Haben Kinder, die nicht im Kindergarten waren, Nachteile in der Schule?

8 Antworten

Ich persönlich finde den Kindergarten schon wichtig. Meine Kinder lernen im Kindergarten das es auch andere Regeln gibt, das Freundschaften nicht leicht sind, das nicht immer alles gerecht ist! Sie lernen sich gegen Fremde durchzusetzten, ihre eigene Meinung zu vertreten. Sie merken das nicht alles nach ihrem Kopf läuft, das eine große Gemeinschaft andere und eigene Regeln und Verbote beinhalten als das Elternhaus. Sie lernen für den Schulstart sehr viel, nicht lesen, schreiben o.ä. sondern gemeinsame Techniken um etwas zu erreichen zu erarbeiten. Das man sich in lauter Umgebung auch konzentrieren kann usw. es gäbe noch einiges zu schreiben.

Ein wenig kommt es sicherlich auf den Kindergarten an. Da, wo ich gearbeitet habe, hätte man gut auf den Kindergarten verzichten können, viel haben sie mit den Kids nicht veranstaltet, und meines Erachtens lag der Hauptsinn darin, das Kind eben die Zeit zu verwahren, in der die Eltern arbeiten gehen.

Was sie verpassen können sind m.E. vor allem Kontakte und damit soziale Entwicklungen. Aber wenn ein Kind, das zu Hause bleibt, viel Kontakt zu anderen Kindern hat und täglich mit anderen spielt, sehe ich da eigentlich keinen zwingenden Grund, ein Kind zum Kindergarten zu schicken.

Nur: so optimale Bedingungen gibt es ja selten, dass ein Kind zu Hause besser oder gleich gut aufgehoben wäre, die Eltern sich mit ihm sinnvoll beschäftigen und das Kind genügend Kontakte zu Gleichaltrigen hätte.

Vorschule ist aber nicht dasselbe wie Kindergarten...

Kindergarten nutzt dem Kind in den wenigsten Fällen (zum Beleg vergleiche Studien, die etwa bei Gonzales, "In Liebe wachsen", zitiert werden), höchstens den Eltern oder vielmehr dem System, das von uns den unnatürlichen Doppelverdienst fordert.

Ich bin immer noch der Meinung, dass Kinder Kinder brauchen! Gerade in der Vorschulzeit ist es wichtig das sie mit anderen Kindern zusammen lernen können...sie merken auch schnell das es einen geregelten Tagesablauf gibt, die Mama und der Papa gehen zur Arbeit und das Kind in den Kindergarten oder Schule und den Rest des Tages erlebt man gemeinsam!

Sämtliche Studien belegen, dass der Kitabesuch bei Bildungsgängen Elternhäusern keinen Mehrwert bringt. Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern profitieren hingegen. Ich selber habe 4 Kinder, 2 waren oder sind in der Kita und 2 nicht. Die Unterschiede bedingen sich in der Persönlichkeit der Kinder und ihren Wünschen. Mein einer Sohn war seit dem ersten Geburtstag in der Krippe und später in der Kita. Er hatte in der Kita nur einen guten Freund, mein anderer Sohn ohne Kita 3 enge Freunde. Beide spielen aber auch viel mit Gelegenheitsbekanntschaften. Mein Kitasohn hat jetzt in der Schule regelmäßig nur schlechte Noten im Sozialverhalten, während der andere sich problemlos einfügte und immer sehr gut ist im Sozialverhalten. Bei meinem beiden Töchtern kann ich im Sozialverhalten keinen Unterschied feststellen, wobei die jüngere am liebsten einfach mit ihren Geschwistern spielt. Andere Kinder sind schon auch in Ordnung, in der Kita und co, aber wirkliche Freunde sind diese nicht. Sie ist sich aber auch selber meist genug. Pauschale Aussagen sind also machbar, es hängt einfach zu sehr vom Kind, seiner Persönlichkeit, dem Elternhaus und sozialen Umfeld ab. Ein schüchternes Kind bleibt einfach schüchtern, daran wird keine Kita und keine Schule etwas ändern.

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