Ein Grab mit Urnen wird wegen abgelaufener Zeit eingeebnet. Kann man diese Urnen ohne Kostenpflicht einfach darin lassen?

5 Antworten

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Wenn Urnengräber ablaufen, nach frühestens 15 Jahren auf den meisten Friedhöfen, dann werden, wenn die Anlage wieder neu vergeben wird, alle Metallreste und Schamottsteine die gefunden werden, entsorgt.

Von der eigentlichen Urne, und somit auch der Asche, ist dann nichts mehr übrig.

Kosten entstehen nach Ablauf eines Grabes dann evtl. nur noch für das Beräumen des Grabsteines. Dies kannst du selbst machen bzw. einen Steinmetz beauftragen. Machst du dies nicht, dann entsorgt der Friedhof den Stein und du bekommst die Rechnung.

Wenn du ein Grab nicht verlängerst, also weiter kaufst, dann hast du auch keine weiteren Kosten mehr (bis auf den Stein entfernen)

Ja, solche Antworten habe ich erwartet! (andere Antworten gingen nicht auf eig.Frage ein).--Also dann keine weiteren finanziellen Forderungen von Fr.hofsverwaltung oder Stadt bei Verbleib der Urnen im beräumten Grab. Gibt es hierzu eine Richtlinie/Gesetz. Könntest Du da noch etwas schreiben? Ich danke im Voraus

@Raugatt

Guck dir dazu mal die Friedhofssatzung des jeweiligen Friedhofes an.....jedes Bundesland und jede Stadt bzw. Kommune hat da ihre eigenen Bestimmungen und jeder Friedhof noch einmal eigene Unterpunkte

Nach Ablauf der Ruhefrist muß gar nichts mehr bezahlt werden. Punkt. Da werden keine "Urnen aus den Gräbern genommen und umgebettet...." und Angehörige müssen schon gar nicht dafür aufkommen.

Sollte man eine überirdische Grabstelle haben (Urnenwand, Stele, Columbarium) werden die Urnen (so sie aus Marmor sind, nur die Aschekapseln) dann anonym beigesetzt - und nicht einfach weggeschmissen.

Im Erdreich beizusetzende Urnen und Aschekapseln MÜSSEN alle im Erdreich vergehen (Zertifikat der Bundesanstalt für Materialprüfung ist Vorschrift) - aber natürlich passiert dies erst nach Jahren. Ich habe mal die Urne einer vor 19 Jahren (Ruhefrist 20 Jahre - soviel dazu " es ist ja nichts mehr da) Verstorbenen heben lassen und die war noch ziemlich gut erhalten. Es kommt auf die Bodenbeschaffenheit und die Gießhäufigkeit (ganz besonders) an.

Zelluloseurnen?! Selbst die neuen Biournen aus organischem Material zersetzen sich nicht nach ein paar Stunden und die darin befindlichen, metallenen Aschekapseln erst recht nicht. Und für Seebestattungen dürfen nur welche aus Salzgestein verwandt werden, die auf Grund ihrer Schwere auch auf den Meeresgrund sinken und wegen ihres Materials je nach den Strömungen auf dem Boden in einigen Tagen bis Monaten aufgelöst sind.

Anders sieht es mit den Grabsteinen aus - da kann nur die jeweilige Friedhofssatzung/-ordnung weiter helfen. Auf den Berliner Friedhöfen KANN man die Steine auf eigene Kosten beräumen lassen. Wenn man auf den Stein verzichtet, machen es die Friedhöfe auf ihre Kosten und verwerten die Steine (wahrscheinlich).

Kurzzusammenfassung für die Frage: Stelle abgelaufen - Kosten erledigt. Kostenfrage einer eventuellen Grabsteinberäumung - zu klären.

Nein, wenn die Liegezeit abgelaufen ist, werden bei Reihengräbern die Urnen rausgenommen.

Es wird da einfach Platz für neue Urnengräber geschaffen.

Nach dem Ablauf der Ruhezeit wird die Grabstelle in der Regel aufgelöst,
eingeebnet und neu vergeben. Sie als Angehöriger können die Nutzungsrechte der Grabstelle verlängern,
indem Sie die in der Friedhofsordnung festgesetzte Gebühr zahlen. Die
Verlängerung kann jedoch nicht für jede beliebige Grabform beantragt
werden. Die Möglichkeit der Ruhezeitverlängerung besteht in der Regel
für Wahlgräber, welche sich besonders für Familiengräber eignen. Bei gewöhnlichen Reihengräbern ist es dagegen nicht möglich

lg Lilo

Das ist Unfug. Die Urne soll rausgenommen werden? Wohin kommt sie dann, bitte? Beim Friedhofsgärtner als Blumenvase auf die Fensterbank? Nein, eine Urne vergeht in der Erde und löst sich auf.
Mit allem anderen hast du aber recht.

@LiselotteHerz

und was passiert mit Blech wenn es 15 Jahre lang mit feuchter Erde in Kontakt ist?

Eine Graburne muss in Deutschland aus einem Material bestehen, dass in der Erde vergeht. Also bleibt von der Urne und der Asche nach so vielen Jahren nichts mehr übrig, das man umbetten könnte. Also werden alle Graburnen auch nach Ablauf der Ruhezeit selbstverständlich in den Gräbern belassen - sie bestehen dann ohnehin nur nach aus Erde und Staub.

Von der Urne ist nichts mehr da wenn ein Grab eingeebnet wird.Die Liegezeit ist somit ja abgelaufen und die Urne ist "verottet".(Zumindest bei Erdbestattungen).Die Erde hat sich mit der Asche verbunden.Ansonsten wird es so gehandhabt,dass sich noch befindliche Asche entweder verstreut wird oder ins Erdreich eingearbeitet wird.Die Urnen(falls es keine verottbaren sind)werden entsorgt.

"Die Liegezeit ist somit ja abgelaufen und die Urne ist "verottet".(Zumindest bei Erdbestattungen"

zwei Sachen durcheinandergebracht :-)

Eine urne aus Metall verrottet auch nach 15 Jahren in der Erde und von einem Sarg, solange er nicht aus massivem Eichenholz ist, ist nach 20 bzw. 25 Jahren (längere Ruhezeit!) auch nicht mehr viel da. Wenn einzelne Knochenfragmente gefunden werden, dann werden sie in einer kleinen Kuhle in eben diesem Grab wieder beigesetzt.

@geckobruno

Das ist richtig!Aber es ging ja nicht um Knochenfragmente sondern um die Asche.

Metallurnen (Schmuckurnen)verotten nicht.Werden sie nach Ende der Liegezeit ausgegraben wird die innere Kapsel entweder verstreut,eingearbeitet oder in Gemeinschaftsgräbern neu bestattet.Bei einem Sarg verotten die Metallbeschläge auch nicht.

@Annelein69

Metallurnen rosten nach 15 Jahren...ebenso die Aschekapsel.....da findet man zwar Überreste, aber keine komplette Urne mehr. Zumal die Gräber ja nicht sofort nach Ablauf der Ruhezeit wieder neu belegt werden, sondern auch hier oft noch Jahre vergehen bis ein Grab neu belegt wird.

Mit den Knochenfragmenten habe ich geschrieben, weil du oben geschrieben hast (Zumindest bei Erdbestattung)

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