findet mehr hinter verschlossenen Türen statt. Solange keine deutliche Misshandlung stattfindet, ist es für die Kinder dann sehr schwierig, aus dieser Situation überhaupt heraus zu kommen (es denkt ja, das sei so 'normal' mangels Vergleichsmöglichkeiten und hat im Allgemeinen auch keine Ansprechpartner). Also, das war schon die praktisch-schwierige Seite der Angelegenheit. Auf Deine Frage bezogen muss ich sagen, dass eine 'fremde Mutter', die sich kümmert und genügend Kraft für die Erziehung hat, natürlich besser ist als eine leibliche, die mit ihrer Aufgabe heillos überfordert ist.

Betreffs der Paartherapie bei Frau Hochheimer möchte ich doch meine eher negativen Erfahrungen zum Ausdruck bringen. Zuerst einmal fand ich den Raum, in dem das Gespräch stattfand völlig unpassend. Es war ein großer Raum, eher ein Klassenzimmer, der keinerlei Atmosphäre schaffen konnte, die einem solchen Beratungsgespräch angemessen gewesen wäre. Da hätte man sich gleich in eine Turnhalle setzen können. Ein solch 'kalter' Raum blockierte eher ein Gespräch als dass es dieses förderte. Erwartet hatten wir eine Atmosphäre, die eher vertrauensförderlich wäre und nicht noch zusätzlich befremdend und verkrampfend wirkte. Die Beratung war inhaltlich nicht sehr ergiebig, es wurde eher immer bestätigt, was ich sagte und die Meinung meiner Frau, die ihr sehr wichtig war, wurde von der Therapeutin einmal mit lauten Lachen quittiert, was völlig unangemessen war und das Gespräch wiederum eher blockiert als gefördert hat. Meine Frau fühlte sich nicht ernst genommen in ihren Gefühlen und respektlos behandelt. Insgesamt ergab sich der Eindruck, dass eher parteiisch agiert und beraten wurde, nicht aber beide Seiten wirklich ernst genommen wurden. Resümierend wäre zu sagen, dass das Gespräch eher wie ein schlechtes coaching verlief, nicht aber wie eine therapeutische Beratung, die beiden Partnern weiter geholfen hätte. Hier stellte sich die Frage, ob wirklich eine solide Kompetenz in diesem Problembereich bei der Therapeutin vorliegt. Über den Preis von 120 Euro, die zu zahlen waren, konnte man sich nur noch ärgern. Es hat schlicht nichts gebracht, sondern über die parteiische Beratung dann noch ein zusätzliches Problem kurzfristig erzeugt.

Hast du selber Kinder? Wenn ja, solltest du wissen, dass es nicht immer einfach ist in Krisensituationen alleine mit allen Problemen fertig zu werden. Der Mutter das Kind sofort wegzunehmen schadet wohl beiden, Mutter und Kind. Viel wichtiger wäre es, wenn Mütter sich frühzeitig Hilfe holen könnten. Und ist es wirklich seltsam, wenn ein Kind seine Mama lieber hat als jede andere - und sei sie noch so lieb und gut - Frau? Es sollte Möglichkeiten geben, einer überforderten Mutter und ihrem Kind zu helfen ohne die beiden - und sei es auch nur zeitweise - zu trennen.

Ich habe Zwillinge und bin manchmal selber echt angestrengt. Ich glaube auch, daß die meisten Kinder ihre Mama lieb haben, ob sie nun gut für sie ist, oder nicht. Aber wenn man mit seinem Kind viel herumschreit usw., macht man es evtl. selber psychisch krank. Du hast recht, solche Mütter sollten sich Hilfe holen. Aber bis sich wirklich was verändert, (das geht bestimmt nicht von heute auf morgen) ist es nicht in manchen Fällen schon fast zu spät für so eine kleine Kinderseele?

@dinorli

Eine gute Freundin von mir ist Pflegemutter und hat viel Erfahrung mit Kindern von "schlechten" Müttern. Für die Kinder ist dieses "wegnehmen" seelisch auch sehr belastend. Sicher gibt es Fälle in denen die Kinder den leiblichen Eltern weggenommen werden müssen. Leider, muss ich sagen. Und traurigerweise wird manchmal zu spät bemerkt wenn Mütter (oder Väter) Hilfe brauchen.

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