Ist "Bitter Lemon" (Chininhaltige Limonade) gesundheitsschädlich?

4 Antworten

Ich trinke sehr gerne "Tonic Water" und zwar seit etwa meinem 14.Lebensjahr (bin jetzt 65);insbesondere während der Sommermonate kann es schon mal auf 1 Liter pro Tag kommen (eisgekühlt mit Eiswürfeln und eine Zitronenscheibe).Ich habe bisher keinerlei Probleme oder Auffälligkeiten , keine Geschwüre, kann noch gut sehen und hören. Ich glaube es ist wie mit dem Rauchen:für einige ist es der sichere Tod oder Krebs und Andere bekommen garnichts.Übrigens rauche auch ich seit dem 15.Jahr und meinen Vater hat man nur mit Qualm vor dem Kopf gesehen;er ist -ohne Krebs oder Sonstiges- friedlich mit 80 eingeschlafen.

Das ist garnicht so abwegig.Dr. Weber hat Chinin ind der Krebsbehandlung erfolgreich eingesetzt...

Chinin ist keine Chemie sondern ein natürlicher Stoff der aus der Rinde des Chinarindenbaumes gewonnen wird, und seit langer Zeit als Fiebersenkendes Mittel verwendet wird.

Das hier sagt Wikipedai dazu: Chinin wirkt schmerzstillend, in unmittelbarer Umgebung betäubend und fiebersenkend. In China wird es aufgrund der fiebersenkenden und schmerzstillenden Wirkung in geringen Dosen Mitteln zur Behandlung von grippalen Infekten beigemischt. Chinin wirkt anregend auf die Gebärmuttermuskulatur und somit wehenfördernd, das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt deshalb in einer Publikation vor dem Verzehr durch Schwangere. Chinin wird auch zur Behandlung von Malaria eingesetzt (besonders der komplizierten Malaria tropica), da es die ungeschlechtlichen Formen des Erregers abtötet. Um allerdings eine medizinisch wirksame Dosis zu erhalten, müsste man ca. 15 l Bitter Lemon (1 l enthält ca. 70 mg Chinin) trinken.

Es ist in Abhängigkeit von der Dosierung giftig und kann bei häufiger Einnahme Allergien auslösen. Eine mögliche Oxidation des Hämoglobins durch aufgenommenes Chinin kann ferner auch eine Methämoglobinämie verursachen. Die Giftigkeit beruht auf einer Hemmung von Enzymen der Gewebsatmung sowie einer Blockierung der Synthese der DNA. Eine Überdosis führt unter anderem zu Schwindelgefühl, Kopfschmerz, Ohrensausen, Taubheit, vorübergehender Erblindung und Herzlähmung. Die tödliche Dosis liegt bei etwa 8–10 g Chinin. Der Tod tritt durch eine zentrale Atemlähmung ein.

Eigentlich nicht. das Chinin wurde damals von Reisenden zur Vorbeugung gegen Malaria unters Getränk gerührt. Allerdings gilt hier wie überall: die Menge macht ein Ding zum Gift. Wenn du 10 Jahre lang 3 Liter täglich davon in dich reinschüttest, dann hat das sicher Folgen. Aber das hats bei Cola auch.

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