Alte Kunstfaser-Deckenplatten - Gefahr...

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Moin! Ältere KMF-Platten (Künstliche MineralFaser) sind nicht zwingend mit Asbest belastet, haben aber auch andere Verbindungsbestandteile die seit einiger Zeit bauaufsichtlich nicht mehr zugelassen sind. Solange die alten Platten nicht angetastet werden dürfen sie jedoch noch in der Decke verbleiben. Jede beschädigte Platte muss entsorgt werden (Achtung, Sondermüll, muss fachgerecht entsorgt werden!) Kann bei kleinen haushaltsüblichen Mengen am Recyclinghof abgegeben werden, bei größeren Mengen sich erkundigen wo diese abgegeben werden können und sich auch erkundigen, wie diese zu transportieren sind). Bearbeitet werden dürfen sie nicht (Löcher hereinschneiden etc). Atemschutz etc. soll verwendet werden. Diese Richtlinien sind insbesondere für Firmenmitarbeiter, die so etwas täglich machen, wichtig. Das von der einmaligen Deckenabbruchaktion ernsthafte Gesundheitsschäden auftreten halte ich für unwahrscheinlich.

Vielen Dank. Die Antwort war sehr hilfreich.

Zuerst kommt es darauf an, welche Kunstfaser benutzt wurde, auch hier gibt es unterschiede. Bei Eurem Fall denke ich, die Reizungen kamen vom Staub, der sich auf den Platten über lange Zeit angesammelt hat.

Ja. da war wohl einiges an Staub auf den Platten. Das wäre auch eine Erklärung. nur liest man ja, dass diese Fasern in der Luft rumfliegen und in die Lungen eindringen und da bleiben. nicht vergleichbar mit Asbest aber auch blöd :( Danke für die Antwort!

Keine Sorge, alles OK.

Glaub nicht, was Du irgendwo liest.

Wen dass alles stimmen würde, von dem irgendwo geschrieben steht, dass es schädlich sei, dann wäre die Menschheit schon längst ausgestorben.

Stimmt. das Sage ich mir auch. aber Sorgen macht man sich dann doch :)

Am Nachbarhaus alte Eternitplatten (Asbest) bearbeitet/geflext, und nun?

Hallo beisammen,

ich hoffe, ihr könnt mir helfen: einer unserer Nachbarn hat eine Doppelgarage mit alten vorne eingemauerten Welleternitplatten (aus den 70igern, somit wohl Asbest). Gestern habe ich aus dem Speicherfenster zufällig da rübergeschaut und mit Schrecken festgestellt, dass das alte Eternitdach weitgehend verschwunden ist und nur noch vorne der aufgemauerte Teil der Eternitplatten vorhanden ist, Tiefe so gute 40 cm und eben die Breite (ca 6 Meter) der Garage.

Da unser Nachbar (haben wir keinen Kontakt, hält sich für was besseres und ist über allem erhaben) ein Mensch ist, der sowas mit Sicherheit nicht selber macht, wird da wohl eine Firma dagewesen sein ... und mit Schrecken denken wir weiter: wenn vorne nur noch dieser Eternitplattenteil vorhanden ist, müssen die Platten ja durchgeschnitten/gesägt/geflext worden sein.

Es ist doch verboten alte Eternitplatten irgendwie zu bearbeiten und noch dazu zu flexen. Was können wir jetzt tun? Wir haben irre Angst, dass bei uns alles kontaminiert ist, haben auch Kinder ,die im Garten spielen und die letzten Tage bei dem schönen Wetter meist die Fenster gekippt.

Und vor allem, wie wird jetzt wohl der restliche Teil entfernt werden? Zertrümmert? Denn die Platten sind ja vorne ein-/aufgemauert? Wie sollte eine profesionell Firma sowas eigentlich machen? Denn die Platten zersörungsfrei ausbauen geht im Grunde ja gar nicht, wenn die vorne so aufgemauert sind, oder?

Was können wir noch tun (irgendwelche Ämter?) damit nicht noch mehr bei der restlichen Entfernung beschädigt wird. Mit dem Nachbarn reden ist leider keine Option, die Antwort kennen wir schon: geht uns nichts an.

Hilfe! Oder reagieren wir über?

Danke und Grüße Petra

...zur Frage

Wie gefährlich ist die Arbeit mit Asbest gewesen?

Hallo, Ich bin 17 Jahre alt und arbeite jetzt seit letzter Woche Montag in einem Stahl- , Hammer- und Walzwerk als Ferienjobber bei den Betriebsmaurern. Letzte Woche Mittwoch wurde ich mit einem Kollegen dann in eine alte Trafostation geschickt um die elektrischen Aufbauten (auf denen kein Strom mehr war) abzureißen. (Nebenbei gesagt Schlosseraufgabe und nichts für Maurer) Der Kollege sollte sich ebenfalls umsehen ob die Platten an den Schaltschränken Asbestplatten sind. Er ist sich nicht sicher gewesen trotzdem haben wir die Arbeit anfangs ohne Atemschutz ausgeführt, mittlerweile weiß ich das in diesem Raum an einer Niesche neben dem Einganz 4 Asbestpappen (dort stand "best 86%" (Pappe war gerissen deswegen nur "best" - Internetrecherche zeigt das dies AsbestC ist) angeklebt waren die wohl als Reste dort verbaut wurden und das die Schaltschränke vermutlich mit ca. 15 qm Asbestplatten (eventuell Eternit) eingekleidet wurden (ebenfalls leicht beschädigt jedoch liegen diese Beschädigungen lange zurück) :

Tag 1 Mittwoch : Abriss von Gipswänden in den Schaltschränken und Metallarbeiten. Schwere körperliche Arbeit mit hoher Atemfrequenz ohne Atemschutz.

Tag 2 Donnerstag mit Atemschutz Dräger X-Plore 1320 V (FF)P2 : Flexen von Stahlgerüst. Schwere körperliche Arbeit ebenfalls mit hoher Atemfrequenz.

Tag 3 Freitag mit Atemschutz Dräger X-Plore 1320 V (FF)P2 : Flexen von Stahlgerüst. Schwere körperliche Arbeit wieder mit hoher Atemfrequenz.

Tag 4 Montag mit Atemschutz 3M Aura 9322* (FF)P2 : Flexen von Stahlgerüst und Entfernung der mysteriösen "Platten" mit geringer Beschädigung an den Platten.

Baujahr des Gebäudes ist übrigens 1966 , was für Asbest spricht. Meien Frage ist jetzt ob ich nenneswert durch Asbestfasern gefährdet war und ob diese Anzahl schon zur Asbestose oder Ähnlichem führen kann. Danke schonmal

...zur Frage

Machbarkeit und Kosten Asbest-Eternitdachsanierung....

Hallo zusammen ,

Ausgangssituation:

ich möchte mir ein altes Bauernhaus kaufen, welches zusammen mit der grösseren Scheune mit Asbesteternit gedeckt ist. Die Platten sind mindestens 40 Jahre alt, nie behandelt worden und von innen auf dem Dachstuhl sichtbar.

Als ich mal eine kleine alte, ebenfalls asbestgedeckte Garage abgebaut habe, bemerkte ich einen feinen gräulichen Staubbelag auf dem Gebälk, welches ich mit Wasser wegspritzte (die Platten selber wurden in Eigenregie anschliessend in Bags verpackt und fachentsorgt). Das heisst doch, dass die Innenflächen der Dachplatten auch ohne mechanische Beanspruchung oder Umwelteinflüsse Asbeststaub/fasern abgegeben haben.

Was wiederum bedeutet, dass zum Beispiel der Riesenraum unter dem asbestgedeckten Scheunendach, der hervorragend zum Lagern geeignet wäre, ziemlich belastet sein dürfte, ich diesen geschickterweise gar nicht länger betreten sollte. Ebenso den Dachstuhl des Hauses, der auch noch super in Schuss ist. Das gesamtsanierungsbedürftige Haus von 1920 hat auch sonst sehr gute Substanz und eine Neueindeckung wär sowieso fällig.

Aber wäre hier, neben den alten Eternitplatten, überhaupt eine weitestgehende Restfaserentfernung aus den Dachstuhlräumen zu erreichen?? Welchen (zusätzlichen) technischen Aufwand müsste eine Fachfirma hierzu betreiben (Atemschutz, Nachbarschaftsschutz ...), und das wahrscheinlich zu horrenden Kosten??

Vielleicht hat jemand bei GF schon mal eine solche Sanierungsaktion mitgemacht. Parallel frage ich auch bei einem Entsorgungsbetrieb an, lege aber auch sehr Wert auf erfahrene (eure) Praxisauskünfte.

Gruss

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?