Ist eine "schlechte" Mutter besser, als gar kein Mutter?

5 Antworten

Ich bin der gleichen Meinung wie Du. So, wie u die Situation schilderst, ist/wäre die Mutter total überfordert. da gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Sie sucht sich Hilfe, um besser auf das Kind eingehen und mit ihm klar kommen zu können, oder aber sie gibt es zeitweise in gute Hände. das heisst ja nicht, dass sie das Kind weg gibt, der Kontakt ist ja weiter da. Aber so hat die Mutter Zeit, sich auf sich selbst zu besinnen und an sich zu arbeiten.

Ich denke , bevor man Mutter / Vater wird, hat man gründlichst nachzudenken, ob man dazu in der Lage ist. In der heutigen Zeit gibt es genügend Informationsquellen und Möglichkeiten, seinen Horizont diesbezüglich zu erweitern.

Erst wenn man es gründlichst durchdacht hat und zum Schluß kommt, man traut sich das zu, sollte ernsthaft ein Kinderwunsch in Erwägung gezogen werden.

Wenn man Fragen hat kann man sich auch bei Ämtern oder Vereinen hinreichend informieren und diese für eventuelle Hilfe vormerken.

Entweder ich gebe mein Bestes oder ich lasse es. So bin ich der Meinung, daß es immer besser ist, das das Kind sich dort aufhalten muß, wo es Ihm wohlergeht. Ist eine Mutter schlecht, braucht sie Hilfe. So schadet es dem Kind. Eine gute Pflegefamilie kann somit ein guter Weg sein,  zudem es aber nicht zwingend ein Kontaktabbruch zwischen Kindeseltern und Spross heißen muss.

Eine Sozialpedagogische Familenhilfe (SpFH-Kraft) des Jugendamtes kann ebenfalls gut unterstützend die Qualität einer Mutter / eines Vaters oder beiden Eltern verbessern.

Entscheidend ist IMMER das Kindeswohl ;)

LG Justins-Papa

http://papaKIND.com

Betreffs der Paartherapie bei Frau Hochheimer möchte ich doch meine eher negativen Erfahrungen zum Ausdruck bringen. Zuerst einmal fand ich den Raum, in dem das Gespräch stattfand völlig unpassend. Es war ein großer Raum, eher ein Klassenzimmer, der keinerlei Atmosphäre schaffen konnte, die einem solchen Beratungsgespräch angemessen gewesen wäre. Da hätte man sich gleich in eine Turnhalle setzen können. Ein solch 'kalter' Raum blockierte eher ein Gespräch als dass es dieses förderte. Erwartet hatten wir eine Atmosphäre, die eher vertrauensförderlich wäre und nicht noch zusätzlich befremdend und verkrampfend wirkte. Die Beratung war inhaltlich nicht sehr ergiebig, es wurde eher immer bestätigt, was ich sagte und die Meinung meiner Frau, die ihr sehr wichtig war, wurde von der Therapeutin einmal mit lauten Lachen quittiert, was völlig unangemessen war und das Gespräch wiederum eher blockiert als gefördert hat. Meine Frau fühlte sich nicht ernst genommen in ihren Gefühlen und respektlos behandelt. Insgesamt ergab sich der Eindruck, dass eher parteiisch agiert und beraten wurde, nicht aber beide Seiten wirklich ernst genommen wurden. Resümierend wäre zu sagen, dass das Gespräch eher wie ein schlechtes coaching verlief, nicht aber wie eine therapeutische Beratung, die beiden Partnern weiter geholfen hätte. Hier stellte sich die Frage, ob wirklich eine solide Kompetenz in diesem Problembereich bei der Therapeutin vorliegt. Über den Preis von 120 Euro, die zu zahlen waren, konnte man sich nur noch ärgern. Es hat schlicht nichts gebracht, sondern über die parteiische Beratung dann noch ein zusätzliches Problem kurzfristig erzeugt.

Hallo! Ich habe gerade diesen Beitrag gefunden, auch wenn er schon älter ist, aber ich bin auf der Suche nach einem Rat! Auch ich hab in meinem Umfeld so einen Fall von Überforderung mit den Kindern (2 kids und eine allein erziehende überforderte Mutter). da wird auch nur geschrieen, kein liebes Wort oder eine Umarmung gegeben! die Kinder sind zwar nicht verwahrlost, und bekommen auch Essen (im Hort), aber es läuft einiges schief, und man muss hilflos zuschauen. Die Kinder werden unter der Woche in den Hort gegeben, während sich die Mutter die Zeit mit den erst kürzlich beigetretenen Zeugen Jehovas und der Bibelforschung vertreibt. desweiteren hatte die Dame einen sehr familienfreundlichen Dienst (im Krankenhaus) und hat sich freiwillig zum Wochenenddienst zur "Erholung von den Kindern" geben lassen. diesen Dienst gibt es 1x im Monat, wo sie dann 2 Tage vor diesem Wochenenddienst die Leute in ihrem Umkreis fragen beginnt, wer auf die Kinder aufpasst (der Dienstplan liegt aber schon Wochen vorher auf!) , und die Kinder dann bei Unbekannten verweilen, wenn die eigene Familie manchmal so kurzfristig keine Zeit hat! Die Kinder sind "passiert" und von verschiedenen Vätern, wovon das erste Kind überhaupt keinen Kontakt zu seinem Vater hat. das zweite wird wenigstens hin und wieder vom Vater betreut, der sich aber nur mit seinem eigenen beschäftigt, während das andere leidend zuschauen und erkennen muss, dass es nie von seinem Papa abgeholt oder beschenkt werden wird. das Problem an der Geschichte ist, dass die Mutter bereits beim ersten Kind überfordert war, und auf biegen und brechen - trotz unbeständiger Beziehung- ein zweites haben wollte, und nun Verwandte und Freunde herhalten müssen, weil sich die Mutter am Wochenende ins Krankenhaus "erholen" geht. Wir schauen ja gerne und es ist kein Thema, nur wurde es fast schon zur Selbstverständlichkeit und wir waren dann mal so frei zu sagen, dass wir nicht immer Zeit haben und uns auch mal am Wochenende erholen möchten, und warum sie sich diesen Dienst überhaupt geben ließ, wenn sie nicht weiß wohin mit den Kindern, und als Antwort "das geht uns nichts an" bekamen, und uns noch ein schlechtes Gewissen gemacht wurde, weil die Kinder UNBEDINGT zu uns wollten!

Ich kann so etwas überhaupt nicht verstehen! jetzt kommen die Kinder unter der Woche vor 17Uhr nie nach Hause, während sie sich einen schönen Tag macht, ab 17Uhr wird dann TV gesehen bis zum Schlafen gehen – so gegen 21:00Uhr (meines Erachtens kommen sie auch immer viel zu spät ins Bett - ein Kind ist bereits schulpflichtig), und am Wochenende werden die Kinder auch noch abgeschoben! die verbringen ja eh noch kaum Zeit mit der Mutter und da wird nur gebrüllt und geschrieen! mir tut das Herz weh mitanzusehen, mit welcher Unfähigkeit hier Kinder groß gezogen werden, und man den Eindruck gewinnt, dass ihr die Kinder im Weg sind!

wie ein anderer Schreiber schon vorhin meinte, gehört wirklich ein "Eignungstest" oder "Führschein" eingeführt! Es gibt genug Menschen, die sich Kinder wünschen, aber selbst keine bekommen können, während solche Nervenwracks wie die Kanickel in der Weltgeschichte herumrammeln und ein Kind nach dem anderen in die Welt setzen und psychisch nicht in der Lage sind, drauf aufzupassen oder es groß zu ziehen!

Wir haben schon mehrmals überlegt bei der Fürsorge anzurufen, aber habe ehrlich gesagt auch Angst, dass die Kinder dann womöglich "irgendwo" hinkommen, vorallem weil uns viel an ihnen liegt! andererseits sehe ich aber nicht ein ihre Faulheit zu unterstützen! Sie schiebt unter der Woche eine ruhige Kugel, lässt es sich gut gehen, während andere arbeiten, und gibt die Kinder am Wochenende an Leute ab, die sich auch gern mal am Wochenende erholen möchten! Vielleicht weiß jemand einen Rat was man tun kann! die Kinder sind echt arm und wir möchten helfen, wissen aber nicht wie!

Ganz lieben Gruß Ratlos 2226

Das ist eine sehr gute, aber auch sehr schwer zu beantwortende Frage. Nicht immer liegt die Situation, dass eine Mutter überfordert ist, offen auf dem Tisch und das Leiden findet mehr hinter verschlossenen Türen statt. Solange keine deutliche Misshandlung stattfindet, ist es für die Kinder dann sehr schwierig, aus dieser Situation überhaupt heraus zu kommen (es denkt ja, das sei so 'normal' mangels Vergleichsmöglichkeiten und hat im Allgemeinen auch keine Ansprechpartner). Also, das war schon die praktisch-schwierige Seite der Angelegenheit. Auf Deine Frage bezogen muss ich sagen, dass eine 'fremde Mutter', die sich kümmert und genügend Kraft für die Erziehung hat, natürlich besser ist als eine leibliche, die mit ihrer Aufgabe heillos überfordert ist.

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