Hypoglykämischer Schock - bei Bewußtlosigkeit lebensgefährlich. Wie lange kann ein Mensch

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Im Rahmen einer ausgeprägten Hypoglykämie gibt es zwei mögliche Arten zu Sterben:

Zum einen die Hypoglykämie selbst. Das Gehirn kann ausschließlich durch Zucker seine Energie gewinnen, andere Wege der Energiegewinnung, z.B. Verbrennung von Fettsäuren zu Ketonkörpern, nützen nichts. Der Körper ist in der Lage, Zucker neu zu produzieren oder aus der Leber freizusetzen (aus Glykogen), jedoch ist bei Überschuss von INsulin trotzdem kaum Zucker im Blut, um das Gehrin zu versorgen. Obwohl ich keine genauen Zeiten sagen kann, nimmt das Gehirn nach einer gewissen Zeit schaden durch die Hypoglykämie, der irgendwann auch kritisch wird - ich würde sagen innerhalb einiger Stunden wird es kritisch.

Zum zweiten ist die durch den niedrigen Blutzucker hervorgerufene Bewusstlosigkeit gefährlich, sei es durch einen möglichen Sturz in unglücklichem Gelände (in einen Fluss z.B.) oder durch Behinderung der Atmung durch eine zurückfallende Zunge. Je nachdem, wir unglücklich man zu liegen kommt, kann der Tod also nach wenigen Minuten eintreten.

Das lässt sich nicht allgemein beantworten, da dabei individuelle Merkmale (Alter, Schwere des Diabetes, Auslöser der Hypoglykämie, etc.) ausschlaggebend sind. So kann es sein, dass sich die Hypoglykämie von selbst reguliert, der Betroffene zu sich kommt und weiter für sich sorgen kann. Ich habe aber auch schon erlebt, dass eine Alt-Insulingabe aus Versehen in die Vene gelangt ist, der Betroffene nur wenige minuten später bereits gekrampft hat und der BZ nicht mehr messbar war. In diesem Fall half nur eine sofort applizierte iv.-Injektion von Glucose, welche dem Betroffenen das Leben rettete. (Wäre nicht bekannt gewesen, dass der Betroffene Diabetiker ist, hätte dies leicht zu Fehldiagnosen und fatalen Folgen führen können.)

Ich kenne diese Messwerte nicht, bei mir mit einer anderen Rechenart der Blutzucker ermittelt. Daher weiß ich nicht, wie hoch es nach meiner Berechnung ist. Wenn der Zucker aber bis zum Schock hochgeht und keine Hilfe kommt, kommt es zum Tod

hm... meine diabetologin erklärt immer wieder, dass man nicht an einer hypoglykämie sterben kann, sondern nur wenn man an ungünstigen stellen ohnmächtig wird, dadurch ertrinkt/sich den kopf anschlägt. Die Leber schüttet nämlich automatisch nach einigen Minuten Zucker aus - das kann durch eine Glucagonspritze sofort herbeigeführt werden. Allerdings bringt das auch nichts,wenn kein Zucker mehr in der Leber gespeichert ist oder unter Alkoholeinfluss.

Normalerweise reguliert sich eine Unterzuckerung mit Ohnmacht nach einigen Minuten selbst und ist an sich nicht lebensgefährlich! Ganz in Gegensatz zur Hyperglykämie und Ketoazidose...

Da hat dir deine Diabetologin etwas nicht ganz richtig erklärt: was sie gesagt hat, gilt für eine Unterzuckerung, die durch eine verhältnismäßig geringe Überdosierung des Insulin verursacht wurde. Wenn aber eine sehr große Menge Insulin zuviel im Blut ist, dann kann die Leber nicht ausreichend Zuckerreserven freisetzen, um der starken Überdosierung entgegenzuwirken. In diesem Fall kann man, auch ohne zu ertrinken oder zu stürzen, direkt an dem Glukosemangel im Blut sterben.

Das ist leider sehr unterschiedlich, weil jeder Diabetiker unterschiedlich schnell unterzuckert.

Man kann das sehr schwer so als Richtwert ansagen.

Auch gibt es Personen, die mit nem Wert von 60 rel. bräsig sind. Andere rennen schon mit 35 noch munter umher. Auch da habe ich einige Situationen erlebt.

Mal ... um so einen Wert zu sagen... 40 Minuten gebe ich solch eben gerade bewusstlos gewordenem... Mag mal mehr, mal weniger sein.

Da aber Hirnzellen absterben, ist Eile geboten.

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