Haben Kinder, die nicht im Kindergarten waren, Nachteile in der Schule?

5 Antworten

Kinder, die vor der Schule nicht in einem Kindergarten waren, können erst in der Schule ihre sozialen Fähigkeiten entwickeln, die bei der Erziehung und Bildung eines Menschen unverzichtbar sind. Großfamilien oder enge Nachbarschaftsbeziehungen gibt es heute nicht mehr. Von daher halte ich den Besuch des Kindergartens für empfehlenswert. Übrigens bezieht sich die "Schulreife" nicht nur auf die Entwicklung intellektueller, sondern eben auch sozialer Fähigkeiten; es kann daher sein, dass ein Kind wegen fehlender sozialer Fähigkeiten ein Jahr später eingeschult wird. Dass die Qualität eines Kindergartens zu berücksichtigen ist, steht außer Frage.

Ich persönlich finde den Kindergarten schon wichtig. Meine Kinder lernen im Kindergarten das es auch andere Regeln gibt, das Freundschaften nicht leicht sind, das nicht immer alles gerecht ist! Sie lernen sich gegen Fremde durchzusetzten, ihre eigene Meinung zu vertreten. Sie merken das nicht alles nach ihrem Kopf läuft, das eine große Gemeinschaft andere und eigene Regeln und Verbote beinhalten als das Elternhaus. Sie lernen für den Schulstart sehr viel, nicht lesen, schreiben o.ä. sondern gemeinsame Techniken um etwas zu erreichen zu erarbeiten. Das man sich in lauter Umgebung auch konzentrieren kann usw. es gäbe noch einiges zu schreiben.

Ein wenig kommt es sicherlich auf den Kindergarten an. Da, wo ich gearbeitet habe, hätte man gut auf den Kindergarten verzichten können, viel haben sie mit den Kids nicht veranstaltet, und meines Erachtens lag der Hauptsinn darin, das Kind eben die Zeit zu verwahren, in der die Eltern arbeiten gehen.

Was sie verpassen können sind m.E. vor allem Kontakte und damit soziale Entwicklungen. Aber wenn ein Kind, das zu Hause bleibt, viel Kontakt zu anderen Kindern hat und täglich mit anderen spielt, sehe ich da eigentlich keinen zwingenden Grund, ein Kind zum Kindergarten zu schicken.

Nur: so optimale Bedingungen gibt es ja selten, dass ein Kind zu Hause besser oder gleich gut aufgehoben wäre, die Eltern sich mit ihm sinnvoll beschäftigen und das Kind genügend Kontakte zu Gleichaltrigen hätte.

Vorschule ist aber nicht dasselbe wie Kindergarten...

Ich denke schon, dass Kinder, die nicht im Kindergarten oder dergleichen waren, Nachteile in der Schule haben. Im Kindergarten lernen die Kinder sozialen Umgang mit ihren Altersgenossen. Sie können miteinander spielen, sie lernen zu teilen, zu streiten, und sich gemeinsam zu freuen. Sie finden sehr viele Freunde im Kindergarten und werden dort auch kreativ und auf spielerische Weise gefördert und gefordert. Die Kindergartenzeit ist eine sehr wichtige Zeit und ich erinnere mich heute noch gerne an sie zurück.

Kindergarten nutzt dem Kind in den wenigsten Fällen (zum Beleg vergleiche Studien, die etwa bei Gonzales, "In Liebe wachsen", zitiert werden), höchstens den Eltern oder vielmehr dem System, das von uns den unnatürlichen Doppelverdienst fordert.

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