Handbremse eingefroren, was kann ich jetzt dagegen machen?

5 Antworten

Ich habe im letzten Jahrhundert / Jahrtausend bei der Bundeswehr gelernt: im Sommerhalbjahr die Handbremse, im Winterhalbjahr den Gang benützen, bergauf den Ersten, bergab den Rückwärtsgang. Auf abschüssiger Straße zusätzlich die Räder zum Bordstein drehen. Bin immer gut damit gefahren (bzw. gestanden).

Wenn sie nicht ganz fest gefroren ist, hilft es oft schon, wenn man von außen etwas am Auto rüttelt, also etwas drückt und schiebt. Das knackt dann etwas und es lockert sich. Das klappt aber nur, wenn sie nicht komplett festgefroren ist.

Man kann auch versuchen seehr vorsichtig loszufahren, aber nichts mit Gewalt machen, sonst reißt Dir das Zugseil.

Ich habe das immer so gemacht, dass ich im Winter die Handbremse nicht genutzt habe, wenn ich dann etwas länger stehen bleibe und die Gefahr besteht, dass es friert. Wenn man in der Ebene parkt, genügt es, die Räder zum Bordstein einzuschlagen und den ersten Gang einzulegen. Gegebenenfalls kannst Du noch eine Keil oder größeren Stein unterlegen.

Du fährst langsam los und bremst immer ein wenig und fährst wieder und bremst und so langsam löst sich das

Booh, warum schreiben so viele Leute so viel Mist zusammen. Das ist doch kein Dummlaber-Chatforum. Also: wenn Du eine Kabeltrommel hast, dann mit einem Heissluftfön die Handbremsseile warmfönen. Es friert meist an der Stelle ein, wo sich das Seil zum linken und rechten Hinterrad teilt. Wenn das noch nicht hilft, dann der Führung der Seile zu den beiden Hinterrädern folgen und diese warm fönen. Es geschieht selten, dass die Bremsbacken festfrieren. Wenn Du keinen Strom zum Auto bekommst, kannst Du ausnahmsweise das Auto mal im Stand für etwa 10 min laufen lassen. Gib ihm etwas erhöhte Drehzahl (max. 1500/min) - oft reicht die Strahlungswärme vom Auspuff, die Vereisung zu lösen. Nun zur Vorsorge: Wenn die Handbremsseile und insbesondere die Stellen, wo das Seil in Hüllrohren oder Schläuchen verschwindet oder austritt, gut gefettet sind, frieren sie nicht mehr ein, auch das Spritzwasser kann ihnen lange nichts anhaben. Auto auf Hebebühne, alles mit dem Fön gut abtrocknen, mit Messingdrahtbürste sauber machen, mit Druckluft ab- und ausblasen. Handelsübliches weißes Radlagerfett mit einem kleinen Pinsel und wo man nicht richtig hinkommt auch ruhig mit dem Finger auftragen. Handbremse anziehen, fetten, Handbremse lockern, nochmal überprüfen, dann Handbremse mehrmals betätigen, damit das Fett in die Hüllrohre eindringt. Gute Erfahrungen habe ich auch mit dem sog. Kettenfett für Motorräder aus der Sprühdose gemacht: es wird flüssig aufgesprüht, dringt auch in kleinste Ritzen und Winkel ein und wird dann zäh. Das gibt idealen Schutz.
Wichtig: Natürlich KEIN Fett auf die Bremse selbst oder deren Beläge sprühen, es geht nur um die Züge der Handbremse!! Wenn Du meine Tipps befolgst, brauchst Du, außer nach extremen Wasserdurchfahrten, keine Sorge haben, dass die Handbremse nochmal einfriert.

Wenn Du es nur ein - zwei Kilometer zur Werkstatt hast, dann fahr langsam hin. Vorbeugen kann man da leider nicht.

natürlich läßt sich vorbeugen: auf den letzten metern vor dem abstellen mehrmals vorsichtig(!) mit der handbremse abbremsen, das erwärmt die bremstrommeln und sollte vorhandene feuchtigkeit vertreiben. wirklich vorsichtig, da beim betätigen der handbremse die bremsleuchten nicht leuchten!

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